Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft und wie können wir mit den damit verbundenen Chancen, Risiken und offenen Fragen umgehen? Mit diesen Themen beschäftigte sich vom 21. bis 23. September die 12. Konferenz des Netzwerks Technikfolgenabschätzung (NTA) an der OTH Regensburg.
Unter dem Titel „Gesellschaftlicher Wandel durch KI? Wider die Orientierungslosigkeit“ kamen 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Organisiert wurde die Tagung von Prof. Dr. Karsten Weber und dem Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung (IST).
„Die NTA-Tagungen finden alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt; die diesjährige Tagung an der OTH Regensburg war die erste, die an einer Hochschule organisiert wurde. Wir haben durchgängig positive Rückmeldungen bekommen, sowohl in Bezug auf die Inhalte der Tagung als auch auf unsere Hochschule. Das zeigt, dass die OTH Regensburg ein Ort für hochwertige Forschung ist, an dem aktuelle Themen von gesellschaftlicher Bedeutung behandelt werden“, so Prof. Dr. Karsten Weber, Experte für Technikfolgenabschätzung.
In zahlreichen Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden wurde der gesellschaftliche Wandel durch Künstliche Intelligenz aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Im Mittelpunkt standen unter anderem Fragen zu Regulierung, Verantwortung, Vertrauen, Arbeitswelt und dem Einsatz von KI in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Auch die Zukunft autonomer Mobilität war Teil des Programms.
Ein besonderer Höhepunkt war die öffentliche Podiumsdiskussion „Gesellschaftlicher Wandel durch KI?“ in der Dreieinigkeitskirche Regensburg. Rund 70 Besucherinnen und Besucher diskutierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten über Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz. Auf dem Podium saßen Prof. Dr. Frank Pallas (Informatiker, Universität Salzburg), Prof. Dr. Jessica Heesen (Medienethikerin, Universität Tübingen), Prof. Dr. Ute Schmid (Informatikerin, Universität Bamberg) und Max-R. Ulbricht (Referat für Technischen Datenschutz bei der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit). Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Karsten Weber.
Die NTA 2026 zeigte: Die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz wirft nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche und ethische Fragen auf. Die Technikfolgenabschätzung kann dazu beitragen, diese Entwicklungen interdisziplinär zu betrachten, Orientierung zu schaffen und Möglichkeiten für eine verantwortungsvolle Gestaltung aufzuzeigen.