Gemeinsam mit Johann Fischer, Programmkoordinator der AOB, wurde die Gruppe von Prof. Dr. Wissing und ihrer Kollegin Amelie Hörer, Lehrkraft für besondere Aufgaben, herzlich empfangen. Die beiden gaben den Besucherinnen und Besuchern einen umfassenden Einblick in den Pflegeberuf und gingen dabei sowohl auf dessen Besonderheiten als auch auf aktuelle Herausforderungen ein.
Der Informationsnachmittag gliederte sich in zwei Teile. In der ersten Stunde erläuterte Prof. Dr. Wissing in einem anschaulichen Vortrag die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Pflegeberufs. Dabei wurden unter anderem Fragen behandelt wie: Welche Aufgaben übernimmt eine Pflegefachperson? Warum werden die früher üblichen Berufsbezeichnungen „Krankenschwester“ und „Krankenpfleger“ heute nicht mehr verwendet? Und worin unterscheiden sich die klassische Pflegeausbildung und ein duales Pflegestudium?
Gerade die komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen und ihre regelmäßigen Veränderungen sorgten für zahlreiche Fragen seitens der Besucherinnen und Besucher. Dank ihrer langjährigen Berufserfahrung, unter anderem als Kinderkrankenschwester, konnte Prof. Dr. Wissing zugleich ein sehr praxisnahes Bild des Pflegeberufs vermitteln. Sie machte deutlich, wie vielfältig die Aufgaben einer Pflegefachperson sind. Pflegefachkräfte begleiten Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Krankheitsphasen – von der Prävention und Gesundheitsförderung über die Versorgung im Krankheitsfall bis hin zur palliativen Begleitung.
Im zweiten Teil des Nachmittags erhielten die Gäste in kleinen Gruppen eine Führung durch das Skills- und Simulationslabor. Dort können Studierende des Studiengangs Pflege ihr theoretisches Wissen vor den verpflichtenden Praxiseinsätzen anwenden und ihre berufspraktischen Kompetenzen in speziell ausgestatteten Übungsräumen vertiefen. Die Räume sind realen Krankenhaus- und Pflegesituationen nachempfunden und verfügen unter anderem über lebensnahe Simulationspuppen, an denen verschiedene pflegerische und medizinische Maßnahmen trainiert werden können.
Prof. Dr. Wissing demonstrierte an einer Säuglingspuppe, worauf Pflegefachpersonen bei der Versorgung von Säuglingen besonders achten müssen. Frau Hörer zeigte anschließend gemeinsam mit einem Teilnehmer der Delegation, wie eine immobile Person schonend und sicher aus dem Bett mobilisiert werden kann.
Dank Prof. Dr. Wissing und Frau Hörer erhielt die AOB-Delegation einen praxisnahen und realistischen Einblick in den Berufsalltag von Pflegefachpersonen sowie in die moderne Ausbildung zukünftiger Pflegekräfte an der OTH Regensburg.