OTH Regensburg und Continental arbeiten an Motorsteuerung der Zukunft

14.12.2015
Von: Johannes Milaev

Das Kompetenzzentrum Regelungs- und Steuerungssysteme der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und die Continental Automotive GmbH Regensburg arbeiten gemeinsam am Forschungsprojekt RegOSaM.

Die Leiter des Forschungsprojektes RegOSaM im Kreis der Mitarbeiter (von links): Prof. Dr. Thomas Schlegl, Prof. Dr. Ralph Schneider, Dr. Oliver Hild, Florian Freund, Bernhard Klingseis, Stephan Stangl und Holger Lang. Foto: OTH Regensburg

Die Leiter des Forschungsprojektes RegOSaM im Kreis der Mitarbeiter (von links): Prof. Dr. Thomas Schlegl, Prof. Dr. Ralph Schneider, Dr. Oliver Hild, Florian Freund, Bernhard Klingseis, Stephan Stangl und Holger Lang. Foto: OTH Regensburg

Am 1. April 2015 haben sich das Kompetenzzentrum Regelungs- und Steuerungssysteme der OTH Regensburg und die Continental Automotive GmbH Regensburg für das Forschungsprojekt RegOSaM (Regelungstechnische Bewertung und Optimierung einer neuen Systemarchitektur für Motorsteuergeräte) zusammengeschlossen. Die Ziele des Projektes liegen in der regelungstechnischen Analyse und der Entwicklung eines Optimierungswerkzeuges für das neue Motormanagement-System EMS3 von Continental.

Mit dem Engine Management System 3 (EMS3) bietet Continental der Automobilindustrie eine skalierbare Motorsteuerung für Otto- und Dieselmotoren, Gas-, Hybrid- und Elektroantrieb. Durch seine offene Systemarchitektur nach AUTOSAR Standard (AUTomotive Open System ARchitecture) verfügt EMS3 über hohe Leistungsfähigkeit und Flexibilität.

Ein besonderes Merkmal von EMS3 ist, dass die Funktionsbasis von Benzin- und Diesel-Systemen zusammengeführt ist. Weitere Neuerungen sind unter anderem die höhere Funktionsintegration im Chipsatz, die verbesserte Skalierbarkeit und die damit verbundene Größen- und Gewichtsreduktion.

Der Schwerpunkt seitens des Kompetenzzentrums liegt auf der regelungstechnischen Analyse bestehender sowie neuer Funktionen und Algorithmen, die in EMS3 umgesetzt werden. Es sollen dynamische Einflüsse - unter anderem Laufzeiten in der Berechnung, Latenzen aufgrund der Berechnungsreihenfolge oder Multiraten - auf unterschiedlichen Architekturebenen untersucht werden.

Hierfür wird ein Tool entwickelt, das genau diese Einflüsse erfasst und es ermöglicht, potentielle Probleme in der Funktionalität bereits vor der Implementierung zu erkennen. Basierend auf der Analyse soll eine Bewertung der Funktionalität von EMS3 hinsichtlich seiner Robustheit erfolgen und auftretende regelungstechnische Probleme durch geeignete Maßnahmen, wie modellbasierte Beobachter- und/oder Prädiktorstrukturen, kompensiert werden.

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