Nachrichten aus der Weiterbildung

ZWW liefert Impulse zu „Agilem Management“

03.08.2018
Von: Sarah Ruppert, Petra Schmöller, Sandra Bauer

Am ersten „Afterworkseminar“ des Zentrums für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) haben am Freitag, 13. Juli, rund 50 Personen teilgenommen. Zum Thema „Agiles Management“ referierten Prof. Dr. Thomas Liebetruth und Catherine Battle.

Prof. Dr. Thomas Liebetruth führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit seinem Impulsvortrag „Agiles Management“ in das Thema ein.

Prof. Dr. Thomas Liebetruth führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit seinem Impulsvortrag „Agiles Management“ in das Thema ein.

Die Expertin Catherine Battle ging mit dem Praxisteil „Agiles Management aus Unternehmersicht“ ins Detail.

Die Expertin Catherine Battle ging mit dem Praxisteil „Agiles Management aus Unternehmersicht“ ins Detail. Fotos: Sarah Sophie Ruppert / ZWW

Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg und Leiterin des ZWW, begrüßte die Anwesenden sehr herzlich. „Das neue Format bietet die Möglichkeit, sich von Expertinnen und Experten zu einem bestimmten Thema in kompakter Form informieren zu lassen und sich anschließend über das Gehörte auszutauschen“, so Prof. Dr. Winkler. Die OTH Regensburg ist damit nicht nur kompetenter Partner für berufsbegleitend Studierende, sondern auch ein Impulsgeber für Personen, die sich neben ihrer Arbeit in verschiedenen Seminaren zielgenau und kompakt weiterbilden oder in einem interdisziplinären Zertifikatslehrgang weiterentwickeln möchten. Als Bildungseinrichtung berücksichtigt die OTH Regensburg damit die vielen unterschiedlichen Voraussetzungen der Interessierten.

Impulsvortrag zum „Agilen Management“

Den Impulsvortrag zum Thema „Agiles Management“ hielt der Dekan der Fakultät Betriebswirtschaft und wissenschaftlicher Leiter des Hochschulzertifikatkurses „Business Process Manger/in“, Prof. Dr. Thomas Liebetruth, der selbst gespannt war auf das neue Weiterbildungsformat des ZWW. In seinem Vortrag führte er zunächst den Begriff „Agiles Management“ ein. „Agil“, bedeutet „etwas tun“ oder „handeln“. „Heute verstehen wir unter `Agilem Management` die unternehmerische Reaktion oder Anpassungsfähigkeit auf externe Einflüsse“, so Prof. Dr. Liebetruth. Hierbei ist auch die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit bei solchen Aktionen gemeint. Warum ist es also wichtig auf unvorhersehbare oder gar unberechenbare Geschehnisse vorbereitet zu sein?

Das erklärt das VUCA-Prinzip, das die schwierigen Rahmenbedingungen für eine unternehmerische Führung beschreibt: volatility, uncertainly, complexity und ambiguity. Übersetzt: Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit. „In solch einer unbeständigen Welt ist ´Agiles Management´ wichtig und sinnvoll“, sagte Prof. Dr. Liebetruth. In einem Unternehmen könne man in vielen Bereichen agil sein. Hierunter fallen beispielsweise die Bereiche Logistik, Projektmanagement, Produktentwicklung und die Organisation selbst. In einer von VUCA beherrschten Unternehmenswelt ist eine stark dezentrale und teamorientierte Organisation von Bedeutung.

Einblicke in die Praxis eines "Scrum Masters"

Als Expertin und zertifizierter Scrum Master stellte Catherine Battle, IT Business Consulting, den Anwesenden das agile Projektmanagement in ihrem Praxisbericht näher vor. Catherine Battle coacht Unternehmen bei Problemen in der Prozesssteuerung und bringt Lösungen auf den Tisch. Scrum kommt aus dem Rugby und bedeutet ´Gedränge´. Catherin Battle führte aus: „Scrum stellt ein Rahmenwerk dar, innerhalb dessen Menschen komplexe adaptive Aufgabenstellungen angehen können, und durch das sie in die Lage versetzt werden, produktiv und kreativ Produkte mit dem höchstmöglichen Wert auszuliefern.“

In einem Scrum-Team müssen drei Rollen vertreten sein:  der Product Owner, das Entwicklungsteam und der Scrum Master. Als Scrum Master ist Catherine Battle dafür verantwortlich, dass Scrum überhaupt gelingt. Dabei stellt sie anfangs immer die Frage: „Was ist wichtig und welche Vision haben wir – was wollen wir erreichen?“ Das könnte zum Beispiel der wirtschaftliche Erfolg eines Produktes sein, dafür ist wiederum der Product Owner verantwortlich. Die Funktionalitäten eines Produktes liefert das Entwicklungsteam anhand der Vorstellungen des Product Owners. Agile Prinzipen sind nach Battle zum Beispiel das Betrachten des großen Ganzen, die volle Verantwortlichkeit des Teams und die Visualisierung der geleisteten Arbeit.

Die gelungene Auftaktveranstaltung des ZWW zum neuen Weiterbildungsformat machte Lust auf mehr solcher Afterworkseminare, bei denen die Wissensvermittlung und der Austausch ganz klar im Fokus stehen. Nach den beiden spannenden Vorträgen hatten die Teilnehmenden ausreichend Gelegenheit, sich bei einem Get together auszutauschen und zu vernetzen.

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