Eine Frau mit Pferdeschwanz sitzt im Labor Hochfrequenztechnik vor diversen technischen Geräten.
Foto: Florian Hammerich/OTH Regensburg

Aktuelle Förderprojekte

Die OTH Regensburg forscht vor allem in Projekten, die von der EU, dem Bund, dem Freistaat Bayern oder durch Stiftungen gefördert werden. Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen eine Auswahl solcher Vorhaben.

Internationale Förderprojekte

  • Die Integration von Wasserstofftechnologien ein Thema mit hoher gesellschaftlicher Priorität, jedoch mit geringem Vorwissen. In Zukunft haben sie jedoch ein großes Potenzial, den Mix aus erneuerbaren Energien zu ergänzen, entweder durch die teilweise Verwendung von Gas oder durch die Speicherung von überschüssiger Energie aus PV-Anlagen in den Sommer- und Wintermonaten. Hauptziel des Projekts ist die Schaffung eines regionalen Netzwerks zur Bereitstellung von Methoden und Know-How für KMU, um diese Technologien zu erweitern. Um das Ziel der Plattform zu erreichen, müssen die Universitäten Best-Practice erstellen und geeignete Unterlagen auf der Grundlage verfügbarer Daten von Akteuren mit Elektrolyseuren und anderen Wasserstoffspeichern sammeln, die dann in umfassender und verständlicherweise durch Workshops, Netzwerkkonferenzen und andere Aktivitäten an KMU weitergegeben werden. Der Grund für die Schaffung dieser Plattform und die Nutzung des Potenzials der Universitäten liegt darin, dass die meisten Unternehmen, die diese Technologien bereits nutzen, keinen umfassenden Überblick über andere Akteure haben und nicht in der Lage sind, dieses Know-how ohne Aussicht auf einen kommerziellen Gewinn wirksam weiterzugeben.

    Projektdauer: 01.02.2024 - 31.07.2026

    Fördersumme: 634.000 Euro

    Fördermittelgeber: Europäische Union

    Projektleitung: Prof. Dr. Belal Dawoud


  • Um die europaweiten CO2-Emissionen zu reduzieren und der Abhängigkeit der europäischen Länder von fossilen Brennstoffen zu entkommen, wird es notwendig sein, die gegenwärtig hauptsächlich fossilen Energiequellen durch klimafreundlichere, erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Wasserstoff bietet eine solche Möglichkeit, die europaweite Energieerzeugung durch erneuerbare Energiequellen sicherzustellen. Die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger erfordert jedoch auch eine sichere und gut ausgebaute Infrastruktur für Transport und Speicherung. Für den Transport von Gasen und Flüssigkeiten quer durch Europa steht bereits ein umfangreiches Netz von Pipelines zur Verfügung; ein Teil dieses Netzes kann (und wird) auch für den Transport von Wasserstoff genutzt werden. Die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger erfordert ein effizientes Verteilungssystem. Stahlpipelines haben sich bisher als besonders wirtschaftlich und zuverlässig erwiesen. Der Transport von Wasserstoff durch Stahlrohrleitungen ist jedoch ein schwieriges Unterfangen, da atomare Wasserstoffdiffusion zur Versprödung des Stahls führen kann. Außerdem hängt der Betriebsdruck stark von der Energiedichte des Gases ab, so dass die Bewertungsmethoden angepasst werden müssen. Das Projekt zielt darauf ab, einen skalenübergreifenden, simulationsbasierten Rahmen zu entwickeln, um eine erweiterte Richtlinie für die Sicherheitsbewertung von Stahlpipelines unter Wasserstoffbelastung zu erstellen. Es ist zu erwarten, dass dieser Rahmen auch für zukünftige Entwicklungen von Stählen mit verbesserter Beständigkeit gegen wasserstoffinduziertes Versagen von großem Nutzen sein wird.

    Projektdauer: 01.07.2023 – 31.12.2026

    Kooperationspartner: Aalto University, Espoo, Finnland; Corinth Pipeworks Pipe Industry SA, Athina, Griechenland; Fundacion Imdea Materiales, Getafe, Spanien; Materialovy Metalurgicky Vyzkum SRO, Ostrava, Tschechien; Panepistimio Thessalias, Volos, Griechenland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Aachen, Deutschland; Rina Consulting – Centro Sviluppo Materiali S.p.A., Roma, Italien; Serimax Holdings sas, Roissy-en-France, Frankreich; Universiteit Gent, Gent, Belgien

    Fördersumme: 120.800 Euro

    Fördermittelgeber: Europäische Union

    Projektleitung: Prof. Dr. Aida Nonn


  • Rural regions can still benefit most from digitization these days because the issues of distance and the difficult accessibility of customers and suppliers have driven existing analog offers into the city. With the help of a comprehensive and functioning broadband network, digital services of general interest can be developed that create strong added value through the application of new technologies and alternative approaches. This requires the four pillars of the European Digital Innovation Hubs, especially in Eastern Bavaria: "Test before Invest" with the help of a close interlinking of science and business as well as modern open innovation and test labs, "Skills and Training" for the development of user-oriented training on topics of digital technologies and business models, "Support to find Investments" for promoting and finding suitable tenders and research projects so that innovative concepts can be financed, as well as "Innovation Ecosystem and Networking" to build a cross-stakeholder network for digitization and to transform Eastern Bavaria into a leading digital region. The intervention logic of the project takes up the existing competencies of the partners and applies them to the needs of the companies and institutions in the region. The main topics on AI and data-driven technologies, digital business models as well as cyber security, functional safety and HPC address the thematic needs and apply them to the dominant sectors of the region (an industry with a focus on the construction sector, and manufacturing, trade, startups, and municipalities). The choice of focus was specially tailored to the needs of the regional small and medium Enterprises (SME) but also Public Sector Entities (PSE).

    Projektdauer: 01.06.2023-31.05.2026

    Kooperationspartner: TH Deggendorf

    Fördersumme: 408 000 Euro

    Fördermittelgeber: Europäische Union

    Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok


  • VReduMED wird die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsbildung und Anbietern von Medizintechnologie, insbesondere KMU/Start-ups, verbessern und dabei Virtual Reality als Schlüsseltechnologie nutzen, um die die Ausbildung von Pflegeschülern und die Fortbildung von Pflegepersonal zu bereichern, die Einführung von MedTech Assistenzsysteme durch den Pflegesektor zu fördern und die ko-kreative Entwicklung bedarfsorientierter MedTech-Lösungen anzustoßen, um die Arbeit in der Pflege attraktiver zu machen und qualitativ hochwertige Pflegedienste in der Zukunft zu gewährleisten. Das Projekt baut auf dem VReduMED-Projekt (ATCZ256) auf, das sich mit der Nutzung von virtueller  und Augmented Reality (VR/AR) in der Bildung beschäftigt. Die VReduMED-Partnerschaft besteht aus 10 Partnerorganisationen aus 5 mitteleuropäischen Ländern: CZ, SK. AT, HU, DE. Die Projektregion wurde definiert, um die Pflegesituation sowie die gemeinsamen Herausforderungen in der Ausbildung von Pflegefachkräften in den benachbarten mitteleuropäischen Projektregionen zu reflektieren und die Institutionen für die höhere medizinische Ausbildung sowie Cluster mit MedTech und IT-Unternehmensnetzwerken, ein Wirtschaftsinstitut und eine spezialisierte Bildungsforschungseinrichtung Organisation zu repräsentieren. Eine Roadmap für VR in MedTech-Produkten/Dienstleistungen und ein Handbuch für die Integration von VR in der Pflegeausbildung werden die wichtigsten strategischen Ergebnisse sein. Das Konsortium wird ein transnationales Forum für die Pflegeausbildung einrichten, um die Zusammenarbeit von Pflegeexperten mit MedTech-Unternehmen und VR-Experten zu kanalisieren. Drei VR-Labore werden für Demo-Sessions und Usability-Tests eingerichtet werden. Sechs verschiedene Pilotprojekte werden verschiedene VR-Anwendungsfälle testen und die Zielgruppen in ko-kreativen Innovationsworkshops und transnationalen Hackathon-Interaktionen zusammenbringen. Zusammen mit Studierenden und Lehrkräften werden mehr als 90 Organisationen an den Pilotaktionen teilnehmen. Alle Partner werden zusammenarbeiten, um die innovativen Projektkonzepte für die Entwicklung VR-basierter Lösungen für den Pflegesektor zu entwickeln. 25 Organisationen werden von den Partnern kontinuierlich bei der Entwicklung von VR basierte Lösungen für den Pflegesektor über den Projektabschluss hinaus unterstütz.

    Projektdauer:  01.04.2023 – 31.03.2026

    Kooperationspartner: South Bohemian Science and Technology Park, corp. (Tscheichien),  University of South Bohemia in České Budějovice (Tschechien), Business Upper Austria (Österreich), Education Group (Österreich), University of Economics in Bratislava (Slowakei), National Institute of Children's Diseases (Slowakei), Strategic Partnership for Sensor Technologies (Deutschland), Innoskart Business Development Nonprofit Ltd. (Ungarn), Széchenyi István  University (Ungarn) 

    Fördersumme: 2,2 Mio. Euro (gesamt)

    Fördermittelgeber: Europäische Union

    Projektleitung: Prof. Dr. Christa Mohr


  • Creating NEBourhoods Together will pave the way to make Munich-Neuperlach “New European Bauhaus-ready”. Neuperlach (NPL) was Germany's biggest post-war urban expansion area with about 65.000 inhabitants. To make this 50-year-old district fit for the future the City of Munich set up an integrated urban concept and action plan based on comprehensive analysis of the challenges together with citizens and stakeholders in 2020/21. NPL faces weaknesses, e.g. higher than average unemployment and lower educational levels or high numbers of migration population. But it has strengths that, against the backdrop of these challenges, can become a breeding ground for a beautiful, sustainable and inclusive regeneration: strong social ties and bottom-up dynamics, vast green areas and largescale housing and office structures in need of renovation that can grow into something new. The City of Munich is committed to the EU-missions and aims at becoming a Climate-neutral and Smart City. In NPL, our test-bed for this mission, we will plant tangible pilots as lighthouse demonstrators and thus, going beyond urban regeneration so far, deliver NEBourhoods, inspiring and replicable nuclei of practises on the ground for the future of urban development. The partnership led by the City of Munich brings together UnternehmerTUM, TUM, HM University of Applied Sciences, Architekturgalerie Munich, NGOs and more. Combining co-creation and entrepreneurship, putting culture and creativity at the core of the transformation process, the project will deliver accessible and empowering solutions to make the EU-Green Deal beneficial for all in NPL and beyond. The district will be carefully cultivated into a resilient urban innovation landscape. Within two years, we will create NEBourhoods together and show how we can realise circular thinking and acting in society and economy, activate the green transformation in building, mobility, energy, food and health and enhance public space.

    Projektdauer: 01.10.2022 - 31.03.2025

    Kooperationspartner: Landeshauptstadt München, München; UnternehmerTUM GmbH, München; Technische Universität München, München; Hochschule für angewandte Wissenschaften München, München; Bayerische Forschungsallianz (Bavarian Research Alliance) GmbH, München; Green City e.V., München; UnternehmerTUM MakerSpace GmbH, Garching bei München; Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE), München; Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (MGS-München), München; Hauck Weisser Studio Animal Aided Desing GBR, Berlin; Studio Stadt Region Förster Kurz Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB, München; Str.ucture GmbH, Stuttgart; Architekturgalerie e.V., München; bayern design GmbH, Nürnberg; Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA, Berlin; Bayerische Architektenkammer, Körperschaft des öffentlichen Rechts, München; Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA, Landesverband Bayern e.V., München

    Fördersumme: 94.000 Euro

    Fördermittelgeber: Europäische Union

    Projektleitung: Prof. Andreas Müsseler


  • MAIA ist ein Projektverbund im Rahmen einer Marie Skłodowska-Curie Action mit dem Fokus auf die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Arbeits- und Produktionssysteme in Zeiten von Fachkräftemangel und weltweit alternden Gesellschaften. Für die OTH steht im Fokus des Projektes die Entwicklung neuer modularer und skalierbarer Arbeitsweisen und Technologien für die Bauindustrie, das Handwerk und die hochindividuelle Produktion bei KMUs. Das Projekt untersucht dabei insbesondere neue, auf digitalen Technologien (z.B. kollaborative Robotik, KI etc.) basierende Ansätze die hohe Interdisziplinarität in der Entwicklung benötigen und den Menschen ins Zentrum setzen. Mit dem Projekt steht entsprechend der Marie Skłodowska-Curie-Förderline wissenschaftlichem Personal, Doktoranden und Professoren der OTH die Möglichkeit zu themenbezogenen, internationalen Austauschen zur Verfügung. Primäre Austauschpartner der OTH sind die MAIA-Partner in Japan, Hong Kong, USA und Kanada. MAIA spricht dabei explizit alle Fakultäten und Fachrichtungen an. Interessierte Mitglieder und Assoziierte der OTH können sich gerne bei der Projektleitung melden. Die OTH Regensburg ist neben der Universita Degli Studi Di Padova (Koordinator) der Co-Koordinator des Projektes.

