Organisiert von den Laboren für Finite-Elemente-Methoden (FEM) und Mehrkörpersimulation (MKS), hat sich die Veranstaltung in den vergangenen Jahren als fester Treffpunkt für den Austausch zwischen Hochschule und Industrie etabliert.
Hochkarätige Fachvorträge aus Industrie und Praxis
Nach der Begrüßung durch den Dekan der Fakultät Maschinenbau, Herrn Professor Andreas Ellermeier, eröffneten Bernhard Eberl gemeinsam mit David Nguyen von Onshape by PTC das Vortragsprogramm. Unter dem Titel „Zwischen Innovation und Effizienz: Wie cloud-native Engineering-Tools den Unterschied machen“ zeigten sie auf, wie moderne cloudbasierte CAD- und Entwicklungswerkzeuge die Zusammenarbeit verteilter Entwicklungsteams vereinfachen und Entwicklungsprozesse beschleunigen können.
Anschließend stellte Martin Biber von der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG den Einsatz der Mehrkörpersimulation in der Gegengewichtsstaplerentwicklung vor. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, welchen Beitrag simulationsgestützte Entwicklung zur Optimierung von Fahrverhalten, Stabilität und Effizienz moderner Flurförderzeuge leisten kann.
Im dritten Vortrag präsentierte Daniel Fischer von der ASMPT AMICRA GmbH unter dem Titel „Enabling the Digital World with Digital Engineering: CAE und Automatisierung bei ASMPT AMICRA“ moderne Ansätze zur Digitalisierung und Automatisierung von Entwicklungsprozessen. Der Vortrag verdeutlichte eindrucksvoll die Bedeutung leistungsfähiger Simulationsmethoden für hochpräzise Fertigungstechnologien.
Den Abschluss des Vortragsprogramms bildete Christian Appel von der Krones AG. In seinem Beitrag „Schneller zur validen Simulation: KI-gestützte Schwapp- und Füllanalysen in der Getränkeindustrie“ zeigte er, wie Verfahren der Künstlichen Intelligenz den Simulationsprozess beschleunigen und gleichzeitig die Qualität der Ergebnisse verbessern können.
Austausch zwischen Hochschule und Industrie
Im Anschluss an die Vorträge bot das traditionelle Sommerfest im Innenhof der Fakultät Maschinenbau Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen den Referenten, Studierenden sowie den Gästen aus Industrie und Hochschule. In entspannter Atmosphäre wurden bestehende Kontakte vertieft, neue Kooperationen angestoßen und die diskutierten Themen weitergeführt.
Zehn Jahre Wissens- und Technologietransfer
Mit der zehnten Auflage feierte das CAE-Seminar ein kleines Jubiläum. In den vergangenen Jahren hat sich die Veranstaltungsreihe als Plattform für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und industrieller Praxis etabliert. Die Themen reichen von klassischen Simulationsverfahren über Digitale Zwillinge bis hin zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und cloudbasierter Engineering-Werkzeuge.
Die Arbeitsgruppe CAE, bestehend aus den Professoren Valter Böhm, Florian Nützel, Carsten Schulz, Thomas Schaeffer und Marcus Wagner, bedankt sich herzlich bei allen Referenten, Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den beteiligten Unternehmen für ihren Beitrag zum Erfolg der Jubiläumsveranstaltung und freut sich bereits auf das 11. CAE-Seminar im kommenden Jahr.