Das Haus für Innovation und Transfer (HIT) der OTH Regensburg wurde von einem unabhängigen Beirat für die „Architektouren 2026“ der Bayerischen Architektenkammer ausgewählt. Damit zählt es zu den insgesamt 199 Projekten in Bayern, die am letzten Juni-Wochenende für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
„Die ‚Architektouren‘ machen herausragende Baukultur sichtbar und ermöglichen spannende Einblicke in aktuelle Architekturprojekte. Dass das Haus für Innovation und Transfer ausgewählt wurde, unterstreicht die besondere Qualität des Gebäudes“, so Stefan Krabatsch, Abteilungsleiter im Bereich Hochschulbau des Staatlichen Bauamts Regensburg.
Eine Besichtigung des Gebäudes in der Seybothstraße 2 ist am Samstag, 27. Juni 2026, um 13 Uhr sowie um 15 Uhr möglich. Treffpunkt ist der Haupteingang des Gebäudes W, nördlich des Parkplatzes Universitätsstraße. Die Führungen übernehmen Stefan Krabatsch sowie Marion Sammet vom Architekturbüro meuer. Weitere Informationen sind über die Bayerische Architektenkammer verfügbar.
Zum Gebäude
Das im Dezember 2024 fertiggestellte Haus für Innovation und Transfer schafft auf rund 710 Quadratmetern moderne Arbeits- und Forschungsbedingungen für die OTH Regensburg. Neben Büros und Besprechungsräumen umfasst das Raumprogramm einen großen CIP-Pool sowie zwei Labore beziehungsweise Werkstätten. Ergänzt wird das Angebot durch Flächen für das Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW), Aufenthaltsbereiche und technische Infrastruktur.
Der dreigeschossige Neubau wurde in weiten Teilen in nachhaltiger Holzmodulbauweise errichtet und besticht durch seine kompakte, effiziente Grundrissstruktur. Durch die sehr gut gedämmte Gebäudehülle und einen optimierten Fensteranteil wird nahezu Passivhaus-Standard erreicht.
Ein besonderer Fokus lag auf der Nutzung erneuerbarer Energien: Als erstes Gebäude auf dem Hochschulcampus wird das HIT über eine Wärmepumpe in Kombination mit oberflächennaher Geothermie versorgt. Eine Photovoltaikanlage auf dem extensiv begrünten Dach ergänzt das nachhaltige Energiekonzept.
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Auch im Außenraum wurde Wert auf Klimaschutz und Aufenthaltsqualität gelegt: Bestehende Bäume konnten durch eine Großbaumverpflanzung erhalten werden. Der barrierefrei erschlossene Bau überzeugt zudem durch helle, großzügige Erschließungsbereiche, die den kommunikativen Austausch fördern, sowie durch ein über drei Geschosse reichendes, lichtdurchflutetes Eingangsfoyer.
Die Planung erfolgte durch das Büro meuer – planen beraten Architekten GmbH (München), die Umsetzung durch die Firma CMS Container Modul Systeme GmbH. Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Module konnte die Bauzeit erheblich verkürzt werden – die gesamte Projektlaufzeit betrug lediglich rund zweieinhalb Jahre.
Die Baukosten beliefen sich auf insgesamt 8,95 Millionen Euro. Davon wurden 6,8 Millionen Euro aus der High-Tech-Agenda des Freistaates Bayern finanziert, während die OTH Regensburg einen Eigenanteil von 2,15 Millionen Euro übernahm.