„Stairway to…?“ betrachtet Treppen und Leitern als funktionale Alltagsobjekte ebenso wie als vielschichtige kulturelle Symbole – die Themen reichen von Aufstieg über Transformation bis Flucht. Kunstwerke, Designobjekte und Installationen beleuchten sowohl metaphorische wie auch architekturhistorische Perspektiven auf dieses besondere Architekturelement.
Die Exponate des FMIS sind Teil eines Ausstellungsbereichs, der die baukulturelle Bedeutung von Treppenanlagen beleuchtet. So zeigt etwa das Modell der Turmspitze der St.-Georgs-Kirche in Denzlingen wie Architektur und symbolische Skulptur schon im 16. Jahrhundert vereint wurden: Der Turm der Kirche besitzt eine offene, achtseitige Spitze, in der sich eine Wendeltreppe zwischen den acht Rippen nach oben windet (siehe Foto). Die Treppe verjüngt sich zum Ende hin, ihre Stufen werden immer schmaler – sie führt zu keinem Ziel. Die somit rein symbolische Treppe kann als „Himmelsleiter“ gelesen werden und ist ein eindrucksvolles architektonisches Zeugnis der Gegenreformation.
Mit der Ausstellung setzt das Institut seine erfolgreiche Präsenz auf internationaler Ebene fort. Mit ihr trägt die OTH Regensburg zur wissenschaftlichen wie gestalterischen Auseinandersetzung mit Treppen bei. Auf diese Weise wird das Fachgebiet der Scalalogie einem breiten, internationalen Publikum zugänglich gemacht.
Weitere Treppenmodelle aus dem Nachlass von Friedrich Mielke und neue, von Studierenden der Fakultät Architektur erbaute Modelle können im FMIS besichtigt werden: Raum L 109, Öffnungszeiten im Sommersemester 2026: montags und donnerstags 13:00-17:00 Uhr, dienstags und mittwochs 09:00-17:00 Uhr.