    Projektwebseite: https://maiaproject.eu/

    Projektdauer: 01.01.2020-31.12.2025

    Kooperationspartner: University of Auckland, Auckland, Neuseeland; Baruch College, New York, USA; University of South Florida, Tampa, USA; Keio University, Tokyo, Japan; Chinese University of Hong Kong, Hongkong, China; Ryerson University, Toronto, Kanada; Universita Degli Studi Di Padova (UNIPD), Padova, Italien; Technische Universität Darmstadt (TUDA), Darmstadt, Deutschland; Institut Superieure Del'Aeronautique et De L'Espace (ISAE)Toulouse, Frankreich; Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), Berlin, Deutschland; Univerza V Ljubljani (UL), Ljubljana, Slowenien; Groupe Kedge Business School (KEDGE), Talence, Frankreich

    Fördersumme: 138.000 Euro

    Fördermittelgeber: Europäische Union, Marie Skłodowska-Curie Action

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Thomas Linner, Fakultät Bauingenieurwesen (B), OTH Regensburg; weitere Mitglieder des Koordinationsteams: Prof. Dr. rer. nat. Oliver Steffens, Prof. Christophe Barlieb, Prof. Dr. Markus Westner, M.Sc. Marc Schmailzl


Projekte mit Bundesförderung

  • Durch das Teilvorhaben STEP wird die Herstellung von e-Kerosin, wie sie im Power-to-Fuels Demonstrator des P2X-Projekts erfolgt, standortspezifisch technologisch, ökologisch und ökonomisch analysiert. Übergeordnetes Ziel des vorliegenden Teilvorhabens ist die Identifizierung potenzieller Standorte, die Untersuchung der dortigen Gegebenheiten und die Analyse der daraus resultierenden technologischen, ökonomischen und ökologischen Faktoren für die definierten PtX-Wertschöpfungsketten (e-Kerosin und Nebenprodukte). Hierbei ist ein Teilziel verschiedene Konzepte für die Produktion von e-Kerosin und den dabei entstehenden Nebenprodukten zu entwickeln. Weiterhin sollen sowohl die aktuellen als auch die zukünftigen Rahmenbedingungen an den Standorten (Volllaststunden, CO2-Quellen, etc.) und generell im Energiesystem (PtX-Bedarf in den verschiedenen Sektoren, Klimaziele, etc.) untersucht werden. Zu diesem Zweck wird unter anderem auf die Ergebnisse der Energiesystemmodellierung der zweiten Förderphase zurückgegriffen. Finales Ziel ist die vergleichende Bewertung der PtX-Wertschöpfungsketten in Abhängigkeit der verschiedenen Konzepte und Standorte sowie die Identifikation der ökonomisch und/oder ökologisch vorteilhaftesten Optionen. Zuletzt soll die Erstellung der SOAB-Abschlussveröffentlichung unterstützt werden, in die alle Arbeiten des Teilvorhaben einfließen. Zusammen mit den Ergebnissen der anderen Teilvorhaben (LCA, TÖA, etc.) soll ein vollständiges Bild der PtX-Wertschöpfungsketten entstehen.

    Projektdauer: 01.12.2024 – 31.01.2027

    Kooperationspartner: Aveera UG, Nürnberg; DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V., Frankfurt; Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Köln; GE Aviation Advanced Technology, Garching bei München; Hessen Trade & Invest GmbH, Wiesbaden; INERATEC GmbH, Karlsruhe; Institut für ZukunftsEnergie und Stoffstromsysteme gGmbH, Saarbrücken; Karlsruher Institut für Technologie (KIT); Provadis School of intern. Managm. Frankfurt (Priv. FH); WWF Deutschland, Berlin

    Fördersumme: 306.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner


  • Das Verbundprojekt „DiForIT - Digitale Forensik Readiness und IT-Sicherheit für automatisierte und  vernetzte Mobilität“ konzentriert sich auf die Erforschung einer forensischen Prozesskette, welche für Anwendungen im Bereich der automatisierten und vernetzten Mobilität auf Straßen genutzt werden kann. Die Prozesskette unterscheidet sich von bestehenden Technologien, indem sie verschiedene fortlaufende Phasen umfasst - von der Untersuchung von Bedrohungsanalysen und Penetrationstests bis hin zur demonstrativen Implementierung der gesamten forensischen Prozesskette. Die ersten Forschungsaktivitäten beinhalten die Untersuchung von Bedrohungsanalysen und Penetrationstests für autonome Fahrzeuge. Ein Fokus liegt dabei auf der Berücksichtigung von Seitenkanaldaten, welche durch Beobachtungen gewonnen werden und zur Identifizierung von Sicherheitslücken und potenziellen Angriffspunkten dienen können. Ein weiterer Aspekt beinhaltet die Analyse der unterschiedlichen Kommunikationsschnittstellen und Netzwerke in automatisierten Fahrzeugen. Im nachfolgenden Schritt werden Daten analysiert und bewertet, die für die forensische Auswertung relevant sind. Es wird zunächst ermittelt, welche Datengrundlage in automatisierten Fahrzeugen erfasst und gespeichert werden kann. Anschließend erfolgt eine Bewertung dieser Daten in Bezug auf ihre Relevanz für die forensische Analyse, wobei sowohl technische Aspekte als auch rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Die Entwicklung von effektiven Aufzeichnungssystemen und Prozessen zur Sammlung relevanter Daten und die darauf basierende forensische Analyse bilden den abschließenden Schritt. Dabei spielen Fragen der Datensicherheit, des Datenschutzes und der Datenintegrität eine wichtige Rolle.

    Projektdauer: 01.01.2024 – 31.12.2026

    Kooperationspartner: CSTx Software Engineering GmbH, Braunschweig; LEHMANN + PIONEERS DIGITAL GMBH, Leinfelden-Echterdingen ; ZITiS – München; asvin GmbH – Stuttgart; itemis AG - Lünen 

    Fördersumme: 597.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Hackenberg


  • Die Gründungsförderung für Frauen an der OTH Regensburg soll aus mehreren ineinandergreifenden und sich gegenseitig verstärkenden Schritten bestehen. Das Konzept FemaleFounders sieht den Aufbau eines niedrigschwelligen Programms vor, das die Teilnehmerinnen von April 2024 bis einschließlich November 2024 durchlaufen. Während des Programms werden die Teilnehmerinnen in spezifisch für Frauen zugeschnittenen Unterstützungsmaßnahmen und Beratungsformate eingebunden. Bei den Maßnahmen wird einerseits auf bereits bestehende Formate zurückgegriffen, andererseits ist auch die Umsetzung neuer Angebote geplant.

    Hervorzuheben ist hierbei der angestrebte Aufbau eines spezialisierten Beratungsangebots zu Themen wie Work-Life-Balance, Familienplanung und Unternehmensführung.

    Vorgelagert zum eigentlichen Programmstart für die Teilnehmerinnen ist eine intensive Vorlaufphase zum Aufbau einer Webseite, die Bewerbung des Programms, die Aquise von Mentorinnen und die sorgfältige Auswahl der Kandidatinnen vorgesehen.

    Projektdauer: 01.12.2023 – 30.11.2024

    Fördersumme: 105.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors


  • Das industriell weit verbreitete Verfahren des Heißverstemmens ermöglicht form- und kraftschlüssige Verbindungen zwischen zwei Fügepartnern, wie bspw. einer bestückten Leiterplatine und einem Kunststoffgehäuse. Einer der Fügepartner besteht dabei aus einem thermoplastischen Kunststoff und wird mittels Wärme- und Kraftübertragung zu einem Kunststoffniet umgeformt. Bisher eingesetzte Heißverstemmverfahren können keine ortsaufgelösten Temperaturfelder am Pin erzeugen, so dass insbesondere bei technischen Thermoplasten und Hochleistungsthermoplasten mit diesen Technologien nicht zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. Mittels dem strahlungsbasierten, intensitätsselektiven Heißverstemmen soll die Erwärmung der Pins erstmals zonengesteuert mittels Laserstrahlung durchgeführt werden, um einen auf die jeweiligen Kunststoffe optimierten Umformprozess zu ermöglichen. Ebenso wird sowohl der Prozess als auch die ausgeformten Pins erstmals durch eine KI-basierte und Sensorgestützte Qualitätskontrolle auf Ausformungsgenauigkeit, Spaltbildung und Optik sowie das Umformergebnis negativ beeinflussende Schwingungen automatisiert bewertet.

    Projektdauer: 01.11.2023 – 31.10.2025

    Kooperationspartner: Hartmann Feinwerkbau GmbH - Ober-Mörlen, Ober-Mörlen

    Fördersumme: 220.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr.Tobias Laumer


  • Roboter sind meistens aus Stahl, haben keine Samthandschuhe und können deshalb Menschen verletzen oder Objekte beschädigen. Wenn man mit einem Roboterarm versucht ein empfindliches Objekt wie unverpacktes Obst, Gemüse oder Fleisch zu handhaben, braucht man deshalb so genannte „Softgripper“ (weiche Greifer), welche von den Kleinstunternehmen Wegard GmbH in Hamburg hergestellt werden. Diese weichen Greifer haben sich sehr gut bewährt, allerdings ist die Firma Wegard stets bestrebt die Leistungen Ihrer Greifer zu verbessern, um Ihren Kunden gerecht zu werden. In diesem Vorhaben geht es um Verbesserung der Greifeigenschaften bei den Anwendungen mit sehr kurzen Zykluszeiten, wozu leistungsstarke Roboter mit sehr hohen Beschleunigungen eingesetzt werden. Die Basis für diese Verbesserungen sind so genannte magnetoaktive Elastomere (MAE), welche aus mikrometergrößen Eisenteilchen in einer weichen Gummimischung bestehen. Diese neuartige Verbundwerkstoffe haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: ihre Steifigkeit kann durch Anlegen eines Magnetfeldes deutlich verändert werden. In diesem Teilvorhaben beschäftigt sich die OTH Regensburg mit der Grundlagenforschung zu magnetomechanischen Eigenschaften von MAE und den notwendigen magnetischen Kreisen.

    Projektdauer: 01.10.2023 - 30.09.2026

    Kooperationspartner: Wegard GmbH, Hamburg

    Fördersumme: 361.740 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Projektleitung: Prof. Dr. Mikhail Chamonine


  • ReSiLENT schafft eine resiliente Lade-Infrastruktur für einen kostengünstigen Betrieb, in dem Cybersicherheit über den Lebenszyklus gewährleistet werden kann. Dazu entwickelt ReSiLENT einen neuartigen Ansatz, der es erlaubt, Cybersicherheitsinformationen und Assets über Akteure und Elemente einer vernetzen Ladeinfrastruktur über Peer-to-Peer Protokolle auszurollen. Im Teilvorhaben werden Methoden und Verfahren für Cybersicherheitsanwendungen entwickelt, welche die über die IoT-Plattform und dem Cybersecurity-Mesh bereitgestellten Kontextinformationen, in den Bereichen Detektion, Prävention, Reaktion und Attribution verarbeiten und analysieren. Die Analyseergebnisse und erstellten Ereignisse werden über eine Feedback-loop rückgekoppelt und den ReSiLENT Sicherheitskomponenten bereitgestellt.

    Projektdauer: 01.06.2023-31.05.2026

    Kooperationspartner: Charge IQ GmbH, Leinfelden-Echterdingen; asvin GmbH, Stuttgart

    Fördersumme: 504.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

    Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Hackenberg


  • Im Rahmen der beantragten Förderung wird der Businessplan für die Geschäftsidee erarbeitet. Im Mittelpunkt der Geschäftsidee steht die Entwicklung einer innovativen digitalen Inklusionsplattform, um soziale Einrichtungen (Werkstätten für behinderte Menschen und Inklusionsbetriebe) mit Unternehmen der freien Wirtschaft zu vernetzen. Über die Plattform werden zukünftig Inklusionsaktivitäten, wie vom Gesetz gefordert, z. B. die Auftragsvergabe, die Vergabe von Außenarbeitsplätzen und die Schaffung sozialversicherungspflichtiger Stellen für Menschen mit Behinderung, abgewickelt. Die daraus gewonnenen Daten können Unternehmen in Zukunft öffentlichkeitswirksam digital verwenden, in Form des zusätzlichen Dienstes des Inklusionsengagements. Dieses Engagement repräsentiert unternehmensspezifisch Inklusionsaktivitäten. Dies führt für soziale Einrichtungen zu einem vielfältigen Auftragsangebot, animiert Unternehmen Inklusion umzusetzen (u. a. mit Außenarbeitsplätzen, Aufträgen und sozialversicherungspflichtige Stellen) und unterstützt maßgeblich Menschen mit Behinderung zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft und den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Es wird in Zukunft also möglich sein, dass Unternehmen ihre soziale Verantwortung in deren Wertschöpfungskette (Produkt oder Dienstleistungen) berücksichtigen und dies für Kunden nachvollziehbar ausweisen zu können.

    Projektdauer: 01.06.2023 - 31.05.2024

    Fördersumme: 130.800 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

    Projektleitung: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker


  • Das übergeordnete Ziel des H2-Reallabors Burghausen / ChemDelta Bavaria ist die Transformation der industriellen chemischen Wertschöpfung hin zu einer nachhaltigen Wasserstoff-basierten Chemie. Im Rahmen des H2-Reallabors Burghausen / ChemDelta Bavaria wird die klimaneutrale Transformation der chemischen Industrie in eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft vor Ort unter Realbedingungen untersucht. Ziel des H2-Reallabors ist es, durch die einzigartige Kooperation zwischen Wissenschaft und Industriepartnern sowie die herausragende Rolle des Bayerischen Chemiedreiecks, Erkenntnisse über die Transformationsprozesse zu gewinnen, die von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung für den Chemiestandort Deutschland sind und die globale technologische Marktführerschaft stärken. Ziel im Teilprojekt "KASil: Kohlenstoffdioxidabscheidung an Silica-basierten Adsorbentien" des H2-Reallabor Burghausen / ChemDelta Bavaria ist die Entwicklung und die Inbetriebnahmen einer Pilotanlage eines solchen Verfahrens zur CO2-Abscheidung welches Silica als Adsorbens nutzt. Auf Grund der verbesserten Kostenstruktur des Gesamtprozesses und der hohen Standzeit der Adsorbentien werden wesentliche Kostenvorteile zu den etablierten Verfahren erwartet, was eine großtechnischen CCU/CCS Prozess ermöglicht. Zudem wird das Know-How des Antragsstellers als weltweit größter Hersteller von pyrogenen Kieselsäuren genutzt, um diese für den Prozess zu optimieren.

