Afterworkseminar „Wissen am Abend“ über Unternehmenskommunikation

03.06.2019
Von: Sonja Lindner

Das Afterworkseminar „Wissen am Abend“ – ein neues Weiterbildungsformat des Zentrums für Weiterbildung und Wissensmanagement – war mit spannenden Vorträgen und rund 100 Gästen sehr erfolgreich.

Von links: Prof. Dr. Michael Höschl, Dr. Anne-Kathrin Bräu und Andreas Sauer standen den Teilnehmenden nach ihren Vorträgen beim Afterworkseminar „Wissen am Abend“ für Fragen zur Verfügung.

Von links: Prof. Dr. Michael Höschl, Dr. Anne-Kathrin Bräu und Andreas Sauer standen den Teilnehmenden nach ihren Vorträgen beim Afterworkseminar „Wissen am Abend“ für Fragen zur Verfügung. Foto: Sandra Bauer, OTH Regensburg

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr 2018 fand auch das zweite Afterworkseminar mit dem Motto „Wissen am Abend“, das das Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) am 24. Mai 2019 veranstaltete, großen Anklang. Rund 100 Teilnehmende informierten sich zum Thema „Interne Unternehmenskommunikation im digitalen Zeitalter“, für das Prof. Dr. Michael Höschl von der Fakultät Betriebswirtschaft sowie Dr. Anne-Kathrin Bräu von der Continental AG und Andreas Sauer von BMW Regensburg als Rednerin und Redner gewonnen werden konnten. 

Die Vorträge: kurz, kompakt und interessant

„Das Afterworkseminar soll Ihnen die Möglichkeit geben, sich kurz, kompakt und interessant zu einem aktuellen Thema zu informieren und auszutauschen“, so Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg und Leiterin des ZWW, die die Anwesenden begrüßte. Prof. Dr. Winkler betonte, wie wichtig es sei, als Hochschule verstärkt auf spezielle Lebensumstände, besonders der nicht-traditionell Studierenden, einzugehen.

Neben dem Afterworkseminar bietet das ZWW weitere Möglichkeiten der berufsbegleitenden Weiterbildung: von ein- bis zweitägigen Fachseminaren über Hochschulzertifikate bis hin zu berufsbegleitenden Studiengängen.

Unternehmenskommunikation: ein sensitiver Prozess

Prof. Dr. Michael Höschl gab mit seinem Beitrag einen wissenschaftlichen Einblick in das Thema Unternehmenskommunikation. „Kommunikation ist ein sensitiver Geschäftsprozess“, sagte Prof. Dr. Höschl, denn „wenn eine Botschaft mal draußen ist, dann ist sie draußen, dann gibt es kein Zurück“. Trotz des zunehmenden Kontakts über digitale Medien bleibe die Bedeutung der Face-to-Face-Kommunikation konstant hoch, wobei die Ziele der Unternehmenskommunikation sehr vielfältig seien. 

In erster Linie gehe es meist um den Transfer von Wissen. Aber auch die Mitarbeiterbindung, Motivation und das Arbeitsklima sollen durch gute Kommunikation vonseiten des Unternehmens gefördert werden. Grundlage hierfür sei zunächst das gegenseitige Vertrauen, darin stimmten alle drei Vortragende überein.

Interne Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung

Wie interne Unternehmenskommunikation im Zeitalter der Digitalisierung in der Praxis aussehen kann, stellten die beiden nachfolgenden Beiträge anschaulich dar. Dr. Anne-Kathrin Bräu, Leitung Powertrain Communications, Continental AG, betonte die Wichtigkeit der integrierten Kommunikation: „In der heutigen Zeit dringen Informationen, die ich intern gebe, auch schnell nach außen“, so Dr. Bräu.

Somit sei nicht mehr eindeutig zwischen interner und externer Kommunikation zu differenzieren. Entscheidend sei vielmehr, an alle Stakeholder übereinstimmende Botschaften zu senden, denn „in Zeiten von Social Media ist das, was in Land A passiert, sofort auch in Land B bekannt“, sagte Dr. Bräu.

Herausforderung „von Print zu Digital“

Während die interne Kommunikation bei Continental vor allem über das Medium Intranet erfolgt, berichtete Andreas Sauer, Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Mitarbeiterkommunikation, BMW Regensburg, über die Herausforderung „von Print zu Digital“. Viele der Mitarbeiter bei BMW seien sowohl im Schichtdienst als auch in einem taktgetriebenen Arbeitsumfeld beschäftigt und haben demnach nur wenig Zeit, um sich mittels eines Portals über aktuelle Themen des Unternehmens zu informieren.

Aus diesem Grund entsteht derzeit eine App, die alle Mitarbeitenden mit wichtigen Informationen versorgen soll, auch auf privaten Endgeräten. Dies sei eine große Aufgabe, aber einer der spannendsten Jobs, so Andreas Sauer.

Bei allen drei Vorträgen wurde klar, dass Unternehmenskommunikation im digitalen Zeitalter mehr denn je von großer Bedeutung ist. „Wir leben in einer Welt, in der Veränderungen schneller, häufiger und stärker auftreten“, so Dr. Bräu. „Gute interne Kommunikation ist somit die Lebensversicherung für ein Unternehmen, das Erfolg haben will“, fasst Andreas Sauer zusammen. – Nach den Vorträgen fand noch ein Get-together statt, bei dem sich die Anwesenden zu den vorangegangenen Inhalten austauschten.

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