Future Skills gelten als zentrale Voraussetzung, um Studierende auf die Anforderungen einer sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten. Das Seminar verband theoretische Grundlagen mit konkreten Beispielen aus der Lehrpraxis und bot den teilnehmenden Professorinnen und Professoren Raum für Austausch, Reflexion und die Weiterentwicklung eigener Lehrkonzepte.
Gemeinsames Verständnis von Future Skills
Zum Einstieg erarbeiteten die acht Teilnehmenden ein gemeinsames Begriffsverständnis. Grundlage dafür waren unter anderem das Future Skills Framework des Stifterverbandes sowie das Future Skills Framework der OTH Regensburg. Gemeinsam wurden zentrale Schnittmengen, Unterschiede und didaktische Anknüpfungspunkte diskutiert.
Auch die Perspektive der Studierenden wurde einbezogen. Eine fakultätsübergreifende Umfrage zeigte, dass vielen Studierenden der Begriff Future Skills zunächst wenig vertraut ist. Umso wichtiger ist es, zukunftsrelevante Kompetenzen in der Lehre sichtbar zu machen und Studierende gezielt für deren Bedeutung zu sensibilisieren.
Beispiele aus der Lehrpraxis
Anhand verschiedener Best-Practice-Beispiele wurde deutlich, wie Future Skills konkret gefördert werden können. So zeigt Prof. Dr. Julia Hartmann, wie klassische und transformative Kompetenzen miteinander verbunden werden können. In ihrer Lehre vergleicht sie seminaristische und fallbasierte Formate. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere Lösungsfähigkeit und Reflexivität in fallbasierten Lehrsettings gestärkt werden können. Zum Einsatz kommen unter anderem Case Studies, „Knowledge Nuggets“, ein strukturiertes Lehrkonzept sowie Gamification-Elemente.
Prof. Dr. Markus Heckner stellte ein Blended-Learning-Konzept im Sinne des Flipped Classroom vor. Dabei eignen sich Studierende Inhalte zunächst in digitalen Selbstlernphasen an, die anschließend in Präsenz vertieft werden. Ergänzt wird das Konzept durch Challenges auf digitalen Plattformen. Die Bewertung erfolgt über eine Portfolioprüfung, die praktische und schriftliche Leistungen miteinander verbindet.
Prof. Dr. Ulrike Plach gab Einblicke in Lehrformate zur Entwicklung digitaler Innovationen. Studierende arbeiten dabei in Kleingruppen nach dem Design-Thinking-Ansatz an konkreten Problemstellungen. Digitale Materialien und Plattformen unterstützen den Arbeitsprozess, der dokumentiert, präsentiert und schriftlich reflektiert wird.
Transfer in die eigene Lehre
Im abschließenden Workshop „Create your own Future Skills“ übertrugen die Teilnehmenden die Impulse auf ihre eigene Lehrpraxis. Sie entwickelten neue Konzepte, überarbeiteten bestehende Formate und erweiterten Semesterpläne mit dem Ziel, Future Skills noch gezielter zu fördern. Durch kollegiale Beratung erhielten sie Feedback und praxisnahe Hinweise für die weitere Umsetzung.
Das Seminar machte deutlich: Future Skills lassen sich auf vielfältige Weise in die Hochschullehre integrieren – nicht als zusätzlicher Baustein, sondern als Bestandteil kompetenzorientierter Lehr- und Lernformate.
Nächster Termin
Das BayZiel-Seminar „How to teach Future Skills“ wird auch im Wintersemester 2026/2027 wieder angeboten. Der nächste Termin findet am Freitag, 30. Oktober 2026, an der Hochschule Hof statt. Interessierte können sich über die Webseite des BayZiel anmelden:
https://bayziel.de/veranstaltungen/alle-veranstaltungen/