    Projektdauer: 01.04.2023 - 31.03.2027

    Kooperationspartner: Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria gGmbH, Burghausen; Technische Universität München, München; Technische Hochschule Rosenheim, Rosenheim; FfE Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., München; Bauhaus Luftfahrt e.V., Taufkirchen; InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG, Burgkirchen a.d.Alz; Westlake Vinnolit GmbH & Co. GmbH, Ismaning; Wacker Chemie AG, München, Südbayerisches Portland-Zementwerk Gebrüder Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf; Freudenberg Fuel Cell e-Power Systems GmbH, München; Modis GmbH, Düsseldorf; PlasmaAir AG Oxidative Abgasbehandlung und Plansmasysteme, Weil der Stadt; Dyneon GmbH, Burgkirchen a.d.Alz; Kraftanlagen Energies & Services GmbH, München; CASCAT GmbH, Straubing; ESy-Labs GmbH, Regensburg; Reverion GmbH, Eresing; Landwärme GmbH, München; Carbon CO2ncepts GmbH, München

    Fördersumme: 859.700 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Philipp Keil


  • Entwicklung eines auf Schallabsorption optimierten Multischichtverbunds für Raumakustikelemente aus faserbasierten und hochgefüllten Papiereinzelschichten durch den kombinierten Einsatz numerischer Simulationsmethodik und messtechnischer Validierung.

    Projektdauer: 01.04.2023 - 31.03.2025

    Kooperationspartner: Papiertechnische Stiftung (PTS), Heidenau

    Fördersumme: 271.300 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Marcus Wagner, Prof. Dr. Christoph Höller


  • Das aktuelle Vorgehen bei der Planung von Fassaden ist nur nicht kleinschrittig, sondern erfordert auch eine lange Zeit. Architekten fertigen einen Entwurf der gesamten Fassade an, welcher in der weiteren Planung von einem Bauingenieur mithilfe von CAD-Programmen manuell in detailtiefe Konstruktionspläne (2D-Leitdetails) und anschließend in 2D Ausführungsdetails überführt wird. Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer KI, durch die erstmals eine automatische Erstellung von 3D-Fassadenmodellen inklusive aller für die Konstruktion notwendigen 2D-Ausführungsdetails möglich ist. Die KI wird in der Lage sein, Pläne von Architekten zu analysieren, diese in 2DLeitdetails und anschließend in 2D Ausführungsdetails zu überführen. Hierfür wird u.a. eine intelligente Datenstruktur geschaffen, welche über eine semantische Struktur die verschiedenen digitalen Modelle der Bauteile und Fassadenelemente der KI zur Verfügung stellt. Die Kombination der Entwicklungen ermöglicht es somit erstmals automatisch ein Fassadenmodell mit allen für die Konstruktion notwendigen 2D Ausführungsdetails zu erzeugen.

    Projektdauer: 01.04.2023 - 31.03.2025

    Kooperationspartner: No Doubts GmbH, Kleve

    Fördersumme: 220.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Mathias Obergrießer und Prof. Dipl.-Ing. Florian Weininger


  • CNC-Maschinen zur Fertigung von komplexen Bauteilen in Kleinserie sind heute ein wesentlicher Vorteil der Fertigung in Deutschland. Jedoch gibt es bei der Bearbeitung oftmals Kollisionen, die häufig auf Fehler beim Rüstprozess zurückzuführen sind. Ziel des Projektes ist es, die IST-Situation im CNC-Maschinenraum automatisiert zu erfassen und im Rahmen einer Kollisionssimulation zu nutzen: Fixture-Inspect. Hierzu werden eine oder mehrere Kameras mit Onboard-Intelligenz in den CNC-Maschinenraum integriert. Eine interne Datenverarbeitung ermöglicht die intelligente Bilderfassung sowie eine intelligente Objekt- und Lageerkennung mittels künstlicher neuronaler Netzwerke. Nach Identifizierung und Rekonstruktion der Lage aller Objekte im CNC-Maschinenraum werden diese für eine Kollisionssimulation auf Basis der Ist-Situation genutzt.

    Projektdauer: 01.02.2023 - 31.01.2025

    Kooperationspartner: evopro systems engineering AG, Regensburg (Deutschland)

    Fördersumme: 220.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Ellermeier


  • Eine antragsvorbereitende Recherche zeigt auf, dass weder in praktischen noch wissenschaftlichen Kontexten intensiv über die Nutzung von KI durch Nichtregierungsorganisationen als wichtiger Teil der Zivilgesellschaft nachgedacht werden würde (im Gegensatz von KI als Gegenstand der Arbeit von NROs). Die Antragstellerinnen und Antragsteller erachten es daher für sinnvoll, dass eine umfassende Erhebung der Perspektive von NROs auf KI als Werkzeug ihrer eigenen Tätigkeit durchgeführt wird. Dies soll mithilfe eines sozialwissenschaftlichen Mixed-Methods-Ansatz durchgeführt werden. Die Ergebnisse sollen allen Stakeholderinnen und Stakeholder helfen, Entscheidungen über den KI-Einsatz auf Basis valider empirischer Erkenntnisse treffen zu können.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 31.12.2025

    Fördersumme: 248.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

    Projektleitung: Prof. Dr. phil. habil. Karsten Weber


  • Im Teilvorhaben „Entwicklung und Erprobung innovativer Blindleistungsregelverfahren im Kontext eines ganzheitlichen netzplanerischen Blindleistungsmanagements “ wird von der OTH Regensburg das Ziel verfolgt, verschiedene Fragestellungen, die an ein innovatives netzplanerisches Blindleistungsmanagement der Zukunft adressiert werden, zu beantworten. Dies soll anhand der Entwicklung eines ganzheitliches Blindleistungsmanagement erfolgen. Dazu soll eine gemeinsam mit Übertragungs- und Verteilungsnetzbetreibern abgestimmte Verantwortungsarchitektur zur Koordination von spannungsebenen und netzbetreiberübergreifenden Q-Maßnahmen erarbeitet werden. Durch die Identifikation geeigneter Aufweitungs-, Flexibilisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen sollen Blindleistungspotentiale insbesondere aus dem Verteilungsnetz für ein übergeordnetes Blindleistungsmanagement nutzbar gemacht und dynamisiert werden. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von technologiespezifischen Regelstrategien, die eine effizientere Bedarfsdeckung seitens der Q-Quellen erlauben. Zusammen mit zu entwickelnden technologieübergreifenden Regelstrategien soll ein ganzheitliches Blindleistungsregelmodells erstellt werden, das auch das Zusammenspiel der verschiedenen Regelstrategien und deren Wechselwirkungen in den entsprechenden Blindleistungsregelarten beinhaltet. Zur umfassenden netzplanerischen Analyse und wirtschaftlichen Bewertung soll der in Q-Integral entwickelte Netzplanungsprozess um die entwickelten Komponenten, Strategien und Modelle erweitert werden. Für Verteilungsnetze wird ein Verfahren zur Prognose des Blindleistungsverhaltens anhand verschiedener Netzentwicklungspfade entwickelt. Weiterhin sollen reale Blindleistungsabrufe im Rahmen von Feldversuchen mit Industriebetrieben und mit einer konventionellen Kompensationsanlage durchgeführt werden. Kernaussagen und Handlungsempfehlungen sollen insbesondere für Übertragungsnetzbetreiber abgeleitet und weitergegeben werden.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 31.12.2025

    Kooperationspartner: Enercon GmbH, Bremen; E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree; BayWa r.e. Wind GmbH; München; 50Hertz Transmission GmbH, Berlin

    Fördersumme: 731.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl


  • Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Stromnetzbetreiber sind gemäß des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 verpflichtet, ihre IT-Systeme sicher nach dem aktuellen Stand der Technik zu betreiben und Maßnahmen zur Angriffserkennung zu treffen. Zeitgleich steigt die Komplexität der Steuerungsaufgaben innerhalb der SCADA-Netzwerke durch die Digitalisierung und der damit verbundenen Möglichkeiten der Remotesteuerung. Folglich wächst die Anzahl der Cyberangriffe auf die Kommunikation und die Steuergeräte, mit dem Ziel Schaden anzurichten und die Kontrolle über kritische Systeme zu erlangen. Ohne Maßnahmen der IT-Sicherheit zur Absicherung der IT-Infrastruktur können Angriffe von Erpressung bis hin zur Unterbrechung der Energieversorgung führen. Das Fördervorhaben zielt darauf ab, die gesamte Datenkommunikation von Leitstellen bis zu den Endgeräten innerhalb einer Verteilerstation wie Umspannwerke zu schützen. Dazu gehört die Absicherung der Echtzeit-kritischen Kommunikation innerhalb einer Verteilerstation, sowie des Datenaustauschs zwischen Leitstelle und Gateway der Verteilerstationen. Um den verschiedenen Leistungsanforderungen seitens Leitstellen, Gateways und Endgeräten gerecht zu werden, sollen Security-Module in Form von unterschiedlichen Skalierungsstufen entwickelt werden, welche die Kommunikation kryptographisch absichern und Angriffe frühzeitig erkennen. Auf Grund der Langlebigkeit der Feldgeräte und der Bedrohung von Public-Key Kryptographie durch Quantencomputer, ist ein weiteres Ziel die Aktualität der verwendeten kryptographischen Verfahren zu gewährleisten. Dazu gehört die Austauschbarkeit der verwendeten Hard- und Software der Security-Module im Rahmen der Crypto-Agilität, sowie die Erforschung und Integration von Post-Quantum Kryptographie. Durch diese umfassende Systemlösung der Prävention und Detektion von Angriffen auf die Kommunikationsinfrastruktur, wird wesentlich zur Versorgungssicherheit in einer sich rasant wandelnden Energielandschaft beigetragen.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 31.12.2025

    Kooperationspartner: GAI NetConsult GmbH, Berlin; Atos Information Technology GmbH, München; CANway technology GmbH, Ostbevern; FlowChief GmbH, Wendelstein; Zweckverband der Wasserversorgung Laber-Naab, Beratzhausen; Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Berlin; MicroSys Electronics GmbH, Sauerlach

    Fördersumme: 1.405.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok


  • Ziel des Vorhabens ist die Berechnung von Transformationspfaden und -potenziale in Deutschland, der EU und Afrika mittels gekoppelter Energiesystemmodellierung. H2/PtX-Wertschöpfungs- und Lieferketten zwischen Afrika und Europa/Deutschland werden evaluiert und konkrete Maßnahmen zum Markthochlauf in Afrika entwickelt. So sollen afrikanische Partnerländer zum Einstieg in den Hochlauf der globalen Wasserstoffwirtschaft befähigt werden. Die OTH hat zunächst das Ziel, verschiedene Szenarien für robuste Transformationspfade für die Energiesysteme Afrikas zu bestimmen und zu modellieren. Parallel dazu wird die Nachfrage an H2- und PtX-Produkten in Deutschland und der EU bestimmt. Letztendlich soll ein gekoppeltes Energiesystem entstehen, welches die EU und Afrika verknüpft. So sollen verschiedene Transportoptionen für die nachhaltigen Energieträger sowie verschiedene im Konsortium abgestimmte Szenarien durchgerechnet werden. Auf Basis dieser und weiterer Ergebnisse werden gemeinsam mit H2G Finanzinstrumente zum Ausbau von H2-Partnerschaften mit Afrika ausgestaltet. Die Doppelauktion von H2Global wird für die Regionen-Kombination Afrika-EU/Deutschland modelliert.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 31.12.2025

    Kooperationspartner: Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, Kassel (Deutschland)

    Fördersumme: 2.516.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Michael Sterner


  • Unsere bisherigen Forschungen zum PST im deaflympischen Sport (Gehörlosensport) machen deutlich, dass herkömmliche (sport-)psychologische Diagnostika mittels standardisierter Fragebögen und ausschließlich administriert in normaler Laut(schrift)sprache (d.h. die Nutzung des Original-Instruments in unveränderter Form) insgesamt fehlerhafte diagnostische Informationen liefern. Weiterhin ist zu konstatieren, dass stark hörbeeinträchtigte Athletinnen und Athleten zwar insgesamt relativ hoch beansprucht sind und Stress wahrnehmen (z.B. grundsätzlich durch permanentes Lippenablesen, Fixierung auf visuelle Reize plus die bekannten sportspezifischen Stressoren), demgegenüber aber keine Stressbewältigungs- und insbesondere Entspannungs- und Erholungstechniken (v.a. Standardverfahren wie Progressive Muskelrelaxation) systematisch erlernen und anwenden. Hier setzt das zu Forschungs-Folgeprojekt an. Es sollen die grundlegenden Resultate des abgeschlossenen BISp-Forschungsprojekts Psychological Skills Training (PST) im deaflympischen Spitzensport: Analyse und Optimierung sportpsychologischer Betreuungsarbeit bei hörgeschädigten Spitzenathleten (ZMVI4-070401/19-20) aufgegriffen und in Bezug auf eine optimierte Diagnostik und Intervention berücksichtigt werden. Aufgrund der herausragenden Bedeutung eines angemessenen Beanspruchungszustandes bzw. einer möglichst optimalen Belastungs-Erholungs-Bilanz für sportliche (Höchst-)Leistungen (Beckmann & Elbe, 2008; Kellmann, 2002; Kellmann et al., 2018) generell wie auch im Besonderen für deaflympische Spitzenathletinnen und Spitzenathleten der für diese Zielgruppe bisher fehlenden standardisierten Diagnostika fokussiert das Forschungsprojekt folgende Zielstellungen: Kultursensible (1) Übersetzung bzw. Adaptation und psychometrische Überprüfung des Erholungs-Belastungs-Fragebogens für Sportler (EBF-Sport; Kallus & Kellmann, 2016) in die Deutsche Gebärdensprache und (2) Entwicklung, Durchführung und Evaluation einer standardisierten PMR-Entspannung.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 30.06.2025

    Kooperationspartner: Deutscher Gehörlosen Sportverband e. V., Köln

    Fördersumme: 144.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)

    Projektleitung: Prof. Dr. phil. habil. Rainer Schliermann


  • Die Resilienz aller Stakeholder, auch der kritischen Infrastruktur soll gestärkt werden, zum einen von innen heraus zum anderen durch Unterstützungsleistungen wie Beratung, Training und Ausbildung. Die durchzuführenden SWOT-Analysen sollen aufzeigen, wo neue Herausforderungen entstehen, Verbesserungspotentiale bestehen und absolute Schwachstellen gesehen werden. Ziel ist es Firmen, Unternehmen und Bürger so zu informieren, anzuleiten sowie zu beraten, sodass die eigenständige Durchhaltfähigkeit erhöht wird. Im Landkreis werden zudem die Risiken der direkten und indirekten Auswirkungen in Zusammenarbeit mit Experten von vom Klimawandel bedingten Naturereignissen bestimmt werden. Schwerpunkt wird dabei die Gefährdung kritischer Infrastrukturen insbesondere durch Georisiken sein, die stets eine direkte, existentielle Bedrohung der Bevölkerung darstellt.

