Wer ist an dem Projekt 3DenTECT beteiligt?
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Thomas Schratzenstaller
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Jan Zentgraf
Wie lautet der Titel des Forschungsprojekts?
3DenTECT - 3D Dental Traumatology Education Community Transfer
Worum geht es in Ihrem Forschungsprojekt?
Im Programmgebiet der Grenzregion Bayern–Tschechien ist die zahnmedizinische Versorgung regional sowie qualitativ und quantitativ unterschiedlich ausgeprägt, was insbesondere die Akutversorgung bei Zahnunfällen erschwert. Das Projekt 3DenTECT entwickelt ein Schulungskonzept, das Zahnärztinnen und Zahnärzte mithilfe einer Open-Source-Lernplattform und moderner Lehrmethoden im Bereich der zahnärztlichen Traumatologie weiterbildet. Für die praktische Ausbildung werden wiederverwendbare, per 3D-Druck herstellbare Trainingsmodelle eingesetzt, die verschiedene Zahnverletzungen realitätsnah abbilden und ein flexibles Training im Praxisalltag ermöglichen. Durch die kontinuierliche Aktualisierung der Inhalte und die Integration neuer Erkenntnisse soll die Behandlungsqualität langfristig verbessert und die Versorgung von Zahnunfällen in der Region nachhaltig gestärkt werden.
Was begeistert Sie an dem Projekt?
Wir freuen uns ganz besonders über die Gelegenheit zur grenzüberschreitenden Arbeit mit Zahnmediziner*innen aus Tschechien. Dabei wurde uns klar, dass wir zwar verschiedene Sprachen sprechen, aber alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und wir uns in unseren Motivationen, unseren Methoden und in der medizintechnischen Ausstattung kaum unterscheiden. Die Programmregion beinhaltet dünn besiedelte Gegenden mit überwältigender Landschaft und häufig wenig Infrastruktur. Dort geschehen jedoch auch Zahnunfälle, und es ist uns ein Anliegen, trotz dieser Herausforderungen eine bestmögliche Behandlung für alle Patientinnen und Patienten anbieten zu können, auf dem Land wie in der Großstadt.
Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt Anwendung in der Praxis finden?
Die Ergebnisse unserer Arbeit helfen niedergelassenen Zahnärzt*innen dabei, sich räumlich und zeitlich flexibel weiterzubilden, und das nicht nur theoretisch am Computer, sondern ganz praktisch mit 3D-gedruckten Übungsmodellen, an denen Behandlungen mit dem eigenen Instrumentarium eingeübt werden können. Somit müssen die Behandler'innen für ihre Weiterbildung keine weiten Wege auf sich nehmen. Wir hoffen, dass dieses innovative Konzept auch in anderen Teilen der Welt eingesetzt werden kann, um praxisnahe Ausbildung in höchstmöglicher Qualität an jedem Ort zu ermöglichen.
Antworten von Alexander Raab, OTH Regensburg
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