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Beruflich Qualifizierte in Hochschulstudium und wissenschaftlicher Weiterbildung

Als Zielgruppe für akademisches Lernen zeichnen sich beruflich Qualifizierte durch eine hohe Heterogenität aus. Vor diesem Hintergrund hat das BMBF-geförderte Projekt OTH mind in zwei empirischen Untersuchungen Meinungen und Einschätzungen beruflich Qualifizierter zum sogenannten dritten Bildungsweg erhoben. Im folgenden Artikel werden daraus Ergebnisse zu Lernvoraussetzungen sowie  -interessen und möglichen Lernhindernissen in Bezug auf die Aufnahme akademischer Lernprozesse dargestellt. Das Interesse an solchen Lernprozessen zeigt sich dabei als geprägt von existentiellen und persönlichen Motiven – sowohl bei einer Entscheidung für – als auch gegen – eine Aufnahme akademischen Lernens. Festzustellen ist, dass beruflich Qualifizierte, die eine akademische Weiterbildung anstreben, sich intrinsisch motiviert für den Weg an die Hochschule entscheiden. Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass es angesichts der aufgezeigten Hindernisse weiterhin Aufgabe der Hochschulen ist, den Bildungsweg für diese Zielgruppe zu ebnen, um die akademische Qualifizierung dieser Fachkräfte bestmöglich zu stärken. (Eingereicht)

Arbeitslose Ingenieur/innen – Weiterbildung als Chance zur Integration in den Arbeitsmarkt

Im Rahmen des Projektes "OTH mind: modulares innovatives Netzwerk für Durchlässigkeit" wurde das Phänomen "Arbeitslosigkeit bei Ingenieur/innen" durch zwei qualitative und einer quantitativen Befragung genauer untersucht. Diese Erhebung sowie deskriptive Auswertungen stellen u. a. das Klientel "Arbeitslose Ingenieur/innen", Gründe von Arbeitslosigkeit, Anforderung der Unternehmen sowie die Relevanz von Weiterbildung bei arbeitslosen Ingenieur/innen dar. Dabei ist festzustellen, dass die Gründe für Arbeitslosigkeit nicht durch mangelnde Qualifikation bedingt sind. Vielmehr sind strukturelle Gründe, z. B. persönliche Lebensumstände, dafür verantwortlich. Weiterbildung, vor allem im technischen Bereich, scheint kein probates Mittel zur Re-Integration arbeitsloser Ingenieur/innen in das Berufsleben. (Eingereicht)

Zielgruppenspezifische didaktische Gestaltung von Weiterbildungsmodulen - Eine Befragung von Fachkräften und Alumni

Im Sommer 2015 wurde im Rahmen des Projekts "OTH mind: modulares innovatives Netzwerk für Durchlässigkeit" eine onlinebasierte Befragung der Zielgruppen technische Fachkräfte, beruflich Qualifizierte mit Studieninteresse sowie Ingenieur/innen an den beiden Ostbayerischen Technischen Hochschulen (OTH) Amberg-Weiden und Regensburg durchgeführt.
Anhand standardisierter Erhebungen wurde versucht, zielgruppenspezifische didaktische Gestaltungswünsche abzuleiten. Die Resultate ergaben, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zielgruppen marginal sind. Über alle Zielgruppen hinweg zeigt sich in Hinblick auf eine Weiterbildungsteilnahme ein starker Wunsch nach Praxisnähe der Weiterbildungsinhalte sowie der Dozent/innen. Der Theoriegedanke und wissenschaftliche Aspekte werden dagegen eher in den Hintergrund gerückt. Der Einsatz von virtuellen Lehrelementen scheint bisher nicht sehr verbreitet zu sein. (Eingereicht)


Gender Mainstreaming und Diversity in der (akademischen) MINT-Weiterbildung – Konzepte, Prozesse, Befunde

Sowohl im Studium als auch bei einer beruflichen Tätigkeit im MINT-Bereich spielt das Geschlecht, laut den Aufführungen von Ihsen (2013) eine zentrale Rolle. Eine dezidierte Literaturanalyse soll somit Aufschluss über den Frauenanteil in MINT sowie in der ingenieurswissenschaftlichen Weiterbildung geben. Dabei wird auf das Geschlecht als Strukturkategorie eingegangen. Eine große Relevanz bei dieser Thematik haben auch Aspekte von Diversity- und Intersektionalitätsansätzen. So wird beispielsweise die Heterogenität der Mitarbeiter/innen nicht nur beachtet sondern ebenso deren Vorteile zum positiven Nutzen aller Beteiligten herangezogen (Koall/Bruchhangen 2005). Die Übertragung solcher Ansätze in den Weiterbildungsbereich stellt somit einen enormen Mehrwert für diesen Bereich dar. Schließlich werden wesentliche Genderperspektiven folgender Faktoren: Zielgruppe, Angebote, Lehr- und Lernmethoden, Beratungs- und Betreuungsstrukturen sowie MINT-Förderprojekte unter Verwendung der Ergebnisse aus eigenen Erhebungen in Rahmen des OTH mind Projektes skizziert. (In Vorbereitung)


Prozesse in der Entwicklung von zielgruppenspezifischen Bildungsangeboten

Geplant ist eine Beschreibung und Reflektion der Abläufe bei der Entwicklung des zielgruppenspezifischen Weiterbildungsangebots. Dabei soll insbesondere auf die Besonderheiten einer akademischen Weiterbildung und die Erreichbarkeit der Zielgruppe eingegangen werden. Aktuell werden dafür noch Recherchearbeiten betrieben. (In Vorbereitung)


Anrechnungsprozesse und -bedarfe von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen aus Sicht beruflich Qualifizierter in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen

Dieser geplante Artikel fasst Ergebnisse verschiedener Interviews mit beruflich qualifizierten Studierenden zu folgenden Fragen zusammen: Welche Regelungen zur Anrechnung von Kompetenzen, die im Rahmen beruflicher Bildung erworben wurden, können geschaffen werden? Gibt es inhaltliche Dopplungen zwischen Vorbildung und Studieninhalten? Dieser Artikel befindet sich in der Phase der Planung und inhaltlichen Konzeptionierung. (In Vorbereitung)


Ergebnisse der Studienverlaufsanalyse

Ziel ist es, auf Basis ausgewählter ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge der OTH-Hochschulen das Studienabbruchverhalten zu analysieren. Damit einhergehend sollen ebenfalls eine eventuell vorliegende berufliche Vorqualifikation (z. B. abgeschlossene Berufsausbildung, Meister, Techniker, etc.) sowie der Verbleib von Studienabbrecher/innen genauer unter die Lupe genommen werden. Aktuell befindet man sich in der Phase der Datenaufbereitung sowie der Planung des Artikels. (In Vorbereitung)


OTH mind – ein BMBF-Verbundprojekt der OTH Regensburg und Amberg-Weiden

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