Schutz kritischer Infrastrukturen

Fachseminar Schutz kritischer Infrastrukturen

Die Sicherheitsvorsorge und das Risikomanagement im öffentlichen Bereich stellen mit der zunehmenden Komplexität von technischen, organisatorischen und menschlichen Systemabhängigkeiten hohe Anforderungen an das Verständnis der Zusammenhänge beim Auftreten eines Krisen- oder Schadenfalles. Insbesondere mit der zunehmenden Vernetzung von kritischen Infrastrukturen, wie zum Beispiel bei der Internet-Technologie, der Energieversorgung, dem Verkehr und bei öffentlichen Dienstleistungen, haben sich die Anforderungen für Entscheidungsträger*innen und Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung sowie in Unternehmen maßgeblich erhöht. Gesetzliche Vorgaben und Regulierungen auf nationaler und europäischer Ebene definieren zudem stetig neue Verantwortlichkeiten und Anforderungen, die von den Verantwortlichen in Betracht gezogen werden müssen. 

Dieses Fachseminar richtet sich an einschlägige Führungskräfte sowie an Fachpersonal, das mit der Aufgabe der Krisenvorsorge und des -managements beim Ausfall kritischer Infrastrukturen beauftragt ist. Ziel des Seminars ist es, mit anwendungsorientierten Methoden die Komplexität kritischer Infrastrukturen operativ fassbar zu machen. Darüber hinaus sollen verantwortlichen Führungskräften sowie Fachpersonal Kompetenzen und Fertigkeiten für den Aufbau eines adäquaten Lageverständnisses vermittelt werden.

Da in diesem Fachseminar mit sensiblen Themen und Problemstellungen gearbeitet wird, wird mit den Teilnehmenden eine Vertraulichkeitsvereinbarungen geschlossen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass neben den fachlichen Inhalten auch die eigene Vernetzung zwischen Fachexpert*innen und Organisationseinheiten ermöglicht wird.

Inhalt

  • Anwendungsorientierte Methoden zur Erfassung von komplexen Interaktionen zwischen kritischen Schlüsselfaktoren
  • Entwicklung von problemspezifischen Szenarios für die Entscheidungsunterstützung
  • Erstellung von Unterlagen für lang- und kurzfristige Lagebilder sowie Entscheidungsvorträge
  • Methoden und Kompetenzen zur Kommunikation von Lageeinschätzungen und -bewertungen
  • Verständnis der organisations- und ressortübergreifenden Zusammenarbeit
  • Darstellung wichtiger regulatorischer Vorgaben 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an einschlägige Fach- und Führungskräfte aus der öffentlichen Verwaltung, von Unternehmen und Behörden sowie Organisationen der öffentlichen Sicherheitsvorsorge.

Zulassungsvoraussetzungen

Erfahrungen im Krisenmanagement und Zuständigkeiten für den Bereich kritische Infrastrukturen

Nutzen

Im Anschluss an das Fachseminar können die Teilnehmenden nicht nur anwendungsorientierte Methoden für ihre eigenen Anwendungsfälle einsetzen, sondern darüber hinaus auch die Sichtweisen verschiedener Organisationseinheiten und deren Akteur*innen für das eigene Lagebild und die eigene Lagebewertung integrieren. Dadurch erreichen die Teilnehmenden ein besseres Verständnis für die Zielwidersprüche und Friktionen in der gemeinsamen Einschätzung sowie der gemeinsamen Bearbeitung von krisenhaften Lagen.

Seminarleitung

Prof. Dr. Markus Bresinsky
OTH Regensburg, Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften

Johanna Schröder
OTH Regensburg, Institut für Angewandte Forschung und Wirtschaftskooperationen (IAFW)

Termin

22. - 23. Juli 2022, jeweils von 09.00 - 17.45 Uhr

Kosten

840 €

Anmeldung

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Ihre Ansprechpartnerin

Bianca Sporer

Bianca Sporer
Tel.: 0941 943-9832
E-Mail: bianca.sporer(at)oth-regensburg.de