Der AK versteht sich als kollegiale Austauschplattform für alle, die an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Berührungspunkte mit Future Skills haben – von Lehrenden über Mitarbeitende in Servicestellen für Lehre und Didaktik bis hin zur Personalentwicklung.
Der erste Austausch wurde von Prof. Dr. Julia Hartmann und Dr. Xenia Justus von der OTH Regensburg gestaltet. Beide wirken im ProjektOTHorizontmit. Künftig trifft sich der Arbeitskreis einmal pro Semester, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Erfahrungen und Best Practices auszutauschen und gemeinsam Themen rund um Future Skills in der Hochschullehre weiterzuentwickeln.
Future Skills: vielfältige Perspektiven, viele offene Fragen
Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand der Austausch darüber, wie Hochschulen Future Skills bereits aufgreifen und welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden. Dabei zeigte sich eine große Bandbreite an Perspektiven: von Persönlichkeits- und Wertebildung, Kommunikation und interkultureller Kompetenz über Bildung für nachhaltige Entwicklung bis hin zu künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung. Deutlich wurde zugleich, dass Future Skills an Hochschulen vielfach bereits in Lehrveranstaltungen und Projekten eine Rolle spielen, ohne ausdrücklich unter diesem Begriff gefasst zu werden. Damit verbunden ist die Frage, wie bestehende Aktivitäten sichtbarer gemacht und Future Skills hochschulspezifisch definiert und eingeordnet werden können.
Von kleinen didaktischen Impulsen bis zur curricularen Verankerung
Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf der Frage, wie Future Skills konkret in die Lehre integriert werden können. Diskutiert wurden beispielsweise kleinere didaktische Elemente in bestehenden Lehrveranstaltungen, projekt- und gruppenorientierte Formate sowie Microcredentials. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Umsetzung auch Fragen nach der Motivation und Perspektive der Studierenden sowie nach der Einbindung von Fakultäten und Lehrenden aufwirft. Darüber hinaus ging es um die curriculare und institutionelle Verankerung: Welche Future Skills sollen Hochschulen fördern? Welche Rolle können Leitbilder und (hochschulspezifische) Frameworks spielen? Und wie lassen sich abstrakte Future-Skills-Konzepte so konkretisieren, dass sie in Studiengängen und Lehrveranstaltungen tatsächlich handlungsleitend werden?
Auch das Prüfen verändert sich
Ein weiterer Diskussionspunkt war die Frage, wie Future Skills sichtbar und gegebenenfalls auch prüfbar gemacht werden können. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die Weiterentwicklung von Prüfungsformaten im Kontext von KI, Portfolio-Prüfungen sowie die Frage, wie beispielsweise Kommunikation, Reflexionsfähigkeit oder Ambiguitätstoleranz in Lehr-Lern-Settings aufgegriffen werden können. Auch die unterschiedlichen Future-Skills-Frameworks sowie Fragen der Förderung und Messung von Future Skills für Studierende und Lehrende bieten Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch.
Gemeinsam voneinander lernen
Der erste Austausch machte deutlich: Future Skills sind an Hochschulen bereits in vielfältigen Aktivitäten und Lehrformaten präsent, gleichzeitig besteht weiterer Entwicklungsbedarf. Der AK Future Skills bietet dafür einen Raum, um aktuelle Entwicklungen im Blick zu behalten, eigene Erfahrungen und Projekte einzubringen, Erfolgsfaktoren zu diskutieren und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.
Der nächste Austausch ist für den 9. April 2027 geplant.