Wie lassen sich Smartphones im Unterricht sinnvoll und wertschätzend aufbewahren? Dieser Frage gingen Lehrkräfte der Anton-Balster-Mittelschule und Mitarbeitende des Technologie Campus (TC) Neustadt an der Donau gemeinsam nach. Entstanden ist ein individuell entwickeltes Aufbewahrungssystem, das pädagogische Anforderungen mit technischer Entwicklung verbindet.
Ausgangspunkt war eine Idee von Lehrerin Vera Brebeck, die bereits mit der MINT-Initiative der OTH Regensburg vertraut war. Sie wandte sich mit einer konkreten Fragestellung an den Technologie Campus: „Wie können wir die Handys unserer Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts so verwahren, dass sie sowohl sicher als auch wertschätzend behandelt werden?“
Gemeinsam mit Dr. Andreas Kastenmeier und dem Team des TC Neustadt an der Donau wurde die Fragestellung strukturiert angegangen – ganz nach dem Vorbild industrieller Entwicklungsprozesse. Nach einer Analyse der Anforderungen und einer ersten Kostenkalkulation entstand schnell die Idee eines Safes mit individuell angepassten Fächern.
Die technische Umsetzung übernahm Jan Loos, M.Sc., der einen ersten Prototypen mithilfe von 3D-Druck entwickelte. Dieser ermöglichte es, unterschiedliche Smartphone-Modelle praktisch zu testen und das Design zu optimieren. Auch Konrektor Jan Brucker war in die Testphase eingebunden. Im nächsten Schritt wurde das System am Computer mit CAD-Software weiterentwickelt und für die Produktion verfeinert. Neben der Funktionalität spielte dabei auch die Oberflächenqualität eine wichtige Rolle.
Das fertige Aufbewahrungssystem wurde schließlich in der Anton-Balster-Mittelschule präsentiert. Rektor Harald Wintersberger und Neustadts Bürgermeister Thomas Memmel zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Verbindung aus pädagogischem Bedarf und technischer Umsetzung.
Prof. Ingo Ehrlich, wissenschaftlicher Leiter des TCND, betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie Wissenstransfer zwischen Hochschule und regionalen Partnerinnen und Partnern konkret funktionieren kann.“
Die Kooperation wird bereits fortgesetzt: Im Juli sind zwei 5. Klassen der Schule zu einem Science Lab am Technologie Campus eingeladen, um Forschung hautnah zu erleben und Einblicke in technische Arbeitsweisen zu erhalten.