    Projektdauer: 01.12.2022 - 30.09.2025

    Kooperationspartner: Landkreis Oberallgäu, Sonthofen

    Fördersumme: 248.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

    Projektleitung: Prof. Dr. Markus Bresinsky


  • Im Zuge der Energiewende findet ein Übergang von wenigen Kraftwerken mit gleichmäßiger Energieerzeugung hin zu zahlreichen Kraftwerken mit variabler Energieerzeugung statt. Dieser Wandel stellt neue Herausforderungen an die Netzregulierung und -überwachung. Im Verbundvorhaben „TrafoMOF“ wird aus diesem Grund ein faseroptischer Gassensor auf Basis von Metal Organic Frameworks (kurz: MOFs) entwickelt. Zielanwendung für diesen Sensor ist die "Dissolved Gas Analysis" (kurz: DGA) in Isoliermedien von Hochspannungsanlagen. Die Alterung der Isoliermedien ist die Hauptursache für Ausfälle von Hochspannungsanlagen. Durch die Detektion von Zersetzungsprodukten der Isoliermedien kann eine Aussage über den Fortschritt der Alterung getroffen und damit die Betriebsfähigkeit der Hochspannungsanlage beurteilt werden. Im Fokus der Analysen stehen die Zersetzungsprodukte Methan, Ethan, Ethen, Ethin, Wasserstoff, Methanol, Kohlendioxid und die Stoffgruppe der Furane. Durch den Einsatz MOFs ist es möglich, sensorische Dünnschichten zu erzeugen, die hochgradig selektiv auf jeweils eines der zu analysierenden Zersetzungsprodukte ansprechen. Bei den MOFs handelt es sich um eine vielfältige Gruppe mikroporöser Stoffe, die andere Moleküle in ihre Mikroporen einlagern. Hierdurch ändern sich die Stoffeigenschaften der MOFs, was genutzt wird, um die Lichtführungseigenschaften von Glasfasern zu modulieren. Diese Sensortechnik erreicht einen neuen Stand der Technik im Feld der Sensorik für Hochspannungsanlagen. Durch die generierten Messergebnisse werden neue Möglichkeiten für Netzregulierung und -überwachung geschaffen.

    Projektdauer: 01.09.2022 - 31.08.2025

    Kooperationspartner: Messko GmbH, Oberursel (Taunus, Deutschland); prometho Gmbh, Bonefeld (Deutschland)

    Fördersumme: 547.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. Martin Kammler


  • Das Verbundprojekt ReduSys (Kontaktreduzierte Pflege im klinischen Umfeld durch multimodale Systeme und Robotik) hat sich zum Ziel gesetzt, die Patientenbetreuung und das pflegerische Arbeitsumfeld durch kontaktlose Vitalparametererfassung, digitale Pflegeassistenz und selektiv eingesetzte Robotik entscheidend zu verbessern. Es sollen unnötige Patient-Pflegepersonal-Kontakte (z.B. doppelte Laufwege, einfache Tätigkeiten) vermieden und gute Kontakte (z.B. anspruchsvolle Pflegetätigkeiten, persönliche Interaktionen) gefördert werden. Ziel des Verbundprojektes ist es, Technologien zu identifizieren und auf den Weg zu bringen, welche die klinische Regelversorgung entlastet und eine sichere Pflege in Ausnahmesituationen ermöglicht. Die angestrebten Innovationen für die verbesserte Patientenversorgung umfassen u.a. die Entwicklung des Medical Smart Beds „Medtress“, die automatische Trinkmengenerfassung „PROST“, den digitalen Pflegeassistenten „Flow“ und den unterstützenden Einsatz des humanoiden Pflegeroboters „Roboy“.

    Projektdauer: 01.08.2022 – 31.07.2025

    Kooperationspartner: Katholische Universität Eichstätt, Eichstätt; Schön Klinik Bad Aibling SE & Co. KG, Bad Aibling; Devanthro GmbH, Garching; Cliniserve GmbH, München

    Fördersumme: 364.500 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Linner


  • Aufgrund des täglichen Gebrauchs zahlreicher Medikamente und Kosmetika gelangen diese Substanzen über Ausscheidungen oder Entsorgung in den Wasserkreislauf. Die konventionellen Reinigungsstufen (eine mechanische und zwei biologische) in Kläranlagen zur Reinigung von öffentlichen und vornehmlich industriellen Abwässern können die Spurenstoffe daraus zumeist nicht ausreichend aus dem Wasser entfernen. Dennoch sind Lösungen für die 4. Reinigungsstufe aufgrund eines hohen Investitions- und Energiebedarfs bislang nicht weit verbreitet. Somit gelangen Spurenstoffe in die Umwelt - mit Folgen für die Fauna und ungewissen Folgen über unsere eigene Nahrungskette.

    Das Ziel dieses FuE-Projekts ist die Entwicklung einer solchen neuen 4. Reinigungsstufe zur Entfernung von persistenten, organischen Verbindungen und zur Desinfektion. Die Funktionsweise basiert auf dem kombinierten Verfahren von Chlor-Elektrolyse und Photokatalyse und zeichnet sich mit einer wesentlichen Effizienzsteigerung im Vergleich zu den bisherigen Verfahren Ozonung und Aktivkohlefilterung aus. Mit Hilfe einer Inline-Messzelle sollen die Spurenstoffe detektiert und deren Zersetzungsprozess in unschädliche Bestandteile überwacht werden. Der Anlagenbau erfolgt modular, sodass ein Einsatz bereits bei kleinen Kläranlagen wirtschaftlich ist.

    Projektdauer: 01.07.2022 – 30.04.2025

    Kooperationspartner: GNF e.V., Berlin; Atec Automatisierungstechnik GmbH, Neu-Ulm; Bräutigam GmbH, Oberndorf

    Fördersumme: 220.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. Martin Kammler


  • Das Projekt „EVEKT“ zielt darauf ab, Privatpersonen für eine erhöhte Partizipation an der Energiewende zu sensibilisieren und zu motivieren. Hierbei werden in einer sozialen Studie verschiedene Verbrauchergruppen differenziert und die Motivatoren der jeweiligen Gruppe identifiziert. Es wird auch die Akzeptanz der Verbraucher für verschiedene KI- und Automatisierungsszenarien ermittelt. Es sollen im Rahmen des Projekts KI-Algorithmen entwickelt werden, welche den Stromverbrauch genauer analysieren. So soll anhand der Smart-Meter-Daten eine Charakterisierung und Disaggregation verschiedener Haushaltslasten möglich sein. Anhand von Benchmarks soll ein positives Verbrauchsverhalten identifiziert werden und es sollen konkrete Hinweise zum Energiesparen gegeben werden. Zudem soll eine Web-App entwickelt werden, über welche dem Verbraucher die Verbrauchsdaten und Energiespartipps anschaulich dargestellt werden. In dieser App werden verschiedene Designs und in der Verbraucherstudie ermittelte Motivatoren umgesetzt.

    Es findet im Rahmen des Projekts ein Monitoring von drei Testhaushalten über einem Zeitraum von einem Dreivierteljahr statt, um die Algorithmen zu testen. Durch Testphasen und Nutzerfeedback werden sowohl der Algorithmus als auch die App iterativ verbessert. Über die gesamte Projektlaufzeit wird das Vorhaben rechtlich begleitet. Somit werden Belange des Datenschutzes sichergestellt und die rechtlichen Parameter für eine weitere Nutzung der Technologie erarbeitet. Ebenso findet eine Technikfolgenabschätzung des Disaggregationsalgorithmus sowie die Ermittlung datenbasierter Mehrwertdienste statt.

    Zum Projekt auf der Seite des IST (Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung) gelangen Sie hier.

    Projektdauer: 01.07.2022 – 30.06.2025

    Kooperationspartner: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm; Universität Regensburg; ENIANO GmbH (München)

    Fördersumme: 194.300 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. habil. Karsten Weber


  • Gesamtziel und zugleich Innovation des beantragten Vorhabens "SPlanRoB - Schalltechnische Planungsgrundlagen für Rohrleitungen und Befestigungselemente" ist eine methodenbasierte, durchgängige Beschreibung der schalltechnischen Vorgänge von der anregenden Quelle (Rohrleitungssystem), der Übertragung im Gebäude, bis zur Einwirkung bei den Empfängerinnen und Empfängern (Bewohnerinnen und Bewohnern). Zur Erreichung dieses Gesamtziels werden im beantragten Vorhaben für jeden Teilbereich herausragende Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zielgerichtet gebündelt und somit zu einer gesamtheitlichen multidisziplinären Kompetenz im Bereich Körperschall der Projektpartner aus Wissenschaft und Industrie ausgebaut. Der zugrundeliegende, methodische Ansatz bei der technischen Beschreibung der Übertragungskette besteht in der Trennung von (Körperschall-) Quelle und Gebäudeübertragung. Dieser Ansatz wurde in vorangegangenen Forschungsprojekten für akustisch gesehen einfache Quellen (z.B. Klimageräte) auf wissenschaftlicher und ingenieurmäßiger Ebene bereits erfolgreich validiert.

    Wasserführende Rohrleitungssysteme sind durch die geometrischen Verhältnisse, die Ankopplung an mehrere Bauteile und die veränderlichen „Betriebsbedingungen" (zeitliche Variation der Durchflussmenge, Vielzahl möglicher Rohre und Befestigungsvarianten etc.) komplexe Körperschallquellen, deren physikalische Beschreibung ungleich schwieriger und aufwändiger ist. Insbesondere der Einfluss von Befestigungselementen und deren Potential zur Körperschall-Entkopplung wurde bislang nur unzureichend untersucht. Auch bezüglich der Einwirkung des entstehenden Lärms auf Bewohner fehlen wirkungsbezogene Prognosemodelle für Geräuschquellen wie Rohrleitungssysteme und gebäudetechnische Anlagen. Die für die gesamte Bauakustik wichtige Frage nach einer geeigneten Bewertungsgröße soll im beantragten Vorhaben erstmals am Beispiel von wasserführenden Rohrleitungssystemen beantwortet werden.

    Das BMBF fördert SPlanRoB über das Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“, kurz „FH-Kooperativ“. Einen Bericht über die feierliche Vorstellung dieses Projekts zusammen mit zwei weiteren FH-Kooperativ-Vorhaben lesen Sie online.

    Projektdauer: 01.03.2022 – 28.02.2026

    Kooperationspartner: Hochschule für Technik Stuttgart; Technische Universität Berlin; Fischerwerke GmbH & Co. KG (Waldachtal)

    Fördersumme: 200.100 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Höller


  • Das Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Mitteln der Echtzeit-Verarbeitung in Produktion und Intralogistik in modernen Matrix-Fertigungsanlagen unter Verwendung neuartiger, hybrider, quanten-klassischer Algorithmen, welche an maßgefertigte mittelfristige NISQ-Hardware angepasst sind. Der Ansatz basiert auf einer konzeptionellen Hardware-Software-Co-Design-Methodik, die gleichzeitig maßgefertigte Algorithmen auf simulierter maßgefertigter Hardware berücksichtigt. Hervorgehoben wird die ganzheitliche Integration zukünftiger Quantum Processing Units (QPUs) in existierende „brown field“-Szenarien sowie die Erweiterung von Methoden und Programmcodes der Fabrikautomation. Im Gegensatz zu vielen Forschungsbemühungen ist keine Anpassung der Algorithmen an die Grenzen bestehender QPUs geplant, sondern eine gemeinsame Verfeinerung der Algorithmus- und Hardwareeigenschaften mit Hilfe der klassischen Hochleistungssimulation von QPUs. Im Projekt werden prinzipielle und praktische physikalische Grenzen in die Überlegungen einbezogen, um sicherzustellen, dass die gewünschten QPUs von Hardware-Herstellern mittelfristig gebaut werden können und Einsatz in realistischen Anwendungsszenarien und Produktionsanlagen finden.

