Beim Kick-off am Standort Prüfening der OTH Regensburg trafen die Teilnehmerinnen, Mentorinnen und Vertreterinnen des Women Entrepreneurship Netzwerks erstmals zusammen. Prof. Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors, Professorin für Digital Entrepreneurship und Finanzierung an der OTH Regensburg, gab eine Einführung in die Inhalte und Ziele des Programms.
Frauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit stärken
Das Female Founders Programm wird durch das Förderprogramm EXIST-Women, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt und bietet Frauen Unterstützung in ihrem Gründungsvorhaben, unabhängig von Branche und Bereich. Die Vision, die Prof. Dr. Süzeroglu-Melchiors mit dem Projekt verfolgt, ist es, mehr Frauen für die Gründung eigener Unternehmen zu gewinnen und sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu stärken.
Neun Monate lang profitieren die Teilnehmerinnen von einem vielseitigen Unterstützungsangebot mit individuellen Beratungen, fachspezifischen Workshops sowie Expertenvorträgen. Ergänzend besteht für die Gründerinnen die Chance, sich für eine finanzielle Förderung zu qualifizieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Mentoring: Jede Teilnehmerin wird von einer erfahrenen Mentorin aus Wirtschaft oder Wissenschaft begleitet, die sie berät und ihre fachliche Expertise einbringt.
Zudem betonte Prof. Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors, dass alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen. Dazu zählt unter anderem das Start-up Lab der OTH Regensburg, in dessen Makerspace die Gründerinnen auf rund 700 Quadratmetern Raum haben, um kreativ an ihren Ideen und Prototypen zu arbeiten.
Das Gründungsökosystem als Erfolgsfaktor
Nach der Vorstellung des Programms gab Projektkoordinatorin Theresa Engl einen Überblick über den Ablauf. Sie ermutigte die Gründerinnen, ihre Ideen aktiv weiterzuentwickeln und die vielfältigen Chancen des Programms zu nutzen. Auch die Bedeutung von Netzwerken wurde hervorgehoben: Ein starkes Netzwerk aufzubauen, bevor es konkret gebraucht wird, gilt als wichtige Grundlage für unternehmerischen Erfolg. Das Programm schafft dafür ideale Voraussetzungen: Die Teilnehmerinnen können Veranstaltungen des Start-up Centers und des Gründungshub Ostbayern (O/HUB) besuchen und sich im Gründungsökosystem der OTH Regensburg vernetzen. Auch das Networking im Women Entrepreneurship Netzwerk stellt einen wichtigen Pfeiler da.
Auch Dr. Nina Sindersberger, stellvertretend für die Female Founders Kohorte aus 2025, wandte sich mit einer motivierenden Botschaft an die Gründerinnen: „Ohne das Programm wäre meine Idee nur ein Traum gewesen.“ Für ihre im Programm entwickelte Idee eines wissenschaftlichen Experimentiersets für Kinder („NaWi-Gehts?“) wurde sie beim Hochschulgründertag 2025 mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Damit setzte sie für die Gründerinnen ein klares Zeichen, alle Angebote und Vorteile des Programms zu nutzen.
Symbolisch überreichte Dr. Sindersberger die Gründungsgiraffe „Raphi“ an die neue Kohorte der Female Founders 2026. Die Giraffe als Maskottchen des Start-up Centers steht dafür, den Kopf in den Wolken, aber die Füße auf dem Boden zu haben. Das soll die Gründerinnen stets daran erinnern, ihre Ideen mutig zu verfolgen und zugleich realistisch umzusetzen.
Von Pflege bis Nachhaltigkeit: Ideen mit Wirkung
Bei der Veranstaltung stellten die Teilnehmerinnen ihre vielfältigen Gründungsideen vor. Sie begeisterten mit Konzepten aus diversen Branchen und reichten von intelligenten Dekubitus-Kissen, die zur Vorbeugung von Druckgeschwüren in der Pflege eingesetzt werden, über nachhaltige Wiederverwertung alter Brillengläser bis hin zu einer inklusiven Druckerei.
Beim anschließenden Netzwerk-Buffet lernten sich die angehenden Gründerinnen und Mentorinnen persönlich kennen, führten erste Gespräche und knüpften wertvolle Kontakte.
Mit dem Kick-off ist der Startschuss für die Programmlaufzeit 2026 gefallen. Nun liegt es an den Teilnehmerinnen, ihre Ideen weiterzuentwickeln und mithilfe der Unterstützung des Female Founders Programms in konkrete Gründungsvorhaben zu überführen.


