09. Juli 2026 18:00-19:30 Uhr

(Regenbogen-)Flagge zeigen! Demokratie statt Neutralitätsmythos und Queerfeindlichkeit

Das Zeigen von Regenbogenflaggen und anderen Symbolen der Solidarität mit queeren Menschen wird zunehmend kontrovers diskutiert. Häufig wird dabei auf ein angebliches Neutralitätsgebot verwiesen. Doch was bedeutet politische und institutionelle Neutralität in einer demokratischen Gesellschaft tatsächlich? Müssen staatliche und öffentliche Einrichtungen gegenüber Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Angriffen auf demokratische Grundwerte neutral bleiben? Der Vortrag von Prof.in Dr.in Ulrike Lembke (Freie Rechtswissenschaftlerin in Berlin) beleuchtet aktuelle Debatten um Sichtbarkeit, Queerfeindlichkeit und demokratische Verantwortung. Er zeigt auf, warum Vielfalt, Menschenrechte und Gleichberechtigung keine parteipolitischen Positionen, sondern grundlegende Werte einer demokratischen Gesellschaft sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Institutionen und Einzelpersonen Haltung für Demokratie und Menschenrechte zeigen können, ohne den Anspruch demokratischer Offenheit aufzugeben.