Wer ist an dem Projekt P2X-III beteiligt?
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Sterner
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Michael Heberl, Daniel Rank
Wie lautet der Titel des Forschungsprojekts?
Erforschung, Validierung und Implementierung von „Power-to-X“ Konzepten - Teilprojekt Standortanalyse und -bewertung (P2X-III)
Worum geht es in Ihrem Forschungsprojekt?
Das Projekt P2X Phase III untersucht, wie Power-to-X-Technologien zur Speicherung erneuerbarer Energien und zur Herstellung klimafreundlicher Produkte eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht das Demonstrationsprojekt P2Fuels, bei dem im Industriepark Höchst synthetisches Rohöl zu normgerechtem E-Kerosin weiterverarbeitet werden soll. Dabei analysieren die Projektpartner technische, ökologische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen verschiedener nationaler und internationaler Standorte sowie unterschiedlicher Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, fundierte Aussagen zu Emissionen, Kosten und Infrastrukturanforderungen zu treffen und damit die industrielle Umsetzung nachhaltiger PtX-Produkte zu unterstützen.
Was begeistert Sie an dem Projekt?
An dem Projekt begeistert besonders die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung klimafreundlicher Kraftstoffe und damit an der Energiewende mitzuwirken. Spannend ist die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung mit einer konkreten industriellen Anwendung im Bereich Power-to-X. Darüber hinaus bietet das Projekt Einblicke in technische, wirtschaftliche und ökologische Fragestellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die internationale Perspektive und die Analyse verschiedener Standorte machen die Arbeit besonders abwechslungsreich und zukunftsorientiert. Schließlich ist es motivierend, an Lösungen zu arbeiten, die einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs leisten können.
Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt Anwendung in der Praxis finden?
Die Ergebnisse des Projekts können insbesondere in der Luftfahrt eingesetzt werden, um nachhaltige synthetische Kraftstoffe (E-Kerosin) bereitzustellen und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus liefern sie wertvolle Grundlagen für die Planung und den Betrieb zukünftiger Power-to-X-Anlagen. Die gewonnenen Erkenntnisse zu Wirtschaftlichkeit, Infrastruktur und Emissionsbilanzen können Unternehmen und politische Entscheidungsträger bei Investitions- und Regulierungsentscheidungen unterstützen. Zudem lassen sich die entwickelten Konzepte auf weitere Sektoren wie die Chemieindustrie oder den Schwerlastverkehr übertragen. Damit tragen die Projektergebnisse zur breiteren Nutzung erneuerbarer Energien und zur Dekarbonisierung verschiedener Industriezweige bei.
Antworten von Michael Heberl, OTH Regensburg
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