    Projektdauer: 01.01.2022 – 31.12.2024

    Kooperationspartner: Siemens AG, München; science + computing AG – Tochter von Atos, Tübingen; OptWare GmbH, Regensburg; Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen; BMW AG, München

    Fördersumme: 2.6 Mio. Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Mauerer


  • Das Potential des Einsatzes von KI in der Lehre wird derzeit bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Anknüpfend daran wurde die Idee des Projekts „Hochschullehre: Adaptiv, selbstgesteuert, KI-gestützt“ (kurz HASKI) entwickelt. Das Gesamtkonzept von HASKI besteht aus drei Komponenten: Dem Lernraum, dem Learning Management System (LMS) und dem HASKI-System, einer Software, die mittels KI-Methoden Lernende unterstützt, adaptiv und selbstbestimmt ihre Lernziele zu erreichen. Das HASKI-System ist geplant als eine Software-Komponente, die Lernpfade und Bewertungen von Lernergebnissen mittels KI-Methoden erstellt und ein LMS automatisch konfiguriert. Dazu verwendet es ein Lernenden-Modell, ein Tutorielles Modell und ein Domänen-Modell, die im Rahmen des Projekts erstellt und erweitert werden. Das HASKI-System kommuniziert mit dem LMS, um Feedback direkt an die Lernenden zu geben. Weiterhin kann HASKI die Lernpfade des LMS an die Bedürfnisse der Lernenden anpassen. Durch den adaptiven und selbstgesteuerten Ansatz werden die Lernenden in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt. Das Gesamtkonzept von HASKI sieht dessen Einsatz im Rahmen einer Blended-Learning-Umgebung vor. Dazu berichtet das HASKI-System den Lehrenden von den Aktionen und Ergebnissen der Lernenden, so dass die Lehrenden Lernräume konzipieren können. In diesen Lernräumen können Lehrende und Lernende kollaborativ Lösungsstrategien für Aufgaben des Fachgebiets erarbeiten. Weiterhin kann in den Lernräumen auf Schwierigkeiten der Studierenden individuell eingegangen werden. Das interdisziplinäre Team der Antragstellerinnen und Antragsteller mit pädagogischer, didaktischer und technischer Expertise hat sich zum Ziel gesetzt, HASKI basierend auf aktuellen Forschungserkenntnissen zu entwickeln, in verschiedenen Kontexten in den Hochschulen zu integrieren und allen Hochschullehrenden fach- und institutsübergreifend zur Verfügung zu stellen.

    Den Bericht zum Projektstart lesen Sie hier.

    Projektdauer: 01.12.2021 – 30.11.2025

    Kooperationspartner: Technische Hochschule Aschaffenburg; Hochschule Kempten 

    Fördersumme: 4 Mio. Euro (gesamt); OTH Regensburg: 1.6 Mio. Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok


  • Innerhalb des Projekts ORBIT II bearbeiten Prof. Sterner und seine Mitarbeitenden folgendes Teilvorhaben: Erweiterung und Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors und Betrieb mit verschiedenen Industriegasen.

    Ziel des Vorhabens ist die Erweiterung eines Rieselbett-Bioreaktors (ORBIT-Demo) für die biologische Methanisierung mit Archaeen um Elektrolyseur, Gasaufbereitung und Gasspeicherung inkl. notwendiger Peripherie. Ein PEM-Elektrolyseur wird hierfür speziell angepasst und umfangreich untersucht. Für den Einsatz im Bioreaktor werden neue Füllkörper auf Basis von Glas entwickelt, hergestellt und untersucht. Parallel zu den Untersuchungen in ORBIT-Demo wird ein Zwilling im 5 L-Maßstab aufgebaut, an dem weitere Untersuchungen stattfinden. Die Gesamtanlage ORBIT-Demo wird mit verschiedenen Bio- oder Abgasen aus Industrieprozessen als CO2-Quelle betrieben. Es werden methanogene Kulturen identifiziert, die für die verschiedenen Gase geeignet sind und hohe Umsatzraten erzielen. Abschließend wird die Anlage als Feldtest am Klärwerk in Pfaffenhofen a. d. Ilm integriert und dort betrieben.

    Es werden potentielle Standorte für PtG-Anlagen mit biologischer Methanisierung in Deutschland identifiziert und anhand verschiedener Gütekriterien bewertet. Basierend auf den Ergebnissen in ORBIT-Twin und ORBIT-Demo wird ein Upscale der Anlage (ORBIT-Industry) geplant und für eine der identifizierten Industriebranchen ausgelegt. Das Vorhaben ist eine direkte Fortführung des BMWi-geförderten Projekts „ORBIT“ („Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors für die dynamische mikrobielle Biosynthese von Methan mit Archaeen in Power-to-Gas Anlagen“). Die Systemintegration und Kostensenkung von Power-to-Gas Anlagen sowie die Nutzung von biogenen Abfallstoffen (Abgasen) als Eduktgase für die Methanisierung werden als übergeordnete Ziele vom interdisziplinären Konsortium verfolgt.

    Zur Pressemitteilung zu ORBIT II gelangen Sie hier und zu dem Vorgängerprojekt kommen Sie hier.

    Projektdauer: 01.12.2021 – 30.11.2024

    Projektpartner: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen; Universität Regensburg, Regensburg; SCHOTT AG, Landshut; Ostermeier H2ydrogen Solutions GmbH, Schweitenkirchen

    Assoziierte Partner: Bürger-Energie-Genossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen eG, Pfaffenhofen a. d. Ilm; Electrochaea GmbH, Planegg; microbEnergy GmbH, Schwandorf; MicroPyros GmbH, Straubing, Kommunalunternehmen Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm, Pfaffenhofen a. d. Ilm

    Fördersumme: 871.800 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr. Michael Sterner


  • Um die Partizipation von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen am Erwerbsleben nachhaltig zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ ins Leben gerufen. In diesem Rahmen verfolgt das Projekt PUNKTGENAU der Jobcenter Stadt und Landkreis Regensburg zwei Ziele:

    Zum einen sollen mithilfe des lebensweltbezogenen Fallmanagements Personen in Langzeitarbeitslosigkeit mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen ganzheitlich betreut werden, wobei weniger die Vermittlung in Arbeit, als vielmehr die Beseitigung lebensweltlicher Vermittlungshemmnisse im Vordergrund steht. Die Zielgruppe soll in die Lage versetzt werden, selbstbestimmt ihre berufliche Zukunft zu gestalten (Empowerment), um langfristig am Erwerbsleben (weiter) partizipieren zu können.

    Als zweites Ziel ist eine rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit zu etablieren, die Entscheidungswege verkürzen und Zuständigkeiten klar definieren soll. Der innovative Ansatz von PUNKTGENAU ist der Blick auf die Lebenswelt der Personen in Langzeitarbeitslosigkeit, welche in der regulären Jobcenter-Arbeit nicht ausreichend Berücksichtigung findet.

    Die Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes übernimmt die OTH Regensburg. Neben explorativer Forschung und Evaluation der Projektfortschritte, übernimmt das Forschungsteam auch Aufgaben der Qualitätssicherung und leistet Unterstützung bei der Konzeptentwicklung.

    Hier geht es zur Webseite des Projektes PUNKTGENAU.

    Projektdauer: 01.11.2021 - 31.10.2026

    Kooperationspartner: Jobcenter Stadt und Landkreis Regensburg, Regensburg; Bezirk Oberpfalz, Regensburg

    Fördersumme: 369.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

    Projektleitung: Prof. Dr. Nicolas Schöpf


  • Das Projekt ReduCO2 macht das Recycling des klimaschädlichen Verbrennungsgases CO2 in flüssigen Treibstoff wie Ethanol wirtschaftlich möglich.

    Die chemische Bindung des CO2 zu Ethanol erfolgt durch Elektrolyse an einem Katalysator. Die wirtschaftliche und effiziente Umsetzung wird durch den Einsatz mikro- und nanotechnologischer Strukturierungsmethoden und neuer Graphitstrukturen gelingen. Gleichzeitig entsteht ein dringend benötigter dauerhafter Speicher für zeitweilig überschüssige Solar- oder Windenergie in Form von lagerbarem Brennstoff. Der neue komplex zusammengesetzte Katalysator integriert in einer neuentwickelten Elektrolysezelle bietet eine hohe Ausbeute mit hoher Energieeffizienz und unterdrückt die Bildung unerwünschter Produkte.

    Um dies zu erforschen und zu optimieren, hat sich ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk, bestehend aus der OTH Regensburg, der TH Deggendorf, der Universität zu Kiel und den Firmen ESy-Labs und Infineon AG gebildet. Dafür wirken die Kompetenzen in den Bereichen Mikro-, Nanotechnologie und Mikrofluidik (Prof. Dr. A. Lechner und Prof. Dr. M. Kammler, OTH Regensburg/Kompetenzzentrum Nanochem; Prof. R. Förg, TH Deggendorf), Partikuläre Nanotechnologie (Prof. Dr. Faupel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), chemische Elektrosynthese (Firma ESy-Labs) und Graphittechnologie (Infineon AG, centrotherm AG) zusammen. Der ökonomische und ökologische Nutzen der Ergebnisse wird von Experten verfolgt (Prof. Dr. M. Sterner, OTH Regensburg). Die Firmen ESy-Labs,  Infineon AG und centrotherm AG werden die Ergebnisse verwerten und gemäß den Anforderungen des Marktes in die Produktion überführen.

    Am Ende wird in einem Demonstrator die Umsetzbarkeit für den industriellen Einsatz im Großmaßstab gezeigt.  So soll es bald Realität werden, dass aus Brennstoffen nach Verbrennung klimaneutral erneut Brennstoffe gewonnen werden, und überschüssige grüne Energie endlich ihre Speicherform findet, im Sinne eines ökologischen Kreislaufs.

    Das BMBF fördert ReduCO2 über das Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“, kurz "FH-Kooperativ". Einen Bericht über die feierliche Vorstellung dieses Projekts zusammen mit zwei weiteren FH-Kooperativ-Vorhaben lesen Sie online.

    Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2024

    Kooperationspartner: Technische Hochschule Deggendorf; Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; centrotherm International AG, Blaubeuren; ESy-Labs GmbH, Regensburg; Infineon Technologies AG, Regensburg

    Fördersumme: 494.600 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Projektbeteiligte: Prof. em. Dr. Alfred Lechner (Projektinitiator und erster Projektleiter); Prof. Dr. Martin Kammler (Projektleiter); Prof. Dr. Corinna Kaulen (Co-Projektleiterin); Prof. Dr. Michael Sterner


  • Ziel von NEOVAK ist es, mit Hilfe eines einzigen miniaturisierten thermischen Sensorelements den gesamten technischen Vakuumbereich vom 10-6 mbar bis Atmosphärendruck messtechnisch zu erfassen. Dabei soll auch im Hochvakuum die Messwerterfassung im ms-Bereich erfolgen und gleichzeitig eine hohe Reproduzierbarkeit, Stabilität und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen (z.B. Temperatur) gewährleistet sein. Bislang müssen thermische Vakuumsensoren („Pirani“-Sensoren) gemeinsam mit weiteren Sensoren zu einem Sensorsystem kombiniert werden, um den gesamten Messbereich erfassen zu können. Für den Hochvakuumbereich werden dafür Ionisationssensoren verwendet. Diese Messmethode, die auf dem Prinzip der Ionisation des Restgases über freie Elektronen und der anschließenden Messung des Ionenstromes basiert, ist sehr präzise und die gebräuchlichste Methode zur Messung im Ultrahochvakuum. Diese hohe Präzision und der damit verbundene (finanzielle) Aufwand wären aber für viele Anwendungsfälle im Bereich von Atmosphärendruck bis 10-6 mbar eigentlich gar nicht erforderlich. Allerdings steht bislang kein geeignetes thermisches Sensorelement zur Verfügung, mit dem der gesamte Messbereich erfasst werden könnte. Zur Lösung des Problems, sollen geeignete miniaturisierte Sensorelemente realisiert und mit dynamischen Messverfahren (z.B. Impuls-Rampen und 3ω-Methode) kombiniert werden. Gegenüber alternativen Lösungsansätzen, kann mit unserem Ansatz der technische Aufwand deutlich reduziert werden, da statt zwei Sensorelementen nur noch eines erforderlich ist und thermische Sensoren im Vergleich zu Ionisationssensoren einfacher aufgebaut und preisgünstiger sind. Diese Technologie ermöglicht zudem eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten, wie die Realisierung neuartiger thermischer Gas- und Inertialsensoren, welche trotz einfacher und kompakter Bauform hohe Sensitivitäten bei gleichzeitig kurzen Ansprechzeiten aufweisen.

    Das BMBF fördert NEOVAK über das Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“, kurz "FH-Kooperativ". Einen Bericht über die feierliche Vorstellung dieses Projekts zusammen mit zwei weiteren FH-Kooperativ-Vorhaben lesen Sie online.

    Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2025

    Kooperationspartner: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Thyracont Vacuum Instruments GmbH (Passau)

    Fördersumme: 418.700 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Rupert Schreiner


  • Das Projekt basiert auf den vorläufigen Ergebnissen der vorhergehenden Förderperiode 2018-2021. Sein Hauptziel ist es, nachgiebige magnetoelektrische (ME) Schichtstrukturen zu entwerfen, herzustellen und zu charakterisieren, welche ein magnetoaktives Elastomer (MAE) als magnetostriktive Phase und ein flexibles Polymer als piezoelektrische Phase umfassen. Das piezoelektrische Polymer wird entweder ein handelsübliches Polyvinylidenfluorid oder ein mikrostrukturiertes ferroelektrisches Material auf Polydimethylsiloxan-Basis sein. Der direkte ME-Effekt in solchen Verbundwerkstoffen ist auf eine durch die mechanische Belastung entstehende Kopplung („strain-mediated coupling“) zwischen Magnetostriktion und Piezoelektrizität in konstitutiven Materialien zurückzuführen. In diesem Zusammenhang sind experimentelle Untersuchungen zur Deformation von MAE-Körpern in homogenen Magnetfeldern von besonderer Bedeutung.

