Oberstufenreform G8: FH-Präsident Eckstein sieht Gefahren für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge

30.05.2006
Von: Traidl, Margit

Mit großer Sorge sieht Prof. Eckstein, Präsident der Hochschule Regensburg die geplante Reform der gymnasialen Oberstufe. Von heute zwei naturwissenschaftlichen Pflichtfächern muss künftig nur noch eines gewählt werden, der Stundenumfang in den Naturwissenschaften sinkt um ein Drittel.

Damit steht zu befürchten, dass das Interesse gerade an den Studiengängen, die die besten Arbeitsmarktchancen bieten ? eben im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften ? zu wenig Vorbereitung im Gymnasium finden.  Dies könnte zu sinkendem Interesse der Studienbewerber sowie zu Studienzeitverlängerung im ingenieur- oder naturwissen-schaftlichen Studium führen.

30 % der Studierenden an bayerischen Hochschulen kommen direkt aus dem Gymnasium an die Hochschule. Ihre Zahl wird vermutlich in den nächsten Jahren steigen: im Bundesschnitt haben 50 % der Studierenden an Fachhoch-schulen ein Allgemeinabitur aus dem Gymnasium.

Im Sinne der Stärkung des High-Tech-Standortes Bayern, von dessen Ingenieurinnen und Ingenieuren 70 % aus den bayerischen Hochschulen kommen, mahnen die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen eine Revision der Kürzung der naturwissenschaftlichen Fächer in der gymnasialen Oberstufe an. Sie werden dabei auch von der Landesvertretung des VDI und vom Philologenverband unterstützt, die sich mit entsprechenden Schreiben an Staatminister Schneider gewandt haben

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