Cyber Security

IT Security Day 2025: Gemeinsam für mehr digitale Sicherheit

Der IT Security Day 2025 machte deutlich, wie rasant sich digitale Bedrohungen weiterentwickeln und wie wichtig gemeinsames Handeln wird.

Am 20. November 2025 luden die Universität Regensburg und OTH Regensburg zum IT Security Day an die OTH Regensburg ein – eine Veranstaltung, die bereits zum dritten Mal stattfand. Sie bot den über 150 Teilnehmenden eine Plattform, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen in der IT-Sicherheit zu beleuchten.

Besonders im Fokus standen die neuen Risiken, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz entstehen – von Deepfakes bis hin zu automatisierten Phishing-Angriffen, Prompt-Injection-Angriffen und der Tatsache, dass Cybercrime inzwischen als „drittgrößte Volkswirtschaft“ der Welt gilt.

Nach der Begrüßung durch Klaus Schmidt, IT-Sicherheitsbeauftragter der Universität Regensburg, eröffneten Prof. Dr. Christoph Skornia, Vizepräsident der OTH Regensburg sowie Prof. Dr. Susanne Leist, Vizepräsidentin der Universität Regensburg, die Veranstaltung. Beide betonten die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen für eine sichere digitale Zukunft.

Impulse aus Praxis und Forschung

In seiner Keynote „Was passiert wirklich beim Cybersecurity Incident?“ machte Patrick Schraut, NTT, deutlich: „Niemand ist vor einem Angriff sicher; ein guter Plan und ein schnelles Restore-System helfen – und alle können dazu beitragen, dass die IT-Welt sicherer wird.“

Kai Weeber (HITS-IS) zeigte in seinem Vortrag „KI und Cybersicherheit“ eindrucksvoll, wie Deepfakes funktionieren und führte anhand eines konkreten Beispiels vor, wie leicht mit Hilfe von KI aus öffentlich zugänglichen Informationen eine gefälschte Social-Media-Identität entstehen kann – und wie schnell man dadurch getäuscht wird. Sein Tipp: „Informationen sparsam teilen, gesundes Misstrauen üben und Rechte nur gezielt vergeben.“

Dr. Jonathan Mendl (Universität Regensburg) beleuchtete die psychologischen Hintergründe von Phishing-Mails und warnte: „Das Problem Phishing wächst wegen KI; der Mensch ist die größte Schwachstelle – Prävention gelingt nur durch Aufklärung.“

Klaus Schmidt ergänzte mit anschaulichen Beispielen aktueller Fake-Mails an der Universität und zeigte, wie täuschend echt diese mittlerweile gestaltet sind. Selbst IT-Security-Profis müssten immer genauer prüfen, um nicht auf solche Angriffe hereinzufallen.

Zum Abschluss gab Michael Diener (Stadt Regensburg) im „Kleinen 1x1 der IT-Sicherheit“ praxisnahe Tipps für den Alltag.

Technik zum Anfassen

Ein Highlight war die Besichtigung des Cybertruck – ein mobiles Notfallrechenzentrum der Firma NTT. Vizepräsident Christoph Skornia und die Rechenzentrums- und IT-Zentrum-Leiter Dr. Christoph Bauer, Uni Regensburg, und Dr. Christian Broser, OTH Regensburg, ließen sich gemeinsam mit Mitarbeitenden der Universität Regensburg und OTH Regensburg die Technik vorführen.

Fazit

Der IT Security Day zeigte: IT-Sicherheit ist Teamarbeit. Mit Wissen, Vorsicht und guter Vorbereitung können wir alle dazu beitragen, die digitale Welt sicherer zu machen.

Mehr Informationen zum IT Security Day finden Sie hier.

Prof. Dr. Susanne Leist, Vizepräsidentin der Universität Regensburg, betont die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen für eine sichere digitale Zukunft. Foto: Hilde Wagner/OTH Regensburg
Patrick Schraut von NTT erklärt, was beim Cybersecurity Incident passiert. Foto: Hilde Wagner/OTH Regensburg
Der Cybertruck beeindruckt als mobiles Notfallrechenzentrum und macht IT-Sicherheit zum Anfassen. Prof. Dr. Christoph Skornia, Vizepräsident der OTH Regensburg (2.v.r.) eröffnete die Veranstaltung. Foto: Hilde Wagner/OTH Regensburg