Kooperation

OTH Regensburg und FOSBOS Regensburg vertiefen Zusammenarbeit zu XR und Künstlicher Intelligenz

Wie können Extended Reality (XR) und Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll und wissenschaftlich fundiert in schulische Bildungsangebote integriert werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich das Labor Pflegeforschung der OTH Regensburg und die Staatliche FOSBOS Regensburg.

Vom 30. März bis 2. April 2026 hospitierte Claudia Reischbeck, Lehrerin in der Ausbildungsrichtung Gesundheit der FOSBOS Regensburg am Labor Pflegeforschung der OTH Regensburg. Gemeinsam mit Prof. Dr. Christa Mohr und Anselm Stadler entwickelte sie mit der Anwendung des Bielefelder Unternehmens PaneoVR ein erstes 360°-VR-Lernszenario zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und Reanimation.

Nachdem die FOSBOS Regensburg mit umfangreicher VR-Technik ausgestattet wurde, stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Technologie didaktisch sinnvoll in den Unterricht integrieren lässt. Während der Hospitation erhielt Claudia Reischbeck Einblicke in bestehende VR-Anwendungen, immersive Lernkonzepte und die Entwicklung eigener 360°-Szenarien.

Zusammenarbeit mit weitreichender Auswirkung

Die gemeinsam entwickelte Lerneinheit soll Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, mehr Handlungssicherheit in Notfallsituationen zu gewinnen und den Standort des Defibrillators im Schulgebäude kennenzulernen. Die Dreharbeiten fanden direkt an der FOSBOS Regensburg statt, sodass das Szenario künftig unmittelbar im Unterricht eingesetzt werden kann.

Nach einem weiterführenden Austausch mit weiteren Beteiligten, wie dem Schulleiter OStD Dr. Michael Völkl, entstanden vielseitige Vorhaben, wie Bildungsprojekte, Schulungen oder Abschlussarbeiten.

KI und XR als zentrale Treiber

„Künstliche Intelligenz und Extended Reality verändern die Bildungs- und Arbeitswelt nachhaltig. Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig an diese Technologien

heranzuführen und sie zu einer verantwortungsvollen und wissenschaftlich fundierten Nutzung zu befähigen“, betont Prof. Dr. Christa Mohr. Die Kooperation knüpft an die Erfahrungen aus dem europäischen Forschungsprojekt VReduMED an.

„Medienkompetenz und damit verbundenes kritisches Denken werden zu zentralen Zukunftskompetenzen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule schafft hierfür ideale Voraussetzungen. Gleichzeitig ermöglicht sie es Schülerinnen und Schülern, die OTH Regensburg und insbesondere die Gesundheitswissenschaften bereits während ihrer Schulzeit kennenzulernen“, ergänzt Anselm Stadler vom Labor Pflegeforschung.

Die Zusammenarbeit zeigt, wie innovative Lehre über institutionelle Grenzen hinweg gelingen kann: Die OTH Regensburg bringt wissenschaftliche, didaktische und technologische Expertise ein, während die FOSBOS Regensburg konkrete schulische Bedarfe und Erfahrungen aus dem Unterricht beisteuert.

Von links: Systembetreuer OStR Werner Schraml, StRin Claudia Reischbeck, Schulleiter OStD Dr. Michael Völkl (FOSBOS Regensburg) und Prof. Dr. Christa Mohr beim Austauschtreffen an der OTH Regensburg. Foto: Anselm Stadler/OTH Regensburg
Szene aus der entwickelten Anwendung: Eine Lehrkraft liegt bewusstlos am Boden. Die XR-Ansicht zeigt verschiedene Handlungsoptionen in solch einer Situation. Foto: Anselm Stadler/OTH Regensburg
Szene aus der entwickelten Anwendung: Durchführung einer Wiederbelebung an einem Reanimationspuppe. Foto: Anselm Stadler/OTH Regensburg