Studierende motivierend und spielerisch an Robotikthemen heranführen

29.04.2019
Von: Tanja Rexhepaj

Prof. Dr. Metzner setzt in puncto Lehre auf einen spielerischen Ansatz. – Unter dem Titel „Serie: Lehre“ stellen wir ausgewählte Beispiele aus den acht Fakultäten der OTH Regensburg vor, die einen Einblick in die Vielfalt der Lehre geben.

Prof. Dr. Alexander Metzner will die Studierenden motivieren, etwas Praktisches zu tun – selbst, wenn es einmal anstrengend ist.

Prof. Dr. Alexander Metzner will die Studierenden motivieren, etwas Praktisches zu tun – selbst, wenn es einmal anstrengend ist. Foto: Florian Hammerich, OTH Regensburg

„Der Schlüssel zu guter Lehre ist neben der fachlichen Kompetenz vor allem die Persönlichkeit des Lehrenden und die Eigenschaft, Studierende zu motivieren, tatsächlich auch etwas praktisch zu tun, selbst, wenn dies einmal anstrengend ist.“ Dr. Alexander Metzner lehrt als Professor an der Fakultät Informatik und Mathematik. Er ist bekennender Autodidakt, der der Lehre einen sehr hohen Stellenwert einräumt. „Wir als Hochschule bilden die neue Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren aus, die in der Zukunft die Industrie und damit den Wohlstand unseres Landes maßgeblich mitbestimmen“, sagt er. 

Das Hochschulmagazin „OTH Regensburg aktuell“ besuchte ihn in seiner Veranstaltung „Einführende Robotikprojekte“, die im Rahmen des Bachelorstudiengangs Technische Informatik im zweiten Semester als Pflichtmodul zu absolvieren ist. Im Verhältnis eins zu drei findet der Unterricht sowohl seminaristisch als auch praktisch statt. Die Vorlesungsblöcke sind von Prof. Dr. Metzner dabei nicht von vornherein festgelegt; es geht dann mit dem Stoff weiter, wenn die Studierenden in der praktischen Umsetzung im Labor den entsprechenden Fortschritt erzielt haben.

Es geht vor allem auch um Anwendbarkeit

„Ziel ist es, einen motivierenden und spielerischen Umgang mit den Themen zu entwickeln“, sagt Prof. Dr. Metzner und verwendet zu diesem Zweck als Basis das Robotersystem der Firma Lego; auch um Einstiegsängste zu reduzieren. Wenn also die Studierenden Sachverhalte rund um Steuerung und Regelung erlernen, sich mit Streckenklassifikationen und Reglerklassen auseinandersetzen müssen, geht es dabei stets um die Anwendbarkeit.

Im Labor bauen die Studierenden zusätzlich zu den Standardbauteilen auf Steckbrettern digital-elektronische Schaltungen und spezielle Sensoren. Dabei arbeiten sie in Teams zusammen. In der Vorlesung haben sie Anwendungsbeispiele für Regelungen wie Tempomat oder ABS-Systeme kennengelernt und lernen das grundsätzliche Vorgehen bei der Programmierung derartiger Steuergeräte.

Wenn der Aha-Effekt eintritt

„In diesem Fach ist es immer die Freude der Studierenden, an den Plattformen zu arbeiten, die mich begeistert und mir viel Spaß macht“, sagt Prof. Dr. Metzner. Da er plant, im kommenden Sommersemester erstmals eine neue, selbst entwickelte Plattform einsetzen zu können, freut er sich besonders auf diese Lehrveranstaltung. Doch auch Grundlagenfächer wie „Programmieren“ oder „Rechnertechnik“ liegen ihm sehr am Herzen: „Daran mag ich besonders, wenn nach und nach der Aha-Effekt eintritt und die Studierenden das große Ganze erkennen lernen“, sagt Prof. Dr. Metzner. „Dann erkennen sie die Schönheit der Informatik an sich.“

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