Wie lautet der Titel Ihres Forschungsprojekts?
CEMA: Cellulosebasierte Mosaikabsorber mit modularem Aufbau
Wer ist an dem Projekt beteiligt?
Prof. Dr. Christoph Höller (Fakultät ANK), Prof. Dr. Marcus Wagner, Stefan Buchner (Fakultät Maschinenbau); Industriepartner Papiertechnische Stiftung Heidenau
Worum geht es in Ihrem Förderprojekt?
Schallabsorber sind Elemente, die an Decken und Wänden von Räumen für eine gute Akustik sorgen. Für gute Schallabsorber kommt es nicht nur auf das Material, sondern auch auf die Struktur an – zum Beispiel gibt es poröse Elemente, Elemente mit Lochplatten oder Aufbauten mit mehreren Schichten. Das Projekt CEMA entwickelt Akustikelemente auf Basis von Papierwerkstoffen mit einer neuartigen Mosaikstruktur, die sehr gute Absorptionseigenschaften haben.
Was begeistert Sie an dem Projekt?
Wir kombinieren unsere Expertisen in akustischer Bauphysik und für numerische Simulationsrechnungen. Mit den Simulationen können wir die akustischen Eigenschaften eines Absorbers aus bestimmten Materialien und mit einer bestimmten Struktur ermitteln und rechnerisch optimieren. Die benötigten Materialdaten und die entwickelten Raumakustikmodule werden dann im Labor messtechnisch bestimmt bzw. evaluiert. So haben wir auch im Vorgängerprojekt AkuPap gearbeitet, in dem wir Materialien auf Zellstoffbasis auf ihre Eignung als Schallabsorber hin untersucht haben. In CEMA entwickeln wir papierbasierte Akustikmodule mit einer Mosaikstruktur und erforschen, mit welcher Materialstruktur und mit welchem Schichtaufbau sich optimale akustische Eigenschaften erreichen lassen.
Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt Anwendung in der Praxis finden?
Papierbasierte Schallabsorber bestehen aus einem nachhaltigen Rohstoff, der wiederverwertet werden kann. Die heute verfügbaren Absorber bestehen meist aus Mineralstoffen oder Polymeren, deren Herstellung energieintensiv ist. Viele biobasierte Alternativen sind schwer und aufwändig herzustellen. Papier eröffnet hier eine Alternative, weil es in sehr vielen Varianten hergestellt werden kann und bereits ein gut etablierter Stoffkreislauf vorhanden ist. Das Konzept bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung für Raumakustikmodule, es eröffnet auch der Papierindustrie ein neues Geschäftsfeld.
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