Wetteifern um Einzug ins Europafinale der FIRST LEGO League

17.02.2020
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

200 Schülerinnen und Schüler aus ganz Süddeutschland lieferten sich im Rahmen der FIRST LEGO League ein spannendes Europasemifinale. Mit dabei: Zwei Teams aus der Oberpfalz.

Der Höhepunkt der Veranstaltung, die „Robot Games“. Hier das Team „RTG Next Generation“ aus Nittenau, das im Regionalentscheid im November 2019 den ersten Platz belegte.

Der Höhepunkt der Veranstaltung, die „Robot Games“. Hier das Team „RTG Next Generation“ aus Nittenau, das im Regionalentscheid im November 2019 den ersten Platz belegte.

Auch die zweitplatzierten aus dem Regionalentscheid vom vergangenen November, die "English Robot Girls", schafften es am Ende nicht in das Finale.

Auch die zweitplatzierten aus dem Regionalentscheid vom vergangenen November, die "English Robot Girls", schafften es am Ende nicht in das Finale. Fotos: Katharina Schryro

Technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus ganz Süddeutschland wetteiferten am 15. Februar an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH Regensburg), um den Einzug ins Europafinale des Roboterwettbewerbs FIRST LEGO League (FLL). Mehr als 200 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren traten beim Europasemifinale gegeneinander an. Das Team „GSG Robots“ aus Ludwigshafen setzte sich an die Spitze der 19 teilnehmenden Mannschaften. Zweiter wurden „Go Robots“ aus Ottobrunn, gefolgt von „Systemadministrator“ aus Sindelfingen. Die Gewinner treten am 6. und 7. März in Offenburg gegen Teams aus verschiedenen Ländern Zentraleuropas an.

Ziel des internationalen Roboterwettbewerbs FLL ist es, spielerisch den Nachwuchs in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz zu fördern. Die Saison 2019/2020, in der Dipl. Päd. Univ. Armin Gardeia von der Jungen Hochschule der OTH Regensburg bereits zum zehnten Mal die Organisation übernimmt, lief unter dem Thema „CITY SHAPER – Gestaltet das Bauen der Zukunft“.

Höhepunkt des Wettbewerbs an der OTH Regensburg war die Kategorie „Robot Games“, den das Publikum mit Spannung verfolgte. Dabei traten die Teams in mehreren Runden gegeneinander an und mussten ihre Roboter geschickt über einen Aufgabenparcours lenken, um möglichst viele Punkte zu ergattern. Es galt, die Roboter innerhalb von zweieinhalb Minuten für die verschiedenen Aufgaben vorzubereiten und umzubauen. Zusätzlich flossen Bewertungen aus den Einzelkategorien „Teamwork“, „Forschungsprojekt“ und „Robot Design“ in die Gesamtwertung ein. Einen Sonderpreis verlieh die Jury für den besten Prototyp an das Team „RS_nightMARe“ aus Marktheidenfeld, das mit guter technischer Umsetzung, hervorragendem Teamwork sowie seiner deutlich spürbaren Leidenschaft besonders hervorstach.

Die beiden Teams aus der Oberpfalz, „RTG Next Generation“ aus Nittenau sowie die „English Robot Girls“ aus Regensburg, konnten sich nicht für das Europafinale qualifizieren. Im Regionalentscheid im November 2019 an der OTH Regensburg hatten die Jungs vom Regental-Gymnasium Nittenau mit ihrem Forschungsprojekt zu einem vollautomatischen Erkennungssystem für Parkhäuser noch Platz eins erreicht. Die „English Robot Girls“ der St. Marien-Schulen in Regensburg hatten sich damals mit ihrem Projekt zur Sicherung des Trinkwasserangebots in Regensburg ebenfalls für das Europasemifinale qualifiziert. Sie verfolgen das Ziel, in Zusammenarbeit mit dem lokalen Wasserversorger, die Regensburger Innenstadt mit Trinkwasserstellen auszustatten. Dafür investieren sie neben der Arbeit in ihrem Wahlfach Robotik auch einen großen Teil ihrer Freizeit.

Der Roboterwettbewerb FLL wird in Kooperation mit HANDS on TECHNOLOGY e.V. durchgeführt und von den Firmen Continental Regensburg und Infineon Technologies Regensburg gesponsert. Parallel zudem Europasemifinale fand am Samstag zum zweiten Mal auch die FLL Junior für Kinder im Grundschulalter statt. Die Kinder von sechs bis zehn Jahren lernen dabei, im Team zu arbeiten und entdecken die Wunder der Wissenschaft und Technik. Mit einem Forschungsposter und einem motorisierten Modell aus LEGO-Steinen nahmen sieben Gruppen aus dem Landkreis Regensburg teil. Sie sollten die Aspekte „Barrierefreiheit“, „Umweltfreundlichkeit“ und „Stabilität“ beim Bau ihrer Projekte umsetzen. So entstanden beispielsweise Gebäude wie die eigene Schule mit Dachbegrünung und Solaranlage oder ein Mehrgenerationenhaus.

Das Team der OTH Regensburg, vier Kinder von Angehörigen der Hochschule, setzte sich zum Ziel das Studierendenhaus zu verbessern. Anhand ihres LEGO-Modells zeigten sie, wie man es umweltfreundlicher und barrierefrei gestalten sowie um ein Kino und eine Dachterrasse erweitern könnte. Die Teams der FLL Junior bekamen unter anderem Preise für das Meistern schwieriger Situationen, das vielseitigste Design oder das umweltfreundlichste Gebäude.

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