Frauen in der Wissenschaft

Frauen sind in der Wissenschaft noch deutlich unterrepräsentiert. Im Studium stellen sie noch etwa die Hälfte der Studierenden. Laut GWK lag der Frauenanteil bei den Promotionen 2009 zwar schon bei 44%, der bei Professuren dann aber nur noch bei 18%. Mehr Frauen für eine wissenschaftliche Laufbahn zu gewinnen ist deshalb ein wichtiges Ziel.

Promotionsmöglichkeiten

Besonders gut qualifizierte Diplomfachhochschul-Absolventinnen und –Absolventen können zur Promotion an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule zugelassen werden. Entsprechend dem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) "Zugang zur Promotion für Master-/Magister- und Bachelor-/Bakkalaureusabsolventen" vom 14.04.2000 berechtigen Masterabschlüsse an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften grundsätzlich zur Promotion.

Die Zulassung ist in beiden Fällen aber häufig an bestimmte Voraussetzungen bzw. an die Erfüllung bestimmter Auflagen gekoppelt. Die genauen Bestimmungen werden in der jeweiligen Promotionsordnung festgelegt. Diese sind von Universität zu Universität und von Fakultät zu Fakultät sehr unterschiedlich.

Die Hochschule Neu-Ulm bietet ein Informationssystem zur Promotion von FH-Absolventinnen und FH-Absolventen. Dort gibt es auch eine Suchfunktion, mit der deutschlandweit nach passenden Promotionsordnungen gesucht werden kann.

Webportal zu Studien- und Promotionsmöglichkeiten in Deutschland: www.hochschulkompass.de

Fördermöglichkeiten

Zur Erhöhung des Frauenanteils in der Lehre an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften stellt der Freistaat den Frauenbeauftragten der bayerischen HAWs besondere Mittel zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre im Staatshaushalt bereit. Besonders befähigten Frauen mit Fachhochschulabschluss soll durch das hieraus finanzierte Stipendium die Möglichkeit eröffnet werden, sich weiter zu qualifizieren, um dadurch berufungsfähig zu werden. Berufungsfähigkeit setzt i.d.R. die Promotion voraus. Förderungswürdige Qualifizierungsmaßnahmen sind daher solche, die zu einer Promotion fuhren.
www.lakof-bayern.de/foerderung/HAW/promotionsstipendien

Informationen zur Professur und zum Berufungsverfahren
Wenn Sie an einer Hochschulprofessur interessiert sind, können Sie sich auf der Homepage der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an bayerischen HAWs informieren. Auch die Landeskonferenz Baden-Württemberg bietet Informationen zu diesem Beruf und den Weg dorthin.

 

Datenbanken
Zu finden ist hier auch eine Datenbank mit Frauen in der Wissenschaft. Wir möchten Sie dazu ermutigen, sich in diese Datenbank einzutragen. Hierdurch können Sie ausgeschriebene Stellenangebote einsehen. Außerdem können Hochschulen direkt in Kontakt mit Ihnen treten. Ein ähnliches Angebot bietet das CEWS.

 

Fördermöglichkeiten
Zur Erhöhung des Frauenanteils in der Lehre an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften stellt der Freistaat den Frauenbeauftragten besondere Mittel zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre im Staatshaushalt bereit. Finanziert werden daraus u.a. Stipendien und das Lehrauftragsprogramm Rein-in-die-Hörsäle.

Mit dem Promotionsstipendium wird das Promotionsvorhaben von Frauen gefördert, die bereits über die für eine Professur notwendigen 5 Jahre Berufserfahrung verfügen und zur Berufungsfähigkeit noch die Promotion benötigen.

Mit dem Lehrauftragsprogramm Rein-in-die-Hörsäle werden Lehraufträge von Frauen gefördert, um ihnen die Chance zu geben, Lehrerfahrung zu sammeln. Außerdem werden jedes Jahr im Herbst zwei Veranstaltungen angeboten: Eine Informationsveranstaltung zur Professur und ein Workshop zur Vorbereitung auf Berufungsverfahren.

 

 

Die Mittelbayerische Zeitung stellt in ihrer Serie "Frauen in der Wissenschaft"  Professorinnen aus der Region und deren Werdegang vor. Auch von Professorinnen der OTH Regensburg gibt es schon einige Berichte, wie der Weg zur Professur erfolgreich gelingen kann.