Selbstständig arbeiten, eine Vision verwirklichen und als eigener Chef bzw. eigene Chefin durchstarten – genau diesen Traum haben Schülerinnen und Schüler aus 39 verschiedenen Schulen in Niederbayern und Teilen der Oberpfalz und Oberbayern in den vergangenen Monaten im Rahmen des Gründungswettbewerbs „Ideen machen Schule“ der Hans Lindner Stiftung gelebt. Am 11. Juni 2026 präsentierten die besten Teams der Spielregion Regensburg / Kelheim / Neumarkt i. d. Oberpfalz ihre Geschäftsideen an der OTH Regensburg. Diese Geschäftsideen bewiesen dabei eindrucksvoll das große Potenzial sowie die Kreativität der Jugendlichen. Eine Fachjury aus Vertretern der Wirtschaft und der Behörden hatte die anspruchsvolle Aufgabe, die Präsentationen der sechs besten Schülerteams zu bewerten.
Eigene Unternehmensideen entwickelt
Bereits zu Beginn des Schuljahres hatten die angehenden Jungunternehmer mit der Entwicklung ihrer Unternehmensidee begonnen und erlebten seitdem hautnah, wie es sich anfühlt, ein Startup zu gründen – ganz ohne finanzielles Risiko. Mit viel Freiraum für persönliche Interessen, individuelle Stärken und kreative Ansätze konnten die Teilnehmenden mutig neue Wege beschreiten und mit innovativen Problemlösungen echten Mehrwert für die Zukunft schaffen. Im Laufe des Wettbewerbszeitraums von Oktober bis Anfang März konkretisierten sie ihr fiktives Unternehmensvorhaben, hielten alle Planungen schriftlich in einem Businessplan fest und erarbeiteten einen schlüssigen Finanzplan. Zudem beschäftigten sie sich intensiv mit praxisrelevanten Themen wie Steuern und Versicherungen.
Alles soll so konkret und realitätsnah wie möglich sein, lautet das Credo des Projekts. Dabei spielt der Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus der freien Wirtschaft eine zentrale Rolle. Er dient nicht nur der fundierten Konzepterstellung, sondern ermöglicht es den Jugendlichen auch, wertvolle Kontakte für ihre spätere Ausbildung oder den Berufseinstieg zu knüpfen. Im Team übten die Teilnehmenden unternehmerisches Denken und Handeln und lernen, verantwortungsvoll Entscheidungen zu treffen. Ihre Betreuungslehrkräfte sowie ihre Familien standen den Schülerinnen und Schülern natürlich mit Rat und Tat zur Seite.
Von intelligenten Trinkflaschen bis zur Stellplatz-App
1.279 Schülerinnen und Schüler - aufgeteilt in 321 Teams - haben sich im Schuljahr 2025/2026 auf das Abenteuer fiktiver Startups begeben. Die Palette ihrer Geschäftsideen hätte dabei kaum bunter sein können: Während sich ein Team mit der Entwicklung intelligenter Trinkflaschen beschäftigte, entwickelte ein anderes eine App zur Vermittlung privater und gewerblicher Stellplätze. Wieder andere konzentrierten sich auf mehrtägige Fahrradtouren oder hochwertige Balkonhochbeete. Diese beeindruckende Mischung aus Pionier-Geist und gesellschaftlichem Bewusstsein versetzte die Juroren bereits im ersten Bewertungsdurchgang in helle Begeisterung.
Für die Spielregion Regensburg / Kelheim / Neumarkt i. d. Oberpfalz gingen 185 Jugendliche verteilt auf insgesamt 45 Teams an den Start.
Die präsentierenden Teams und Platzierungen im Einzelnen:
Juniorstaffel (Klasse 8 - 9):
1. Platz: Sahalina, Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg: Biologisch abbaubarer und zusätzlich essbarer Strohhalm.
2. Platz: Miniworker, Gabelsberger-Gymnasium Mainburg: Eine App zur Vermittlung von Minijobangeboten an Jugendliche. Ältere Personen können Tätigkeiten in die App einstellen, welche Jugendliche gegen Bezahlung erledigen können.
3. Platz: Visionäre, Gabelsberger-Gymnasium Mainburg: Eine Lunchbox, die Essen auf die gewünschte Temperatur selber erhitzen kann.
Seniorstaffel (ab der 10. Klasse):
1. Platz: BackOffice, BSZ M. Runtinger Regensburg: Entwicklung eines intelligenten, KI-gesteuerten Mülleimers, der Abfälle automatisch durch bildhafte Erkennung richtig sortiert.
2. Platz: KSMK Group, Staatliche Berufsschule Neumarkt: Weiterentwicklung der vorhandenen Ladeinfrastruktur für E-Scooter, E-Bikes und E-Autos.
3. Platz: Büromäuse, Staatliche Berufsschule Neumarkt: Fertigung von Schmuckstücken aus echtem Gold und 925er Sterlingsilber in der hauseigenen Werkstatt. Jedes Schmuckstück ist mit einem Ortungschip ausgestattet.
Insgesamt wurde ein Preisgeld in Höhe von 1060 Euro an die Regionalsieger verteilt.
Doch der Wettbewerb ist noch nicht zu Ende. Am 1. Juli 2026 findet das große Finale auf Schloss Mariakirchen im Landkreis Rottal-Inn statt. Dort treten die besten vier Regionalsieger jeder Staffel (Junior- und Seniorstaffel) gegeneinander an und haben so die Möglichkeit, Preisgelder i. H. v. 500 € zu gewinnen.
Insgesamt stellt die Hans Lindner Stiftung für die 20 besten Teams einen Prämientopf von 5.500 € zur Verfügung. „Dies ist eine gute Investition für die Zukunft“, meint Brigitte Urlberger.
Über die Hans Lindner Stiftung:
Seit 26 Jahren ist die Hans Lindner Stiftung in Arnstorf im Landkreis Rottal-Inn zuhause. Heute mit einem Team von 23 engagierten Mitarbeitenden. Gesellschaftliches Engagement hat im Hause Lindner Tradition: Die Stiftung fördert Menschen, die Eigenverantwortung übernehmen und mit ethischem Handeln sowohl sich selbst als auch ihre Gemeinschaft und Heimat voranbringen. Ihre Projekte wirken dabei auf vielen Ebenen: Sie begleiten die persönliche Entwicklung engagierter Persönlichkeiten, stimulieren die regionale Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und stehen Menschen in Not nachhaltig mit dem Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe zur Seite.
Aus Dankbarkeit für die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe hat Firmengründer Hans Lindner zwei gemeinnützige Stiftungen ins Leben gerufen: Die Hans Lindner Stiftung (1991) und das Hans Lindner Institut für Existenzgründung(1999). Beide Stiftungen wurden am 1. Januar 2011 vereint und firmieren seither unter dem Dach der "Hans Lindner Stiftung".