Dimensionen der Nachhaltigkeit – Möglichkeit und Grenzen der Messung in Forschung und Statistik
Am 24. und 25. Juli 2025 fanden die Statistiktage im Bayerischen Landesamt für Statistik in Fürth unter dem Leitthema „Dimensionen der Nachhaltigkeit – Möglichkeit und Grenzen der Messung in Forschung und Statistik“ statt.
Ein interdisziplinäres Team der Ostbayerischen Technischen Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden präsentierte in diesem Rahmen das Poster „Nachhaltigkeitsindikatoren im Kontext der Nachhaltigkeitsstrategie von Hochschulen – das Beispiel der OTH Regensburg und Amberg-Weiden“. Die beteiligten Expertinnen und Experten – darunter Prof. Dr. Sonja Haug, Dr. Caroline Dotter, Jana Stadlbauer M.A., Dr. Maja Stojanović-Blab, Prof. Dr. Karsten Weber (OTH Regensburg) sowie Prof. Dr. Christiane Hellbach und Laura Völkl, M.Sc. (OTH Amberg-Weiden) – analysierten die Umsetzung und Messbarkeit von Nachhaltigkeitsstrategien an Hochschulen.
Nachhaltigkeit strategisch und messbar gestalten
Ausgangspunkt ist die Rahmenvereinbarung Hochschulen 2023–2027 der Bayerischen Staatsregierung, die alle staatlichen Hochschulen zur Entwicklung einer gesamtinstitutionellen Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet. Die Forschende zeigten, wie Indikatoren aus verschiedenen Quellen – von administrativen Daten über Befragungen bis hin zu Umweltkennzahlen – zur Bewertung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen herangezogen werden können.
Besonderes Augenmerk liegt auf der praktischen Umsetzung: Im Bereich Betrieb werden etwa regelmäßig Kennzahlen wie Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch sowie Abfallaufkommen erhoben. Auch die Treibhausgasbilanzierung inklusive Scope-3-Emissionen durch Mobilität wird thematisiert.
Forschung trifft Praxis
Die Ergebnisse zeigen: Während technische Indikatoren im Betrieb vergleichbar sind, fehlt es in anderen Handlungsfeldern wie Lehre, Forschung und Transfer, Governance oder studentischen Initiativen an einheitlichen Standards. Outcome- und Impact-Indikatoren – etwa zur Verhaltensänderung bei Studierenden und Mitarbeitenden – sind bislang kaum berücksichtigt und stellen ein eigenständiges Forschungsvorhaben dar.
Über die Projektbeteiligten
Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen Expertise aus Sozialforschung, Technikfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsmanagement und Wirtschaftswissenschaften ein. Das Projekt ist Teil des hochschulübergreifenden Forschungsclusters Ethik, Technologiefolgenforschung, Nachhaltige Unternehmensführung (ETN) der OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit der OTH Regensburg.