Was spricht für ein TutorInnenqualifizierungsprogramm?

TutorInnen sind wichtige Stützen für das Lehren und Lernen an Hochschulen und tragen zur Optimierung der Studienqualität bei. Die Übernahme von lehrbezogenen Aufgaben durch Studierende in tutorialen Funktionen ist sinn- und wertvoll, da sie …

1) eine Wiederholung, Vertiefung und Übung fachspezifischer Inhalte ermöglichen.
Tutorien fördern somit das Verständnis, dienen der Nachhaltigkeit und erhöhen den Lernerfolg.
2) selbst Studierende (meist in höheren Semestern) sind. (Peer Learning)
Sie sind folglich näher an der Lebenswelt der Teilnehmer und haben mehr Verständnis für deren spezifische Probleme. Außerdem kennen die Schwierigkeiten des fachlichen Inhalts und können diesen in den Gesamtzusammenhang des Studiums einordnen.
3) durch die Planung und Leitung ihrer Tutorien Lehr- und Beratungstätigkeiten übernehmen, was sich erstens positiv auf ihr weiteres Studium auswirken kann und ihnen zweitens die Möglichkeit bietet, sich auch persönlich weiterzuentwickeln.

Die Aufgaben eines Tutors/einer Tutorin sind dabei sehr vielfältig. Sie umfassen sowohl Lehr- als auch Beratungs- und Begleitungsfunktionen. Dies erfordert neben entsprechendem Fachwissen auch didaktisch-methodische sowie personale und sozial-kommunikative Kompetenzen. Diese können per se nicht vorausgesetzt werden.
Deshalb sind aus hochschuldidaktischer Sicht entsprechende Qualifizierungsangebote erforderlich, welche TutorInnen adäquat auf ihre Aufgaben vorbereiten und sie in ihrer Tätigkeit begleiten.