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REACH: Mit Eye-Tracking und Laserbrille die Remote-Zusammenarbeit verbessern

Das Projekt REACH entwickelt eine Eye-Tracking-Laserbrille für die Zusammenarbeit über räumliche Distanzen. Die OTH Regensburg untersucht dabei Genauigkeit und Gebrauchstauglichkeit der Technologie, um die Entwicklung eines praxistauglichen Prototyps für industrielle Anwendungen zu unterstützen.

Wie lautet der Titel Ihres Forschungsprojekts? 

REACH

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

LaS³, OTH Regensburg mit WaveEye UG und Optomech GmbH

Worum geht es in Ihrem Forschungsprojekt?

Im Projekt REACH wird gemeinsam von WaveEye UG, Optomech GmbH und der OTH Regensburg eine Eye-Tracking-Laserbrille für die Remote-Zusammenarbeit entwickelt, bei der ein Brillenträger vor Ort und ein entfernter Ingenieur über den visualisierten Blickpunkt (Gaze) und einen Laserpointer kommunizieren. Der Teil der OTH untersucht dabei, wie genau und wie gebrauchstauglich (Usability, UX) diese Brillen sind und ob ein Remote-Ingenieur zuverlässig erkennen kann, welches Objekt der Brillenträger gerade betrachtet. Hierzu wurden und werden Genauigkeits- und Usability-Studien mit Probanden durchgeführt sowie mit marktverfügbaren Brillen (Tobii, Pupil Labs) verglichen. Ziel ist es, den Projektpartnern fundierte, praxisnahe Empfehlungen für Technologieauswahl, Interaktionskonzepte und das Prototyp-Design zu liefern.

Was begeistert Sie an dem Projekt? 

Besonders reizvoll ist die enge Verbindung von Grundlagenforschung und unmittelbarer Praxisrelevanz: Aus wissenschaftlichen Metriken (DIN EN ISO 9241, Eye-Tracking-Kennzahlen) leiten wir konkrete, messbare Handlungsempfehlungen für ein reales Produkt ab. Spannend ist auch der methodische Eigenbeitrag – ein selbst entwickeltes, frame-genaues Werkzeug zur Genauigkeitsauswertung sowie eine Software zur Nachbildung realistischer Usability-Szenarien (Latenz, Glättungsfilter und weitere Parameter). Faszinierend ist dabei das Zusammenspiel von menschlicher Wahrnehmung, Technik und Mathematik, das von der Geometrie der Blickvektoren bis zum Softwaresetup reicht. Auch die unmittelbare Wirkung begeistert, da unsere Ergebnisse zu Glättungsfenstern, Latenz-Grenzen und Kalibrierung direkt in die Hardware- und Software-Entwicklung der Partner einfließen. Nicht zuletzt macht die harmonische, komplementäre Zusammenarbeit im Konsortium die Projektarbeit ausgesprochen motivierend.

Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt Anwendung in der Praxis finden?

REACH ist von Grund auf praxisnah angelegt, da es sich um Industrieforschung mit Prototypenentwicklung handelt, die letztlich in ein marktfähiges Produkt münden soll, und die OTH liefert hierfür direkten Input für das Produkt- und Prototyp-Design. So ergeben sich aus den Studien konkrete Designvorgaben für den REACH-Prototyp (z. B. Offset-Kalibrierung, Self-Gaze-Modus, Latenzbudget). Ergänzend geben die Ergebnisse praxisnahe Nutzungsempfehlungen zu Arbeitsabstand, Beleuchtung, Nutzungsdauer und Einschränkungen in Randbereichen, während der Brillenvergleich (Tobii vs. Pupil Labs) die Partner bei fundierten Technologieentscheidungen unterstützt. Somit werden grundlegende Risiken eines zu ungenauen oder zu langsamen Eye-Trackings substanziell entschärft und die zuverlässige Remote-Identifikation betrachteter Objekte praktisch nachgewiesen. Über die Eye-Tracking- und lasergestützte Remote-Wartung hinaus sind die Erkenntnisse auf Anwendungen wie Schulung, Qualitätssicherung und Telekooperation in der Industrie übertragbar und werden zudem wissenschaftlich veröffentlicht.

 

Auf unserer Website finden Sie einen Überblick über die aktuellen Förderprojekte der OTH Regensburg.

Projektübersicht

    • Projektdauer

      01.08.2024 - 31.07.2027

    • Mittelherkünfte

      Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

    • Fördersumme

      220.000,00

Projektdauer

Mittelherkünfte

Fördersumme

01.08.2024 - 31.07.2027

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

220.000,00