    Während der derzeitigen Förderung wurde außerdem die große Wiedemann-Verdrehung einer MAE-Röhre entdeckt. Dieser Effekt soll nun weiter erforscht werden.

    Mögliche Anwendungen der erhaltenen Ergebnisse sind magnetisch gesteuerte Linear- und Torsionsaktuatoren, Magnetfeldsensoren, „Energy Harvesting“-Geräte usw.

    Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2024

    Kooperationspartner: Prof. Dr. Irena Drevenšek Olenik, Institut „Jožef Stefan“, Ljubljana, Slowenien; Assoc. Prof. Dr. Leonid Y. Fetisov, MIREA - Russian Technological University, Moskau, Russland; Prof. Dr. Joachim Wollschläger, Universität Osnabrück

    Fördersumme: 188.650 Euro

    Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Projektleitung: Prof. Dr. Mikhail Chamonine


  • Ziel dieses neuen Projekts (vollständiger Titel: Fatale hämostatische Komplikationen in künstlichen Lungen: Vom Verstehen zum Verhindern – Verstehen des Scherkraft-induzierten Gerinnungsmechanismus für das Verhindern von Thrombose") im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms "Auf dem Weg zur implantierbaren Lunge" ist es, ein besseres Verständnis der Gerinnungsmechanismen in artifiziellen Lungen zu generieren. Die Analyse von Gerinnselkomponenten zusammen mit der entsprechenden lokalen Strömungsdynamik ist ein vielversprechender Ansatz zur Identifizierung der relevanten Gerinnungsmechanismen in artifiziellen Lungen. Die geplanten Experimente zu neutrophilen extrazellulären Netzen, die Interaktion von Thrombozyten mit Neutrophilen und die lokale Strömungssimulation innerhalb der artifiziellen Lungen können das Verständnis der Gerinnselbildung bei Membranlungen fördern und neue Erkenntnisse generieren, die als Leitfaden für das Design und die Entwicklung von weniger thrombogenen artifiziellen Lungen der nächsten Generation für den Langzeitgebrauch dienen können.

    Projektdauer: 01.09.2021 – 31.08.2024

    Kooperationspartner: Universitätsklinikum Regensburg (Prof. Dr. Karla Lehle und  Privatdozent Dr. Thomas Müller)

    Fördersumme: 323.000 Euro

    Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Projektleitung:  Prof. Dr. Lars Krenkel


  • Neben Tröpfchen- und Schmierinfektion ist der nach derzeitiger Kenntnis effektivste Übertragungsweg des SARS-CoV-2 der Aerosoltransport. Diese Formen der Übertragung führen leicht zu sogenannten Superspreading-Ereignissen. Vor allem in der Anfangsphase von Pandemien, wenn keine wirksamen Impfstoffe verfügbar und wenig Immunität in der Bevölkerung vorhanden ist, sind strenge Hygieneregeln, wie das Tragen von Masken, Abstandhalten, häufiges Reinigen und Desinfizieren von Händen und Oberflächen sowie ausreichendes Lüften von Räumen, einzig wirksame Maßnahmen gegen eine Virenausbreitung. Da der Erfolg solcher Maßnahmen stark vom Faktor Mensch abhängt, ist eine der wesentlichen Erkenntnisse aus dem bisherigen Pandemieverlauf die, dass es dringend notwendig ist, wirksame, sichere und bezahlbare Technologien zur Verhinderung der Virenausbreitung zu entwickeln. Damit können drastische Maßnahmen, wie öffentliche Schließungen und Quarantäne, verhindert oder wenigstens gemindert werden. Dies gilt nicht nur für die aktuelle, sondern auch für zukünftige Pandemien dieser Art.

    Das Vorhaben CORAERO der Helmholtz-Gemeinschaft zielt darauf ab, umfassende interdisziplinäre Beiträge zu leisten, um zum einen die Ausbreitung von Atemwegsviren, die sich hauptsächlich durch Aerosole, aber auch durch Tröpfchen und Fomiten ausbreiten, besser zu verstehen und zum anderen technische und administrative Maßnahmen zur Minderung und Viruskontrolle zu entwickeln. Wir planen Forschung und Technologietransfer für neuartige Technologien, die SARS-CoV-2 und andere Viren in der Luft und auf Oberflächen entfernen und inaktivieren. Daher arbeiten in CORAERO Wissenschaftler aus den Bereichen Virusbiologie, Medizin, angewandte Physik, Chemie, Materialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Sozialwissenschaften zusammen, erarbeiten neue Erkenntnisse über die Virusverbreitung und entwickeln neuartige Inaktivierungstechnologien, die für Schulen, Fabriken, Personenverkehrssysteme und öffentliche Orte wichtig sind.

    Prof. Dr. Lars Krenkel, der vonseiten der OTH Regensburg am Projekt beteiligt ist, ist wissenschaftlicher Leiter des Regensburg Center of Biomedical Engineering. Aus dem Antragstext: "He has expertise in experimental and numerical bio-medical fluid mechanics on macro- and microfluidic length scales with strong focus on respiratory flows and artificial lungs. The working group runs a well-equipped BSL2 Lab and a close cooperation with the microsystem technology department of the OTH enables for the application of microsystem scale approaches within the proposed project."

    Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

    Projektdauer: 01.07.2021 – 31.12.2025

    Helmholtz-Center: Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU), Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

    Projektpartner: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI), Technische Universität München (TUM), Universitätsklinikum Augsburg (UKA), OTH Regensburg (OTH.R)

    Fördersumme: 5,99 Mio. Euro (gesamt); OTH Regensburg: 240.000 Euro

    Fördermittelgeber: Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.; Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Teilprojektleitung:  Prof. Dr. Lars Krenkel


  • Das Projekt "ZAP.OTHR - Zukunft Akademisches Personal" der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) verfolgt das Ziel, die Gewinnung und Bindung von exzellenten Professorinnen und Professoren für die Hochschule sicherzustellen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Leistungsfähigkeit und Qualität der Lehre und Forschung an der OTH Regensburg. Das Gesamtprojekt besteht aus mehreren Teilprojekten, die auf den Säulen „Wahrnehmung als Arbeitgeber“ sowie „Rekrutierung und Qualifizierung“ aufbauen und an verschiedenen relevanten Schnittstellen im Karriereweg zur Professur ansetzen.

    Um die Wahrnehmung der OTH Regensburg als attraktiven Arbeitgeber zu steigern, wird eine zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategie entwickelt und begleitend dazu eine Evaluation von Karrierewegen im Hinblick auf die Fachhochschulprofessur durchgeführt. Zudem soll mit der Ausschreibung von Forschungsprofessuren eine neue Zielgruppe erschlossen werden.

    Im Bereich der Rekrutierung werden geeignete Kandidatinnen und Kandidaten gezielt gesucht und eine Vernetzungsplattform mit Personen in der Industrie aufgebaut. Außerdem wird die Förderung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses vorangetrieben. Im Bereich Qualifizierung wird als Ergänzung zum fakultätsinternen Onboarding ein hochschulweites Onboarding etabliert, um neue Professorinnen und Professoren fakultätsübergreifend an der OTH Regensburg zu integrieren und Möglichkeiten zum Netzwerken zu bieten. Für etablierte Professorinnen und Profesoren werden Profilprofessuren geschaffen, um eine Schärfung des eigenen Profils zu ermöglichen. Ergänzend wird ein fakultätsübergreifendes Angebot der Weiterentwicklung aufgebaut.

    Für die Umsetzung unterstützend wirkt dabei die Verankerung des Themas Personalentwicklung als strategisches Querschnittsthema für die gesamte Hochschule sowie die Verabschiedung von strategischen Zielen in der erweiterten Hochschulleitung. Damit ist das Thema eng mit dem Hochschulentwicklungsprozess verzahnt.

    Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

    Projektdauer: 01.07.2021 – 30.06.2027

    Fördersumme: 4.03 Mio. Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Dr. Carina Braun 


  • Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg ist eine der größten und forschungsstärksten angewandten Technischen Hochschulen Deutschlands und eröffnet dadurch in vielen Gebieten ein außergewöhnlich hohes Gründungspotential. Zugleich bleibt die Gründungsunterstützung an den HAW (Hochschulen für angewandte Wissenschaften) noch deutlich hinter den Angeboten an den Universitäten zurück, und dies obwohl die Anwendungsnähe ein durchaus beachtliches Gründungspotential verspricht. Gerade an der OTH Regensburg ist das Thema „Gründung“ ein zentraler Profilbaustein und der „Gründungsradar“ bewertet unter anderem die Gründungssensibilisierung und die Gründungslehre an der Hochschule sehr positiv. Er zeigt aber auch Lücken und Schwächen auf. Letzteres wird durch zwei komplementäre, aber unabhängig voneinander funktionsfähige Projekte adressiert, und zwar in „O/HUB“ (Link) aus der BMWi-Richtlinie „EXIST Potentiale“ (Schwerpunkt Verbesserung des Beratungs- und Begleitungsprogramms, der Gründungssensibilisierung und der generellen Gründungslehre) einerseits und andererseits mit dem vorliegenden Projekt in der BMBF-Richtlinie StartupLab@FH.

    Schwerpunkt des OTH Startup-Labs ist die Errichtung und der Betrieb eines Startup-Labs im Sinne eines Makerspaces mit kreativer und iterativer Ideengenerierung, Frühphasenförderung und Acceleration. Ferner soll das Lab die Möglichkeit bieten, Ideen in Artefakte zu konkretisieren, beispielsweise durch die Erstellung von Prototypen oder Designstudien, Projekte bis hin zu Vertriebsmustern fachkundig zu begleiten, eine hochschulweite, interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Maker-Kultur zu entwickeln, spezifische Lehrangebote und Sensibilisierungsmaßnahmen zu etablieren und Unterstützungsangebote für sich konkretisierende Gründungsideen bereitzustellen.

    Einen Bericht zum Startschuss des Projekts lesen Sie hier.

    Projektdauer: 01.07.2021 – 30.06.2025

    Kooperationspartner: -

    Fördersumme: 1.79 Mio. Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Projektleitung:  Prof. Dr. Patrick Saßmannshausen, Prof. Dr. Markus Heckner, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann


  • Das Projekt "StaR@OTH - Stack Revolution" verfolgt im Rahmen des Verbundvorhabens H2Giga die Reduktion der Herstellungskosten für alkalische Elektrolyseure auf einen Wert deutlich unter den aktuellen Marktprognosen für 2030 durch die Entwicklung eines produktionsoptimierten Stackdesigns sowie die Entwicklung und Validierung von darauf abgestimmten Produktionskonzepten im GigaWatt (GW)-Maßstab.

    Das Gesamtprojekt H2Giga entstand aus dem Ideenwettbewerb "Wasserstoffrepublik Deutschland" und wird aus dem "Energie- und Klimafonds" des BMBF finanziert. Übergeordnetes Ziel der H2Giga-Plattform ist die Schaffung von Grundlagen für eine automatisierte Serienfertigung von Wasserelektrolyseuren für Anlagen bis in den Gigawatt-Bereich in Deutschland. Damit soll deutschen Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, führende Anbieter von grünem Wasserstoff für die Industrie und den Transportsektor zu werden. Dabei stellt die automatisierte Serienfertigung einen wichtigen Schritt dar, um höhere Kapazitäten bei verringerten Installationskosten pro Einheit zu realisieren.

    Im Teilprojekt StaR@OTH wird von Anfang an ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden, bei dem die folgenden Entwicklungsschritte innerhalb des Vorhabens betrachtet werden:

    • Produktionsoptimierte Stackentwicklung durch Nutzung bekannter Fertigungsmethoden anderer Industrien,
    • Reduktion der Materialkosten durch Minimierung des Einsatzmaterials,
    • Verringerung der Produktionskosten (insbesondere durch Minimierung der manuellen Produktion sowie Aufbau eines skalierbaren Produktions- und Logistikkonzeptes – abgesichert durch den digitalen Zwilling der Produktion),
    • Aufbau einer skalierbaren Supply Chain (SC) und Analyse der SC-Risiken,
    • Entwicklung eines Konzepts zur Implementierung von zirkulären Wertschöpfungsketten im Lebenszyklus von Elektrolyseuren,
    • Aufbau eines Digital Twin der gesamten Produktion vom Elektrolyseur über die Fabrik sowie kritischer Teile der Supply Chain zur Validierung des Herstellungs-Ramp-up auf GW-Maßstab.

    Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

    Projektdauer: 01.04.2021 – 31.03.2025

    Kooperationspartner: WEW GmbH, Dortmund; Technische Universität Clausthal; Hochschule Rhein-Waal, Kleve; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH), Aachen

    Fördersumme: 1.25 Mio. Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Projektleitung: Prof. Stefan Galka

     


  • Um vorhandene Potentiale zu heben und neue zu erschließen, etabliert der O/HUB eine verbundweit ganzheitliche und in ihren Prozessen einheitliche Gründungsförderung in sechs Schritten:

    1. Es wurden gemeinsame Potentialbereiche hochschulübergreifend definiert. Ein Gründungsscouting, das sich an den Potentialbereichen orientiert, entwickelt systematisch die jeweiligen Gründungspotentiale.
    2. Die Gründungssensibilisierung findet spezifisch für die Potentialbereiche statt. Dabei werden Alumni und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezogen. Es werden dazu sowohl im Verbund erfolgreich erprobte, als auch an anderen Hochschulen bewährte, Veranstaltungen durchgeführt.
    3. Die bereits umfassenden Angebote der Gründungslehre werden um spezifische Bausteine für die definierten Potentialbereiche erweitert und im Verbund koordiniert.
    4. Die bisherige, völlig ausgelastete Gründungsberatung des OTH start-up centers wird dem Umfang nach auf die erforderliche Größe ausgeweitet und vor allem in Prozess und Inhalt grundlegend neugestaltet. Zukünftig wird es eine dynamische Gründungsbegleitung statt der bisherigen, klassischen Gründungsberatung geben.
    5. Im Verbund mit der OTH Amberg-Weiden und der Universität Regensburg wird das sehr gute Entrepreneurial Ecosystem in der Oberpfalz weiter genutzt und intensiviert.
    6. Eine zusätzliche Ausrichtung auf internationale Aspekte bei einzelnen Gründungen hilft beim Skalieren.

    Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier und hier.

    Komplementär zum Verbundvorhaben O/HUB ist an der Hochschule das OTH Startup-Lab (Link) gegründet worden.

    Projektdauer: 01.05.2020 – 30.04.2024

    Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, Universität Regensburg

    Fördersumme: 740.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

    Projektleitung:Prof. Dr. Patrick Saßmannshausen


Projekte mit Landesförderung

  • Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Jürgen Mottok betätigt sich mit zwei zentralen Themen im hinsichtlich des Einsatzes von Eye­ Tracking im Empirical Software Engineering: (A)(A)  Didaktische Aspekte: Dem LaS3 steht ein eigens eingerichteter und vom BMBF geförderter Eye-Tracking-Classroom zur Verfügung welcher kooperativ mit der Universität Regensburg betrieben wird und sowohl als Labor, aber auch als Kursraum genutzt werden kann. Hinsichtlich der didaktischen Nutzung bietet das LaS3 verschiedene Möglichkeiten an, in denen Studierende den Umgang mit modernen Eye-Tracking-Systemen erlernen können. Das bestehende Kursangebot adressiert Studierende aus verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen. Ebenso kann der Classroom auch für Datenerhebungen im Rahmen von Projekt­ und Abschlussarbeiten genutzt werden. Ergänzend dazu wird die Hardware des Classrooms für die Erstellung von neuartigen Lernelementen genutzt (z.B. Eye Movement Modeling Examples). Diese stoßen auf reges Interesse und sind Teil des Wissensaustausches mit den amerikanischen und kanadischen Kolleginnen und Kollegen. (B) Forschung: Das LaS3 betätig sich mit Eye-Tracking in allen verschiedenen Bereichen des Software Engineerings. Es kann auf Publikationen zu Code Reviews, UML und Requirements Engineering zurückblicken. Ebenso spielen die Nutzung des Eye-Tracking Classrooms und dessen technische Möglichkeiten in der Forschung des LaS3 eine zentrale Rolle. Dieser wird für simultane Datenerhebungen genutzt. Weiterhin konnte sich das LaS3 in den letzten Jahren hinsichtlich des Themas Eye-Tracking im Software Engineering und ergänzender interdisziplinärer Schnittmengen erfolgreich vernetzen und weltweit Kontakte zu verschiedenen Forscherinnen und Forschern knüpfen. Zu diesem Netzwerk zählen beispielsweise Theresa Busjahn, Roman Bednarik und Halszka Jarodzka. In verschiedenen Kooperationen werden neue Studien- und Forschungsideen ausgearbeitet und realisiert.

    Projektdauer: 15.07.2024 – 22.07.2024

    Kooperationspartner: Prof. Dr. Sharif, University of Nebraska, Lincoln, Vereinigte Staaten

    Fördersumme: 8.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsallianz GmbH

    Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok


  • In diesem Projekt geht es um Initiierung einer Zusammenarbeit in dem Forschungsfeld von s.g. magnetoaktiven Elastomeren (MAE). Die komplementären Kompetenzen der beiden Kooperationspartner auf einem gemeinsamen wissenschaftlichen Interessengebiet, sowie die Anbindung an ein aktives europäisches Netzwerk, bieten die besten Voraussetzungen dieses Anbahnungsprojekt zu einer langfristigen Partnerschaft mit kontinuierlicher Zusammenarbeit in nationalen und europäischen Forschungsprojekten weiterzuentwickeln.

    Projektdauer: 01.03.2024 – 31.08.2024

    Kooperationspartner: Prof. Dr. Sedlačík, Tomáš-Bata-Universität (TBU) Zlín, Tschechien

    Fördersumme: 1.500 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsallianz GmbH

    Projektleitung: Prof. Dr. Mikhail Chamonine


  • Das Bauwesen nutzt KI-Algorithmen derzeit in überwiegender Form für Vorwärtsprädiktionen oder zum Data Mining und vernachlässigt dabei die Einbindung von Bemessungskonzepten und Herstellungsprozessen. Für sicherheitskritische Bauwerke wie Brücken fehlen generative und kollaborative KI Ansätze, obschon großes Potential aufgrund deren parametrischer Natur vorliegt. Dieses Projekt entwickelt Software für den computergestützten Entwurf von Brücken und verfolgt vier Hauptziele: (a) Überwindung aktueller Defizite durch Ableitung agnostischer Entwurfsmethode unter Verwendung domäneninformierter generativer künstlicher Intelligenz (KI) um deren Weiterentwicklung für den Brückenentwurf bzw. deren Optimierung; (b) Entwicklung und Implementierung eines kollaborativen Softwarewerkzeugs "KIBIP" mit einem generischen Ansatz anhand von Fallstudien, (c) numerische Untersuchungen zur Brauchbarkeit und Akzeptanz des Tools und (d) die wirtschaftliche Verwertung in der ingenieurwissenschaftlichen Praxis.

    Projektdauer: 01.01.2024 – 31.12.2025

    Fördersumme: 158.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    Projektleitung: Prof. Dr. Mathias Obergrießer


  • Rechtsextremismus wurde als bedrohliches gesellschaftliches Phänomen jahrzehntelang wenig beachtet, wird aber derzeit auf gesellschaftlicher, politischer und sicherheitsbehördlicher Ebene verstärkt wahrgenommen. Auch der wissenschaftliche Diskurs und die Forschungsaktivitäten nehmen mittlerweile zwar zu und differenzieren sich aus, es lässt sich jedoch noch erheblicher Nachholbedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen feststellen. Diese sind notwendig und können mit dazu beitragen, fundierte gesellschaftliche und politische Gegenstrategien zu entwickeln. Daran setzt der hier skizzierte Forschungsverbund an. Mit einem spezifischen Blick auf die Situation in Bayern wollen wir Forschungslücken füllen und Erkenntnisse generieren, die angebunden sind an bundesweite und internationale wissenschaftliche Diskurse, ohne dabei die regionale Spezifik und das konkrete Handeln von Akteurinnen und Akteur in Bayern aus dem Auge zu verlieren.

    Projektdauer: 01.01.2024 - 31.12.2027

    Fördersumme: 268.900 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

    Projektleitung: Prof. Dr. Martina Ortner


  • Um ein passgenaues Konzept für einen leistungsfähigen ostbayerischen Gründungs-Hub abzuleiten, soll als Basis in Abschnitt 1 unseres Antrages zunächst die Ausgangslage des ostbayerischen Gründungs-Ökosystems dargestellt werden. Dies bildet die Grundlage des im Folgenden vorgeschlagenen Konzeptes (Abschnitt 2). Dieses Konzept muss allein schon aufgrund der für Ostbayern so knappen Ressourcenausstattung auf vorhandenen Strukturen und Angeboten aufsetzen und diese mit innovativen und synergetischen Ansätzen weiterentwickeln, wobei den regionalen Stärken und Schwächen sowie Erfolgsfaktoren und Förderlücken Rechnung getragen werden soll. Dieses Konzept wird das gesamte Gründungs-Ökosystem der Region mit einbeziehen.

    Projektdauer: 01.11.2023 – 31.10.2028

    Kooperationspartner: Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut (FH); Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (FH), Amberg; Technische Hochschule Deggendorf in Deggendorf (FH); Universität Passau; Universität Regensburg

    Fördersumme: 900.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

    Projektleitung: Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen


  • Der Fokus dieses Projekts liegt darauf, herauszufinden, wie im Studium der Sozialen Arbeit die Professionalisierung sozialpädagogischen Handelns in Theorie und Praxis verankert ist. Konkret wird in einem ersten Schritt untersucht:

    • welche Handlungsfelder werden im Studium behandelt (mit welcher Intensität),
    • welche sozialpädagogischen Konzepte, Vorgehensweisen und Methoden sind obligatorisch,
    • in welchen Modulen sind Professionselemente enthalten (z.B. sozialpädagogische Haltung, Professionsgeschichte usw.),
    • wie sind die Theorie und Praxis verzahnt?

    Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Organisation des Wohlfahrtsystems und folglich der Organisationen und Träger Sozialer Arbeit bzw. sozialer Dienste (viele NGOs) im Vergleich zum deutschen Sozialstaatssystem und seiner besonderen Geschichte sind die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit anders strukturiert, woraus sich verschiedene sozialarbeiterische Aufgabengebiete ergeben. In einem zweiten Schritt soll untersucht werden:

    • Welche Aufgaben für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter werden im Studium definiert (z.B. direkt interventionsbezogene, indirekt interventionsbezogene, struktur- und organisationsbezogene Aufgaben)?
    • Inwiefern ist das System der Sozialen Arbeit (Organisationen / Träger / Soziale Dienste) bereits Bestandteil im Studium bzw. erst in der Phase der Staatlichen Prüfung?
    • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Verständnis der Theorie- und Praxisverzahnung im Studium der Sozialen Arbeit?

    Das Professionsverständnis der Sozialen Arbeit wird - so jedenfalls die Annahme im Studium der Sozialen Arbeit in Deutschland - durch einen Einblick in die Professionsgeschichte sowie in die Theorien Sozialer Arbeit entwickelt. Die Verzahnung von theoretischer Ausbildung und des Praktischen Studiensemesters sowie die obligatorischen Begleitseminare und die Anleitung durch Professionsvertreterinnen und Professionsvertreter (role models) werden für die Ausbildung einer professionellen Haltung als sehr wesentlich erachtet.

    Projektdauer: 01.01.2024 – 30.06.2024

    Fördersumme: 5.500 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Hochschulzentrum für China (BayCHINA)

    Projektleitung: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker

     


  • In diesem Projekt soll wissenschaftlich überprüft werden, inwieweit das Einsamkeitsempfinden von Menschen in Langzeitpflegeeinrichtungen durch den gezielten Einsatz eines digitalen Kommunikationsmediums („Komp“) gesenkt und damit die Lebensqualität betroffener Menschen erhöht werden kann. Der „Komp“ bietet Bewohnerinnen und Bewohnern mit eingeschränkten Fähigkeiten die Möglichkeit, ohne aufwendige Unterstützung durch das Pflegepersonal via Videotelefonie mit ihrem Familien- oder Freundeskreis in Verbindung zu bleiben. Neben dem zeitlich synchronen Kommunikationskanal der Videotelefonie können auch Fotos und Textnachrichten empfangen werden, so dass eine zeitlich versetzte, asynchrone Kommunikation möglich ist. Bei der Zielgruppenorientierung wird auf einen dreifachen Ansatz gesetzt: Zum einen wird eine Verbesserung der Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern und damit verbunden auch Angehörigen angestrebt. Gleichzeitig wird ein Zugang zur digitalen Teilhabe für Menschen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen geschaffen. Zudem werden die Auswirkungen des Einsatzes digitaler Kommunikationsmedien auf das pflegerische Handeln und die Perspektive der Pflegekräfte in Bezug auf Möglichkeiten und Grenzen sowie den organisatorischen Unterstützungsbedarf untersucht. Daraus sollen Handlungsempfehlungen erstellt werden, um die Versorgungsstruktur von Pflegebedürftigen weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Bedürfnissen Pflegebedürftiger nach sozialen Kontakten und der Reduzierung von Einsamkeit stärker zu entsprechen.

    Projektdauer: 01.11.2023 – 31.10.2025

    Fördersumme: 161.600 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

    Projektleitung: Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali


  • In unserer stark vernetzten und immer weiter globalisierten und technologisierten Welt nimmt die Bedrohung durch nanoskalige Objekte wie künstlich erzeugte Nanopartikel aus Gebrauchs- und Verbrauchsgütern sowie durch Viren stetig zu. Eine Früherkennung solcher Bedrohungen ermöglicht es rechtzeitig auf Gefahren zu reagieren und die Auswirkungen zu minimieren. Daher setzt sich dieses Projekt zum Ziel, einen Demonstrator zur Detektion und Unterscheidung von nanoskaligen Partikeln anhand ihrer Größe und Oberflächeneigenschaften zu erforschen. Hierfür ist ein miniaturisiertes optisches Sensorprinzip vorgesehen, welches mittels eines Arrays aus unterschiedlich chemisch funktionalisierten, nanostrukturierten Oberflächen in der Lage ist, derartige Partikel oder Viren mit Hilfe von Arrays unterschiedlich nanostrukturierten Oberflächen zu unterscheiden. Dieses Smart-Sensorsystem soll in Klima- und Lüftungsanlagen integriert werden und eine kontinuierliche Überwachung von Raumluft ermöglichen.

    Projektdauer: 01.10.2023 – 31.12.2025

    Kooperationspartner: Universität Regensburg, Regensburg; Schönhammer GmbH, Mengkofen; LI-EX GmbH, Pentling; FoC&T GmbH, Burghausen; Chips 4 Light GmbH, Sinzing

    Fördersumme: 473.400 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Bierl


  • Im Vorhaben soll ein Demonstrator eines neuartigen miniaturisierten Multi-Emitter-Röntgenarrays für schnelle Inline-fähige CT-Systeme zur Überwachung von Produktionsprozessen realisiert werden. Kernbestandteil sind auf Si-chips hergestellte hochintegrierte Zeilen bzw. Arrays von Feldemissionselektronenquellen mit integrierten Elektronenoptiken, mit denen Elektronenstrahlen voneinander unabhängig an unterschiedlichen, dicht benachbarten räumlichen Positionen auf einem Transmissionsfenster der vakuumverkapselten Röntgenquelle fokussiert werden können. Individuelle räumliche und zeitliche Ansteuerung der Emitter mit unterschiedlichen Beschleunigungsspannungen sollen zudem unterschiedliche Betriebsmodi, wie z.B. Dual-Energy-CT oder Phasenkontrast-Aufnahmen ermöglichen.

