Prof. Dr. Sam Hillyard lehrt an der School of Applied Social Sciences der Durham University, Great Britain. Die Soziologin und Ethnographin gab von 21. bis 24. Juni 2016 Studierenden der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften sowie der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik Einblick in ihre vielseitigen Forschungsergebnisse und ihre Forschungsmethode.
2016 hat sie als Koautorin ein Buch mit dem Titel „Doing fieldwork“ publiziert. Ihre besonderen Interessen gelten Untersuchungen zum Wandel des Bildungszugangs und der Bildungsbeteiligung, vor allem in ländlichen Gebieten sowie dem Wandel des ländlichen Raums beispielsweise infolge von Grundstücks- und Immobilienpolitik (Vortrag Broadlands: rural Change and the Village“). Sehr anschaulich hat sie dies anhand ihrer qualitativen Studien, aus denen sie immer wieder Belegstellen zum Besten gab, den Studierenden vermittelt.
Im Masterstudiengang “Soziale Arbeit – Inklusion und Exklusion” hielt Prof. Dr. Hillyard einen Vortrag mit dem Titel „The Managed Academic Heart? An analysis of the Career of Professional Sociologists` Relationship with Managerialism” und regte damit eine sehr intensive Diskussion mit den Studierenden an.
Ein bei allen Gesprächsgelegenheiten an Prof. Hillyard herangetragenes und sie selbst in Spannung versetzendes Thema war die während ihres Aufenthalts in Great Britain stattfindende Abstimmung zum sogenannten „Brexit“. Im Akademischen Auslandsamt wurde ein möglicher Dozenten- und Studierendenaustausch mit der Durham University besprochen.
Prof. Hillyard traf sich mit der Studierendenvertretung Forum Sozialwissenschaften zu einem Austausch und besichtigte eine Erstaufnahmeeinrichtung in der Stadt Regensburg, wo sie sich anschließend mit einer der zuständigen Sozialarbeiterinnen (und ehemaligen OTH-Studierenden) über die Situation der Sozialen Arbeit im Rahmen der Flüchtlingsarbeit austauschte.
Am 24. Juni besuchte sie zusammen mit Studierenden einer Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Ruth Seifert eine Einrichtung der Diakonie für unbegleitete Minderjährige in München, ebenfalls mit anschließender Diskussion mit den Studierenden sowie den in dieser Einrichtung tätigen Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen. Der Aufenthalt von Prof. Dr. Hillyard wurde aus dem Programm zur Gewinnung ausländischer Gastprofessorinnen und –professoren der OTH Regensburg gefördert.
