Wer ist an Ihrem Projekt beteiligt?
Die Projektleitung obliegt Prof. Dr. Wolfgang Mauerer, wissenschaftliche Koordinatorin ist Nicole Höß. Wissenschaftlich Mitarbeitende sind Vincent Gierisch, Dominik Köster, Nils Rabeneck und Oliver von Sicard. Insgesamt sind 18 regionale Partner, KMU aus Industrie und Wirtschaft, im Projekt eingebunden.
Worum geht es in Ihrem Forschungsprojekt?
Mithilfe von Large Language Models, generativer KI und klassischen maschinellen Lernverfahren entwickeln wir in enger Kooperation mit den beteiligten Partner-KMU Innovationen für unternehmensspezifische Prozessverbesserungen, aber auch für gänzlich neue Produkte und Services. Dabei stehen Kostensenkung, Gewinnsteigerung sowie Senkung der Ressourcenbedarfe und des CO2-Ausstoßes besonders im Fokus. KMU verfügen meist weder über ausreichend Ressourcen noch über tiefere Kenntnisse zu Vorgehensweisen und Algorithmen, weshalb die Einstiegshürde in KI-basierte Innovationen besonders hoch anzusetzen ist. Der Rückgriff auf kommerzielle Lösungen und externe Dienstleister aus dem nicht-europäischen Ausland liegt oft nahe, bedeutet jedoch eine Weitergabe schützenswerter Unternehmensdaten und Abhängigkeiten. Um hier eine positive Entwicklung in Gang zu setzen, transferiert das AIM-SMEs-Projektteam die Schlüsseltechnologie KI in spezifische Anwendungsfälle der teilnehmenden Unternehmen aus der Region.
Was begeistert Sie an dem Projekt?
Auf Ebene der einzelnen Unternehmen wollen wir KI-Leuchtturmprojekte umsetzen, die als Leitfaden für das Unternehmen wirken. Durch den erfolgreichen Abschluss des ersten KI-Projekts soll ein unmittelbarer Mehrwert für das Unternehmen und seine Marktposition entstehen. Gleichzeitig kann dieser Erfolg dazu beitragen, Ängste vor der Schlüsseltechnologie und Fehlinvestitionen sowie Abhängigkeiten zu vermeiden, indem das Unternehmen während der Umsetzung lernt, die Potenziale, Herausforderungen und Risiken in Zusammenhang mit KI realistisch einzuschätzen und passende Vorgehensweisen zu adoptieren. Dies erleichtert den Unternehmen die Weiterentwicklung der Lösung sowie die Umsetzung von Folgeprojekten und führt somit zu einer nachhaltigen und langfristigen Steigerung der Innovationskraft.
Wie können Erkenntnisse aus dem Projekt Anwendung in der Praxis finden?
AIM-SMEs setzt direkt an Problem- und Fragestellungen der Unternehmen an und verbindet daher unmittelbar Wissenschaft und Praxis. Die Leuchtturmprojekte und Transformationen der Unternehmen wirken zudem als Motivationsfaktor, Orientierungshilfe und Best-Practice-Referenz für andere KMU, die zuvor noch keinen konkreten Mehrwert in der Technologie identifiziert haben. Gleichzeitig steigern die Erfolgsbeispiele die Attraktivität der Region für Arbeitnehmer und schaffen z.B. durch neue Geschäftsmodelle neue, zukunftsgerechte Arbeitsplätze.
