Wer gehört zum Forschungsteam?
Leiter des Projekts ist Prof. Dr. Mehmet Kart. Wissenschaftliche Mitarbeitende sind Dr. Corina Schiegl und Andreas Hastreiter.
Worum geht es in dem Forschungsprojekt?
Das Projekt untersucht, wie pädagogische Fachkräfte in Bayern mit Antisemitismus in der Jugendarbeit, Jugendbildung und angrenzenden Handlungsfeldern umgehen. Das Projekt verfolgt das Ziel, praxisnahe Impulse für die Stärkung von Toleranz, Demokratiebildung und Antisemitismusprävention zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen, Handlungsstrategien und Unterstützungsbedarfe pädagogischer Fachkräfte. Zugleich werden bestehende Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramme sowie Präventionsmaßnahmen systematisch erfasst, um den aktuellen Stand der Bildungs- und Präventionsarbeit in Bayern zu analysieren und Entwicklungsbedarfe zu identifizieren.
Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt in der Praxis Anwendung finden?
Aktuell dokumentieren Untersuchungen in Deutschland ein besorgniserregendes Ausmaß antisemitischer Einstellungen und Vorfälle. Bislang schon durchgeführte oder noch laufende Forschungsvorhaben bestätigten bereits zentrale Handlungsbedarfe anhand von unzureichender Vorbereitung angehender Lehrkräfte und Sozialarbeitender im Umgang mit Antisemitismus, Unsicherheiten im Umgang mit religiös bedingten Konflikten sowie zunehmende antisemitische Vorfälle in Jugendeinrichtungen. Diese Befunde verdeutlichen den Bedarf an vertiefender Forschung und an der Entwicklung tragfähiger Präventions- und Bildungsstrategien, die in der pädagogischen Praxis der Jugend- und Bildungsarbeit verankert werden können.
Was begeistert an diesem Projekt?
Das Projekt fokussiert die pädagogische Praxis und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Professionalisierung und Prävention im Umgang mit Antisemitismus.