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ReKoeSan: Serielle Sanierung - Klimaneutrales und sozialverträgliches Wohnen im Bestand

Wie lassen sich Gebäude klimafreundlich, wirtschaftlich und sozialverträglich modernisieren? Im Modellprojekt der Stadtbau-GmbH Regensburg werden zwei Wohngebäude nach dem Energiesprong-Prinzip seriell saniert - im bewohnten Zustand und unter besonderer Berücksichtigung der Mieterinnen und Mieter. Das Projektteam der OTH Regensburg untersucht die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Sanierung. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in einen praxisorientierten Leitfaden ein, der die Übertragbarkeit auf weitere Sanierungsvorhaben unterstützen soll.

Wie lautet der Titel Ihres Forschungsprojekts? 

Regensburg Königswiesen – bezahlbar nachhaltig sanieren (ReKoeSan)

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Prof. Dr. Petra Liedl (Projektleitung OTH), Prof. Dr. Charlotte Thiel, Prof. Dr. Sonja Haug sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Edda Currle, Mina Schneider, Jonas Wiederer und Paul Wickert

Worum geht es in Ihrem Förderprojekt?

Mit dem langfristigen Ziel, ein sozialverträgliches und klimaneutrales Quartier zu schaffen, werden im Modellprojekt zwei Wohngebäude der Stadtbau-GmbH Regensburg energetisch modernisiert. Im Rahmen einer seriellen Sanierung nach dem Energiesprong‑Prinzip wird das Vorhaben mit vorgefertigten Bauelementen, digitalen Planungsmethoden im bewohnten Zustand unter besonderer Berücksichtigung der Mieterinnen und Mieter umgesetzt. Die wissenschaftliche Begleitung durch das Projektteam der OTH Regensburg untersucht die Gebäudeperformance, um den Einfluss der Sanierungsmaßnahmen auf das Raumklima, den thermischen Komfort und den Energiebedarf zu analysieren; ökologische, ökonomische und soziale Effekte der Sanierung werden anhand von Akzeptanzstudien, Lebenszyklus- und Wirtschaftlichkeitsanalysen sowie einer Sozialbilanzierung nach UN-Richtlinien analysiert.

Was begeistert Sie an dem Projekt? 

Das Projekt ist besonders spannend, weil es einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und technische, ökologische, ökonomische sowie soziale Aspekte der Gebäudesanierung miteinander verknüpft. Die Umsetzung in bewohntem Zustand bietet seltene Einblicke in reale Nutzungsbedingungen und ermöglicht belastbare Erkenntnisse zur Gebäudeperformance und Nutzerakzeptanz. Die innovative serielle Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip eröffnet neue Perspektiven für Effizienz und Skalierbarkeit im Bauwesen. Gleichzeitig erlaubt die umfassende Datenerhebung zu Raumklima, Komfort und Energiebedarf fundierte Analysen der tatsächlichen Wirkungen der Maßnahmen. Durch die systematische Aufbereitung der Ergebnisse in einem Leitfaden entsteht ein hoher Praxisbezug, der zu einer breiten Übertragbarkeit beiträgt.

Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt Anwendung in der Praxis finden?

Das Pilotvorhaben kombiniert serielle Sanierung, klimaneutrale Energieversorgung, Kreislaufwirtschaft und soziale Integration bei einer nachhaltigen und zugleich bezahlbaren Baumaßnahme. Die im wissenschaftlichen Begleitprozess gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Leitfaden für eine wirtschaftlich tragfähige, klimafreundliche und sozialverträgliche Gebäudesanierung gebündelt, um eine Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf andere Sanierungsprozesse zu ermöglichen.

 

Auf unserer Website finden Sie einen Überblick über die aktuellen Förderprojekte der OTH Regensburg.

Wohngebäude, das im Rahmen des Forschungsprojekts seriell energetisch saniert wird. Foto: Stadtbau-GmbH Regensburg

Projektübersicht

    • Projektdauer

      01.01.2026 - 31.12.2027

    • Mittelherkünfte

      Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR

    • Fördersumme

      258.800,00 €

Projektdauer

Mittelherkünfte

Fördersumme

01.01.2026 - 31.12.2027

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR

258.800,00 €