Forschung

Arbeitskreis „Digitaler Zwilling für den Mittelstand im Maschinenbau“ mit Beiträgen zu KI, Simulation und Materialermüdung

Am 22.04.2026 fand die jüngste Sitzung des Arbeitskreises „Digitaler Zwilling für den Mittelstand im Maschinenbau“ statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungs- und Abschlussarbeiten zu digitalen Methoden in der Produktentwicklung, zur Mehrkörpersimulation sowie zur experimentellen Materialprüfung.

Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig an wechselnden Orten und besteht aus den Hochschulprofessoren Prof. Dr. Florian Nützel, Prof. Dr. Thomas Schaeffer, Prof. Dr. Carsten Schulz und Prof. Dr. Marcus Wagner sowie wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Vertreterinnen und Vertretern namhafter Unternehmen aus der Region. Initiiert wurde der Arbeitskreis durch einen Anstoß der Walter und Elfriede Niehoff Stiftung, die die Forschung im Bereich Digitaler Zwillinge an der Fakultät Maschinenbau der OTH Regensburg finanziell unterstützt.

Philipp Stocker stellte sein Promotionsthema zur KI-gestützten Herstellbarkeitsbewertung von Blechbauteilen in frühen Konstruktionsphasen vor. Anschließend präsentierte Jonas Preußinger Ergebnisse aus einer Masterarbeit zu einem Konfigurator, mit dem MKS-Modelle automatisiert generiert, simuliert und ausgewertet werden können.

Nach der Kaffeepause folgte ein Beitrag von Matthias Schuderer zum Einfluss von Reibmodellen auf das Systemverhalten von Riementrieben. Ergänzend gab Prof. Briem Einblicke in das Forschungsthema Materialermüdung bei Kupferdrähten. Ein besonderes Highlight war die anschließende Besichtigung der Drahtprüfmaschine, bei der die Teilnehmenden die experimentelle Untersuchung der Materialermüdung praxisnah nachvollziehen konnten.

Die Sitzung verdeutlichte die große thematische Bandbreite des Arbeitskreises und zeigte, wie KI, Simulation und experimentelle Validierung gemeinsam zur Weiterentwicklung digitaler Zwillinge im Maschinenbau beitragen können.

Arbeitskreis „Digitaler Zwilling für den Mittelstand im Maschinenbau“ mit Beiträgen zu KI, Simulation und Materialermüdung Foto: Yannick Vogl/ OTH Regensburg