    Projektdauer: 1.6.2023-31.5.2026

    Kooperationspartner: KETEK GmbH, München; Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen

    Fördersumme: 295.240 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsstiftung

    Projektleitung: Prof. Dr. Rupert Schreiner


  • Statt Bauteile langwierig oder etappenweise zu untersuchen, erlaubt der Einsatz von strukturintegrierten, elektronischen Monitoring-Systemen eine gesamtheitliche Zustandsüberwachung und die Erkennung von Schadensereignissen. Dabei liegt der Fokus auf Körperschallsensorsysteme, welche beispielsweise bei Leichtbaustrukturen aus Faserverbundwerkstoffen Schäden identifizieren können, obwohl diese von außen oft unverändert erscheinen. Im Rahmen des Projekts soll vor allem an der Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit strukturintegrierter, elektronischer Überwachungssysteme mit Körperschallsensorik gearbeitet werden, da diese Punkte als die größte Hürde für die Akzeptanz in Industrie- und besonders in Luft- und Raumfahrtanwendungen gelten. Als Lösung sollen neuartige, selbstdiagnosefähige Monitoringsysteme geschaffen werden, welche von der Entwicklung innovativer Testsysteme zur Validierung begleitet werden.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 31.12.2025

    Kooperationspartner: iNDTact GmbH, Würzburg

    Fördersumme: 274.300 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich


  • Das Vorhaben adressiert das Technologiefeld Elektronik/Digitalisierung und im speziellen die Digitalisierung der Netz- und Energietechnik im Stromsektor. Die beiden zu validierenden intelligenten Systeme sind den beiden Kernbereichen intelligenter Stromnetze (Smart-Grids), der Erfassung des Netzzustands und der Regelung von Stromnetzen, zuzuordnen. Die Innovationen sollen Stromnetzbetreibern eine weitere Option zur Bewältigung der Herausforderungen in der Energiewende bieten.
    Die im Rahmen eines Vorgänger-Projekts neos identifizierten Smart-Grid-Module, die dynamische Regelbandbreite für Spannungsregelgung und die Netzverhaltensanalyse stellen zwei erfolgversprechende Optionen dar, Stromnetze intelligenter zu gestalten. Diese wurden einer tiefergreifenden Analyse unterzogen und in ersten Simulationen und Versuchen weitergehend verfeinert. Das Projekt isi-neos adressiert die Validierung dieser Module für den Einsatz im Stromnetz und die Weiterentwicklung der Erfindungen auf TRL 6. Im Fokus steht dabei die Weiterentwicklung des Anwendungsbezugs sowie die Validierung in einer Einsatzumgebung.

    Projektdauer: 01.01.2023 - 30.06.2024

    Kooperationspartner: Bayernwerk AG (BAG)? Oder auch Bayernwerk Netz GmbH, Regensburg; Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (MR), Reinhausen

    Fördersumme: 2.517.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl


  • Das Projekt „Digitales Rehabilitationskonsil mit Anbindung an die Telematikinfrastruktur“ (Kurztitel: „Reha-/TI-Konsil“) mit einer Laufzeit vom 01.10.2020 bis 31.12.2021 (verlängert bis 30.04.2022) fokussierte sich auf die digitale Vernetzung zwischen dem ambulant-vertragsärztlichen Bereich und den Reha-Einrichtungen. Das Ziel des Folgeprojekts „Reha-TI-Netzwerk II“ (Projektbeginn: 01.05.2022) ist es, die im Rahmen des laufenden Projektes gewonnenen Erkenntnisse zu einem Ausbau der Digitalisierung bayerischer Reha-Einrichtungen dazu zu nutzen, die bestehenden Lücken in der Digitalisierung und Vernetzung der stationären Reha so weit wie möglich zu schließen. Dabei sollen insbesondere die Akut-Krankenhäuser mit den Reha-Einrichtungen mit Hilfe einer Konsil-Anwendung digital vernetzt werden. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Sektoren in der Reha zu intensivieren und die Nachhaltigkeit von Reha-Maßnahmen zu sichern.

    Auch im Projekt Reha-TI-Netzwerk II wird das Paradigma einer maximalen Interoperabilität des Reha-Konsils konsequent fortgeführt. Neben dem Einsatz von HL7 FHIR als internationaler syntaktischer Standard soll im Rahmen des Projektes erforscht werden, ob eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung von Kostenträgern realisierbar ist. Über das Projekt hinaus ist perspektivisch das Ziel, den gesamten Informationsfluss im Kontext einer Reha-Maßnahme, also die Einbindung von Patient*innen, digital abbilden zu können.

    Im Rahmen des Pilotprojekts soll in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Projektpartnern und weiteren relevanten Akteurinnen und Akteur wie etwa der gematik das bestehende Reha-Konsil weiterentwickelt und durch interessierte Akteurinnen und Akteure in Bayern in der Praxis getestet werden.

    Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

    Projektdauer: 01.05.2022 - 30.04.2025

    Kooperationspartner: Monks Ärzte-im-Netz GmbH, München

    Assoziierte Partner: N.N.

    Fördersumme: 450.000 Euro (gesamt); OTH Regensburg: 225.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

    Projektleitung: Prof. Dr. Georgios Raptis


  • Das Forschungsprojekt S³HIFT beschäftigt sich mit der sogenannten Systemhärtung für alle Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette cyber-physikalischer Systeme. Unter Härten versteht man in der Computertechnik, die Sicherheit eines Systems zu erhöhen, indem nur dedizierte Software eingesetzt wird, die für den Betrieb des Systems notwendig ist. In S³HIFT wird die Systemhärtung mit dem zweistufigen Rückkopplungsmechanismus („Two Level Feedback“) in Produkt und Prozess erreicht. Alleinstellungsmerkmal der Produkthärtung ist ein automatisiertes Fuzz-Testing auf Basis von Seitenkanalinformationen. Zugrunde liegt die Erforschung eines KI-basierten Analysesystems. Dieses generiert sowohl Testvektoren wie auch Informationen für die Forensikanalyse. Die Ergebnisse der Testautomatisierung und der Forensikanalyse fließen dann in den Software-Entwicklungsprozess ein. Das Ergebnis des Forschungsvorhabens S³HIFT soll die Machbarkeit der erforschten Verfahrens und der verwendeten Methoden mithilfe eines Demonstrators nachweisen.

    Projektdauer: 01.03.2022 – 28.02.2025

    Kooperationspartner: sepp.med GmbH, Röttenbach b. Forchheim/Oberfranken; EDAG Engineering GmbH, Gaimersheim

    Assoziierte Partner: CARIAD SE (ehemals Car.SW Organisation (CSO)), Wolfsburg; Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Bonn; e.telligent GmbH, Gaimersheim; Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS), München

    Fördersumme: 540.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok; Prof. Dr. Rudolf Hackenberg


  • Im Rahmen dieses Vorhabens soll ein Demonstrator für einen Predictive-Maintenance-Algorithmus für Roboterzellen speziell im Sondermaschinenbau realisiert werden. Kernbestandteil sollen Frühwarnsysteme und Fehlererkennungen auf Baugruppenebene sein. Dies soll mittels einer Palette von physikalischen Modellen bis hin zu statistischen und Machine-Learning-Methoden (z.B. neuronale Netze) auf unterschiedlichste Roboterzellen angepasst werden. Zur Erstellung dieser Modelle auf Bauteilebene sollen Daten aus unterschiedlichen Einzelzellen verwendet werden. Damit sollen Stillstands- und Wartungszeiten minimiert und die Lebenserwartung solcher Unikate maximiert werden.

    Weitere Infos zum Projekt finden SIe hier.

    Projektdauer: 01.01.2022 – 31.12.2024

    Projektpartner: Baumann GmbH, Amberg/Oberpfalz

    Fördersumme: 815.000 Euro (gesamt); OTH Regensburg: 250.000 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr. Martin Weiß


  • Ziel dieses Projekts ist es, einen neuartigen Sensorknoten zum Zweck des Schädlingsmonitoring unter anderem im Rahmen der HACCP-Grundsätze zu erforschen. Der Sensorknoten soll für die drei Fallenkategorien für Nager, fliegende und krabbelnde Kleinschädlinge gleichermaßen einsetzbar und gleichzeitig anwendungs- und handhabungsfreundlich sein. Außerdem soll durch eine sehr energiesparende Arbeitsweise der gesamten Elektronik, einschließlich der Sensorik, Auswerte- und Funkeinheit, eine lange Batterielebensdauer gewährleistet werden. Dadurch soll das Schädlingsmonitoring kosteneffizienter und personalsparsamer werden. Zusätzlich wird die Reaktionsfähigkeit auf einen Schädlingsbefall stark erhöht, da der Sensorknoten eine frühzeitige Detektion eines Befalls ermöglicht.

    Ein weiterer Vorteil des Monitoringsystems ist, dass die Betreuung der Kundinnen und Kunden auch in Krisenzeiten sichergestellt werden kann. Der Kontakt zu Kundinnen und Kunden könnte im Bedarfsfall auf Wartung des Sensornetzwerks und Bekämpfung reduziert werden, ohne das Schädlingsmonitoring an sich zu beeinträchtigen.

    Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

    Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2024

    Kooperationspartner: Allround Pest Control AG, Nürnberg

    Fördersumme: 529.400 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

    Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Bierl


Projekte mit Stiftungsförderung

  • Im Projekt CTC sollen die Grundlagen für das Laser‐Kunststoffschweißen ohne absorbierende Zusätze im Bauteil erforscht werden. Hierbei wird insbesondere auf Fügeanwendungen in der Medizintechnik abgezielt, bei denen sehr hohe Anforderungen an Präzision, Prozesssicherheit und Sauberkeit bei gleichzeitig sehr großen Stückzahlen vorherrschen.

    Beim Laserschweißen von Kunststoffen werden üblicherweise die beiden zu fügenden Teile im Überlapp verbunden, wobei der obere der beiden Fügepartner für den Laserstrahl durchsichtig ist, während der untere mit laserstrahlabsorbierenden Zusätzen versehen ist. In der Medizintechnik sind diese absorbierenden Zusätze jedoch oft störend, weshalb im Rahmen des Projekts auf diese Zusätze verzichtet wird und die Absorption der Laserstrahlung durch eine geeignete Laserwellenlänge und Strahlformung erzeugt wird. Die Prozessführung ist hierbei allerdings ausgesprochen kritisch und für einen Großserieneinsatz noch nicht geeignet, weshalb es einer grundlegenden Erforschung der unterschiedlichen Einflussgrößen wie z.B. Strahlformung, Laser-Leistungsdichteverteilung, Spannkrafteinleitung auf die Qualität der Schweißnaht bedarf. Dieser Aufgabe stellt sich ein Konsortium aus einem Schweißanlagenhersteller, einem Hersteller von Laser-Optiken, einem Hersteller von Medizintechnik-Produkten aus Kunststoff und das Labor-Lasermaterialbearbeitung an der Fakultät Maschinenbau.

    Projektdauer: 01.03.2022 – 28.02.2025

    Kooperationspartner: Evosys Laser GmbH, Erlangen; Gerresheimer Regensburger GmbH, Wackersdorf; AdlOptica Optical Systems GmbH, Berlin

    Fördersumme: 410.600 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsstiftung

    Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Hierl


  • Im Rahmen des Projektes DeepMIC wird ein intelligentes, kooperierendes Assistenzsystem für die minimal-invasive Chirurgie (MIC) entstehen, das die in der MIC entscheidende Aufgabe der Kameraführung ähnlich gut wie ein menschlicher Assistent ausführen kann. Das Ziel soll durch eine konsequente Integration in eine bereits vorhandene intelligente OP-Umgebung unter spezieller Berücksichtigung aktueller Möglichkeiten des bildbasierten maschinellen Lernens sowie intuitiver Spracherkennung erreicht werden.

    Das neue Assistenzsystem soll sich durch eine bisher noch nicht ansatzweise erreichte Adaptivität im Einsatz, eine intuitive Bedienbarkeit und die Fähigkeit zur aktiven (halb-) automatischen Kooperation mit dem Chirurgen auszeichnen und somit quasi selbstständig zu einer bestmöglichen Kameraführung fähig sein.

    Der innovative Ansatz besteht in einer kontinuierlichen Auswertung und Klassifikation der Informationen des endoskopischen Kamerabildes durch Methoden der Künstlichen Intelligenz (hier speziell Deep Learning) in Kombination mit natürlicher Spracherkennung. Kombiniert mit Wissen aus dem chirurgischen Workflow soll das System eine Interaktion mit dem Chirurgen erlauben, die einer menschlichen Assistenz ähnlich ist und somit direkt auf die aktuellen Erfordernisse des Eingriffes reagieren kann.

    Projektdauer: 16.08.2021 – 15.08.2024

    Kooperationspartner: Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Fakultät Informatik und Mathematik, Labor Regensburg Medical Image Computing (ReMIC) (Prof. Dr. Christoph Palm); Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (Forschungsgruppe MITI); AKTORmed GmbH, Barbing

    Fördersumme: 534.200 Euro

    Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsstiftung

    Projektleitung: AKTORmed GmbH, Barbing/Oberpfalz