Virtueller Gastvortrag zum Thema „OKR – Objectives and Key Results“

27.05.2020
Von: Prof. Dr. Sabine Jaritz

OKR als neue Wunderwaffe innovativer Führungskräfte? Ein virtueller Gastvortrag, der im Rahmen der Projektmanagement-Vorlesung an der Fakultät Betriebswirtschaft stattfand, befasste sich mit der neuen Methode.

OKR als neue Wunderwaffe innovativer Führungskräfte? – Rund um diese neue Methode drehte sich der virtuelle Gastvortrag, der im Rahmen der Vorlesung „Project Management: Methods and Tools“ an der Fakultät Betriebswirtschaft an der OTH Regensburg stattfand.

OKR als neue Wunderwaffe innovativer Führungskräfte? – Rund um diese neue Methode drehte sich der virtuelle Gastvortrag, der im Rahmen der Vorlesung „Project Management: Methods and Tools“ an der Fakultät Betriebswirtschaft an der OTH Regensburg stattfand. Foto: Prof. Dr. Sabine Jaritz

Auch in Covid-19-Zeiten bereichern Gastdozierende die virtuellen Vorlesungen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). So konnte Prof. Dr. Sabine Jaritz die OKR-Expertin Silvia Kaske, Geschäftsführerin von Smart Consult, für einen virtuellen Gastvortrag über „Unternehmenssteuerung mit agilen Methoden: Objectives und Key Results OKR“ gewinnen. Der Vortrag war in die Vorlesung „Project Management: Methods and Tools“ im Schwerpunkt Projektmanagement im Studiengang Bachelor Betriebswirtschaft eingebettet, an der über 40 Studierende teilnehmen.

OKR steht für „Objectives and Key Results“ und hilft den Unternehmen als innovatives Führungsinstrument, flexibel zu sein und herausfordernde Ziele (Objectives) zu setzen und diese in wertstiftende Aktionen zu wandeln. Die Methode gilt als neue Wunderwaffe innovativer Führungskräfte. Neben Google nutzen inzwischen auch andere Silicon-Valley-Größen wie Twitter, LinkedIn oder Oracle das Managementwerkzeug. Bei OKR geht es, kurz gesagt, um „transform strategy into action“.

Wie unterstützt man Unternehmen bei der agilen Transformation?

Silvia Kaske, die über 25 Jahre Führungserfahrung in international agierenden Unternehmen der Hightech-Industrie mitbringt, wie etwa bei Oracle als Regional VP Nord Europa und Mitglied der Geschäftsleitung, unterstützt heute erfolgreich Unternehmen bei der agilen Transformation. Die Referentin begann ihren Vortrag mit der Bedeutung eines agilen Mindsets. Gerade in der aktuellen Pandemiezeit zeigt sich stärker denn je, wie wichtig es ist, eine agile Haltung zu haben und flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

Silvia Kaske forderte die Studierenden mit einem „let’s do it“ auf, mutig zu sein, Dinge zügig anzugehen und auszuprobieren. Erst im Tun, in der erfolgreichen Umsetzung, stellt sich heraus, ob man das Gelernte verstanden hat beziehungsweise ob man mit einer innovativen Idee am Markt Erfolg hat.

Flexibilität, Schnelligkeit und Transparenz kombiniert mit kontinuierlicher Verbesserung und gemanaged durch selbststeuernde Teams sind die Grundlagen der agilen Methoden und des Erfolgs heute. In den "Weekly Stand-ups" treffen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um den Status ihrer Zielerreichung zu besprechen und sich zu überlegen, was sie verbessern können. Jeder kann sehen, wer sein Ziel erreicht hat und wer nicht.

OKR ist flexibel: Eine Anpassung der gesetzten Ziele ist jederzeit möglich.

Das ist gerade in einer VUCA-Welt (VUCA kurz für "Volatility/Volatilität", "Uncertainty/Unbeständigkeit", "Complexity/Komplexität" und "Ambiguity/Mehrdeutigkeit"), in der die langfristige Planung an Bedeutung verliert, sinnvoll. Zudem ist OKR effizient: Alle Events, ob Planungsmeetings oder Weeklys, sind „time boxed“ und „location fixed“. Damit reduziert sich der administrative Workload erheblich.

Da sich die Studierenden im Schwerpunkt Projektmanagement derzeit intensiv mit Scrum, einem Rahmenwerk für agiles Projektmanagement, beschäftigen, hat Silvia Kaske auch den Zusammenhang zwischen OKR als Führungs- und Scrum als Projektmanagement-Methode herausgearbeitet. Der sehr kurzweilige Vortrag, der über 90 Minuten dauerte, endete mit einer Q&A-Session. Das gewählte Thema des Gastvortrags kam bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut an. Ferner schätzten die Studierenden den ungemeinen Erfahrungsschatz und die sehr anschaulichen Erläuterungen seitens der Referentin.

Die Integration von Gastvorträgen ist ein wichtiger Bestandteil der praxisorientierten Lehre an der OTH Regensburg. Die Studierenden erfahren hierbei, wie das in den Vorlesungen Erlernte in der Praxis umgesetzt und gelebt wird und wie Praktikerinnen und Praktiker an Problemstellungen herangehen und diese lösen.

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