Ziele der 2. Förderphase

Innovative Angebote wissenschaftlicher Weiterbildung für neue Zielgruppen und die verbesserte Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung – diesen Themen widmet sich das Forschungsprojekt OTH mind. Das Verbundprojekt der OTH Regensburg und der OTH Amberg-Weiden zielt damit auf die Verbesserung der (Weiter-)Bildungsstrukturen in der Oberpfalz.

In der zweiten Förderphase (2018-2020) der Förderlinie „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschule“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung führt OTH mind II sowohl einzelne Themenschwerpunkte der ersten Projektphase fort, greift aber auch neue Aspekte auf.

Das Projekt richtet sich dabei zum einen an klassische Interessent/innen akademischer Weiterbildung – wie beruflich qualifizierte Personen und Berufstätige, insbesondere im technischen Bereich. Auf der anderen Seite werden aber auch Studienabbrecher/innen und IT-Fachkräfte adressiert.

In der aktuellen Förderphase liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der internen Professionalisierung der Weiterbildungseinrichtungen. Hierzu werden an beiden Hochschulen innovative Informations- und Managementsysteme eingerichtet. Der Aufbau von Supportstrukturen für Teilnehmende und Interessierte sowie eine professionelle Netzwerkarbeit sind weitere Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung der akademischen Weiterbildung in der Oberpfalz.

Arbeitspakete von OTH mind #transfergestalten

Der Teilbereich „Echte Durchlässigkeit durch flexibilisierte akademische Weiterbildung“ widmet sich der Aufgabe, Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung noch bedarfsgerechter für Berufstätige zu machen. Dahinter steht die Frage, welche flexibleren Lösungen geschaffen werden können, damit Berufstätige entsprechend ihrer jeweiligen Lebens- und Arbeitssituation an Weiterbildungen oder Studiengängen teilnehmen können.

In der ersten Förderphase wurde mit dem modularen Vorbereitungspaket „BeVorStudium“ ein Angebot entwickelt, das vor Studienbeginn Wissenslücken schließt und Bedenken und Hürden in der Vorstudienphase abbaut.

Die zweite Phase des Projektes knüpft daran an, aber konzentriert sich verstärkt auf die Studienphase selbst – untersucht wird, wie strukturell bedingte Hürden innerhalb von Studien- und Weiterbildungsgängen durch flexible Lösungen abgebaut werden können, damit akademische Weiterbildung auch mit persönlichen Situationen wie beruflicher Versetzung oder Elternzeit besser vereinbar ist. Geprüft werden soll auch, inwiefern dies beispielsweise durch Ansätze wie die Digitalisierung von Modulelementen erreicht werden kann.

Die Ziele im Überblick:

  • Ermöglichung von Durchlässigkeit für beruflich Qualifizierte durch Flexibilisierung: Abbau von gestalterischen Hindernissen für die Teilnahme an akademischer Weiterbildung
  • Stärkere Anpassung von Weiterbildungsangeboten an Lebensphasen der Teilnehmer/innen
  • Prüfung des Potentials digitaler Umsetzungen

Im Teilbereich „Begleitforschung“ wird ein umfassendes Evaluationskonzept entwickelt, in dem die Frage nach der Wirksamkeit der Weiterbildungsmaßnahmen für die berufliche Praxis im Mittelpunkt steht. Hierfür geht das Anliegen des Arbeitspaketes deutlich über die Ziele der ersten Förderphase von OTH mind hinaus, um den Teilnehmer/innen und deren Arbeitgebern eine passgenaue und praxiswirksame Qualifizierung an der Hochschule zu ermöglichen.

Zur Bestimmung des Wirksamkeitsbegriffs werden in einem ersten Schritt sowohl die Teilnehmer/innen von Weiterbildungsveranstaltungen als auch weitere Beteiligte, insbesondere Unternehmen und Dozierende befragt. Darauf aufbauend werden Ziele der Evaluation bestimmt sowie ein Instrumentarium entwickelt, um die bestehende Wirksamkeit der Weiterbildung messbar machen zu können. In einem weiteren Schritt wird die Wirksamkeit der Veranstaltungen schließlich evaluiert. Die Implikationen aus den Evaluationsergebnissen sowie die Dokumentation und Verstetigung verschiedener Evaluationsprozesse sind zentral für ein nachhaltiges Qualitätsmanagement der Angebote.

Die Ziele im Überblick:

  • Entwicklung eines Evaluationsinstruments zur Wirksamkeitsanalyse von akademischen Weiterbildungsangeboten aus multiplen Perspektiven (Teilnehmer/innen, Unternehmen, Hochschule)
  • Durchführung einer Evaluation und Testung des Instruments
  • Qualitätssicherung und Entwicklung von Verstetigungsempfehlungen/-optionen

Im Sinne der Durchlässigkeit und Chancengleichheit sollen Möglichkeiten der akademischen Weiterbildung an der OTH Regensburg für die Zielgruppe Berufserfahrener sichtbar gemacht werden. Wie Befragungsergebnisse der ersten Förderphase von OTH mind zeigen, haben die weiterbildenden Einrichtungen der OTH Regensburg und Amberg-Weiden bei Absolvent/innen einen Bekanntheitsgrad von 50 % erreicht. Ein ähnliches Bild eröffnet die Unternehmensbefragung: Etwa 35 % der befragten Unternehmen kooperieren bislang mit Hochschulen (nicht zwangsläufig mit der OTH) im Bereich der Weiterbildung. Im Umkehrschluss werden 50% der Absolvent/innen und 65 % der Unternehmen nicht erreicht, was auf eine mangelnde Bekanntheit zurückzuführen sein könnte.

Diese Wahrnehmungslücke soll der Teilbereich schließen. Während der Projektphase gilt es, einerseits Empfehlungen für eine verbesserte Sichtbarkeit der Bildungseinrichtungen nach außen zu geben. Andererseits sollen nicht nur Konzepte für eine hochschuladäquate, sondern auch für eine zielgruppenadäquate Kommunikationsstruktur – unter Beachtung der Digitalisierung – erarbeitet werden.

Die Ziele im Überblick:

  • Entwicklung von Maßnahmen zur verstärkten Sichtbarmachung der Weiterbildungseinrichtung der OTH Regensburg
  • Eruierung von digitalen Kommunikationstrends
  • Entwicklung von Konzepten zur Weiterentwicklung der zielgruppenadäquaten Kommunikationsstruktur an der OTH Regensburg

Informationen über die an der OTH Amberg-Weiden angelegten Arbeitspakete finden Sie hier



OTH mind – ein BMBF-Verbundprojekt der OTH Regensburg und Amberg-Weiden