Das Bild zeigt zwei Wissenschaftler, einen jüngeren und einen älteren, die den Greifer eines 6-Achsen-Roboters für einen Zugversuch mit magneto-aktiven Polymeren wechseln.

Intelligente Mikrostrukturen für die chemische Analytik >>> BILD NOCH ERSETZEN

Die Macher der Serie „Star Trek“ haben exotische Planeten, fantastische Aliens und atemberaubende Möglichkeiten der Technik erfunden. Der tragbare Tablet-Computer mit Touch-Bedienung ist heute Realität und das Smartphone hat den Communicator überholt. Nur eines ist bisher nicht gelungen: Ein multifunktionaler Hand-Scanner wie der Tricorder bleibt Science Fiction. Das Forschungscluster Intelligente Mikrostrukturen für die chemische Analytik (IMCA) arbeitet aber auch daran.

Ziele & Anwendung

Mikrostrukturen und Nanomaterialien machen das „Lab on a chip“, das Labor auf einem Quadratzentimeter, zur Realität. Die Zielsetzung des IMCA ist die Entwicklung einer entsprechend kompakten „elektronischen Nase“, die mobil, schnell und zuverlässig ist und die Nutzer*innen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Am Ende steht eine neue Form der pH-Messung, die winzige Metalloxidpartikel nutzt und in den Bereichen Umweltüberwachung, Gefahrstoff-Screening, Life-Style-Produkte und medizinische Diagnostik zum Einsatz kommen kann.

Veröffentlichungen der vonseiten der OTH Regensburg vertretenen Personen finden Sie auf dem Publikationsserver.

Forschung & Entwicklung

Das IMCA entwickelt neuartige Elektroden und Elektrolytsysteme, prüft Superkondensatoren im Langzeittest und klärt die Mechanismen der Energiespeicherung und Alterung auf.

Zu den spezifischen Forschungsthemen zählen:

  • Metalloxid-Sensoren für Umwelttechnik, Labor und Medizin
  • Alterungsmechanismen von Lithiumbatterien und Superkondensatoren
  • Chemische Analytik von Materialien, Rückständen und Schadensfällen
  • Intelligente magnetische Elastomere
  • Strukturierung von Elastomeroberflächen

 

Kompetenzen & Kooperationen

Das IMCA führt für regionale und internationale Partner folgende Materialanalysen durch:

  • Atom- und Röntgenspektroskopie: AAS, ICP-OES, LIPS, XRD, RFA
  • Molekülspektroskopie: FTIR, UV/Vis, GC/MS
  • Thermoanalytik: DSC, TGA-IR
  • Elektrochemische Methoden: EIS, CV
  • Nasschemische Methoden: TN, TAN
  • Rheologische Messungen

Wir freuen uns über Anfragen und Kooperationen mit der Industrie und anderen Hochschulen sowie mit Master- und Bachelorstudieren­den. Bei Fragen können Sie jederzeit mit unseren An­sprechpartnern Kontakt aufnehmen.

Aktuelle Forschungsprojekte

  • Sensor-Array für einen elektrochemischen pH-Sensor
  • Langzeittest und Materialstabilität elektrochemischer Spitzenlastspeicher
  • Nachhaltige Nutzung von Sekundärdüngemitteln und Analytik biogener Rückstände
  • Magnetoelektrische und magnetomechanische Wechselwirkungen in nachgiebigen Verbundwerkstoffen
  • Magnetisch abstimmbare Oberflächeneigenschaften von weichen magnetoaktiven  Elastomeren
  • Magnetic soft matter for robotics

Kontakt

Clustersprecher: Prof. Dr. Peter Kurzweil (OTH Amberg-Weiden)

Stellvertretender Clustersprecher: Prof. Dr. Mikhail Chamonine (OTH Regensburg)

Forschungsassistent*innen: Inna Belyaeva; Gašper Glavan; Raphael Kriegl (alle OTH Regensburg)