Nachrichten aus der Weiterbildung

Virtuelle Abschlussfeier für zehn Studiengänge

19.05.2021
Von: Dr. Kerstin Pschibl

150 Studierende verabschiedeten sich am 8. Mai 2021 bei einer virtuellen Absolvent*innenfeier von "ihrer" Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Studiendekanin Prof. Renate Kühnel begrüßt 150 Studierende zur Premiere der virtuellen Absolvent*innenfeier an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Studiendekanin Prof. Renate Kühnel begrüßt 150 Studierende zur Premiere der virtuellen Absolvent*innenfeier an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Als "One-Woman-Band" performte Anna Gleich ihren selbst komponierten Song "Wings are made to fly". Ihr Musikvideo gestaltete sie fünfstimmig mit zusätzlicher Körperpercussion.

Als "One-Woman-Band" performte Anna Gleich ihren selbst komponierten Song "Wings are made to fly". Ihr Musikvideo gestaltete sie fünfstimmig mit zusätzlicher Körperpercussion.

Prof. Dr. Andrea Pfingsten gratuliert in einer Video-Performance der Studiengangleiter*innen "ihren" Physiotherapie-Absolvent*innen. Screenshots: Dr. Kerstin Pschibl

Prof. Dr. Andrea Pfingsten gratuliert in einer Video-Performance der Studiengangleiter*innen "ihren" Physiotherapie-Absolvent*innen. Screenshots: Dr. Kerstin Pschibl

An der Abschlussfeier nahmen Absolvent*innen aus zehn Studiengängen der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften teil, darunter auch die ersten Absolvent*innen der Therapiestudiengänge Physiotherapie und Logopädie. Die Alumni trafen sich im Anschluss an ein gemeinsames Programm mit ihren Studiengangleiterinnen in spezifischen Zoom-Räumen zum Austausch in kleiner Runde. So konnte zumindest virtuell mit dem Getränk der Wahl angestoßen werden, auch wenn laut Studiendekanin Prof. Renate Kühnel „die feierliche Übergabe der Zeugnisse diesmal der Postbote übernehmen musste“.

„Abschlüsse sind unmodern“

Dekan Prof. Dr. Carl Heese betonte bei der Absolvent*innenfeier, dass Abschlussveranstaltungen „eigentlich veraltet“ seien. Angesichts der Entstrukturierung des Lebenslaufs gebe es eigentlich kein Ende des Studierens. „Wir leben in einem Gleichzeitigkeitsmodus“, sagte Prof. Heese.

Alumnus Kevin Le Phu blickte als Student der "Großen Studiengruppe", bei der im Wintersemester 2017/18 mit etwa 450 Erstsemester dreimal so viel Studierende wie üblich gestartet waren, auf ein besonders „bewegtes“ Studium zurück. Die ungewöhnlich großen Gruppen waren eine Herausforderung für Dozierende und Studierende. Als sich die Studierenden dann im Anschluss an das Praxissemester, das Kevin Le Phu als Highlight seines Studiums beschreibt, auf ein ruhigeres Fahrwasser eingestellt hatten, kam die Pandemie. „Wir dachten vor dem Sommersemester 2020 eigentlich, uns kann nichts mehr überraschen“, so Le Phu. Er hebt aber gleichzeitig das Engagement und die Unterstützung vieler Dozierender hervor, welche die "Große Studiengruppe" gleich unter zwei außergewöhnlichen Studienbedingungen begleitet hatten.

Berufsbegleitende und ausbildungsintegrierende Studiengänge

Große Herausforderungen im Studium schilderte auch Felix Bäuerle, Absolvent des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Pflegemanagement. „Wir waren die Ersten in diesem Studiengang und wir waren gleichzeitig auch die Alten“, so der Alumnus; eine seiner Mitstudentinnen habe sogar gleichzeitig mit ihrem Sohn an der OTH Regensburg studiert. Viele Studierende hätten die Anforderungen eines berufsbegleitenden Studiums unterschätzt. „Es war aber dennoch die richtige Entscheidung“, so Felix Bäuerle. Die Alumni seien jetzt nahezu alle in Leitungsfunktionen und gerade in den aktuell außerordentlich schwierigen Zeiten tragen die im Studium erworbenen Kompetenzen „zum Wohl unserer Mitarbeiter und zum Wohl der Patienten“ bei, sagte Felix Bäuerle.

Der Frage „Warum studierst du das, das ist doch eine Ausbildung“ musste sich die Absolventin des Bachelorstudiengangs Physiotherapie, Leonie Walter stellen. „Ich wusste am Anfang auch nicht recht, was ich antworten soll“, sagte die Alumna. Inzwischen ist sie aber sehr dankbar über das im Studium Erlernte. Neben einer intensiven Auseinandersetzung mit fachlichen und gesundheitspolitischen Themen habe sie im Studium vor allem gelernt zu hinterfragen, über den Tellerrand zu schauen und evidenzbasiert zu entscheiden. „Das ist unser Beitrag für eine gesündere und bessere Welt“, so Leonie Walter. Die Alumna betont, dass sie sich auch persönlich weiter entwickelt hat. Vor allem der Praxisaufenthalt in Tansania habe ihr Weltbild entscheidend verändert.

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