Offizieller Start des bayerischen Forschungsverbunds "For Democracy"

09.08.2018
Von: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle gibt die Förderung für den Forschungsverbund „For Democracy“ bekannt. In diesem Verbund bearbeiten Prof. Dr. Sonja Haug und Simon Schmidbauer das Projekt „DePaGe“.

Der neue geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsverbund „Zukunft der Demokratie“ wird mit Fördermitteln in Höhe von 3,4 Millionen EUR durch das Bayerische Wissenschaftsministerium unterstützt.

Der neue geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsverbund „Zukunft der Demokratie“ wird mit Fördermitteln in Höhe von 3,4 Millionen EUR durch das Bayerische Wissenschaftsministerium unterstützt. Foto: OTH Regensburg / Florian Hammerich

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert einen neuen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbund zum Thema „Zukunft der Demokratie“ (ForDemocracy). Dafür stellt der Freistaat rund 3,4 Millionen EUR Fördermittel über die nächsten vier Jahre bereit, wie Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle am 31. Juli 2018 bekannt gab. Im Rahmen des Forschungsverbunds bearbeitet Prof. Dr. Sonja Haug von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) zusammen mit ihrem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Simon Schmidbauer das Projekt DePaGe, das sich mit „Demokratieakzeptanz und Partizipation von Geflüchteten“ befasst.

„Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Menschheit vor existenziellen Herausforderungen steht, scheinen die Demokratie und wichtige Grundprinzipien wie die Gleichheit aller, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Minderheitenschutz oder Partizipation an Strahlkraft zu verlieren. Die Frage, wie Demokratie und politische Entscheidungsprozesse in der Bevölkerung wahrgenommen werden, ist heute hochaktuell. Ich erhoffe mir, dass aus den Erkenntnissen des Forschungsverbunds Empfehlungen abgeleitet werden können, wie das Vertrauen in die Demokratie gestärkt werden kann. Durch die Einrichtung des Forschungsverbunds stärken wir die Demokratieforschung an Bayerns Hochschulen“, betonte Ministerin Prof. Dr. Kiechle.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für "Zukunft der Demokratie"

Der bayerische Forschungsverbund „Zukunft der Demokratie“ nimmt die Krise der Demokratie zum Ausgangspunkt und fragt, wie Partizipations- und Entscheidungsverfahren so modifiziert werden können, dass sie auf mehr Akzeptanz stoßen, und die Gesellschaft in die Lage versetzt wird, angemessen auf die Probleme des 21. Jahrhunderts zu reagieren. Diese Fragen werden durch einen interdisziplinär besetzten Verbund unter Beteiligung der Fachdisziplinen Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Theologie, Philosophie, Kommunikationswissenschaft und Rechtswissenschaften bearbeitet.

In ForDemocracy arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Bamberg, München, Passau und Würzburg, der Hochschule für Politik, der Technischen Universität München sowie der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Landshut und München und der OTH Regensburg in insgesamt elf Teilprojekten zusammen.

Erste Praxiskonferenz bereits im November

Um den Praxisbezug des Forschungsverbunds zu sichern und Ergebnisse wirksam in gesellschaftliche Prozesse einfließen zu lassen, werden von Beginn an gesellschaftliche Akteurinnen und Akteure im Dialog mit der Wissenschaft stehen. Eine erste „Praxiskonferenz“ wird bereits Mitte November 2018 stattfinden.

Sprecherin und Sprecher des Forschungsverbunds sind Prof. Dr. Isabel Feichtner, Institut für Internationales Recht, Europarecht und Europäisches Privatrecht der Universität Würzburg, und Prof. Dr. Michael Meyen, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU München).

Bündelung und Vernetzung der bayernweiten Kompetenzen

In den bayerischen Forschungsverbünden arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Hochschulen und teils aus Unternehmen interdisziplinär zusammen, um komplexe Fragestellungen in zukunftsrelevanten Bereichen zu beantworten. Durch die Kooperation im Verbund wird eine Bündelung und Vernetzung der bayernweit bestehenden Kompetenzen erreicht.

Weitere Informationen zu den bayerischen Forschungsverbünden sind auf den Seiten der Bayerischen Forschungsallianz nachzulesen.

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