Muslimische Studierende feiern Opferfest

10.12.2010
Von: Hannelore Siegl-Ertl

Das Akademische Auslandsamt der Hochschule Regensburg (HS.R) organisierte erstmals das traditionelle Opferfest für ihre muslimischen Studierenden aus mehr als zehn Ländern.

Foto: Akademisches Auslandsamt

Das Akademische Auslandsamt der Hochschule Regensburg (HS.R) konnte erfreulicherweise sein Betreuungsangebot erweitern. Seit diesem Wintersemester 2010/2011 gibt es einen speziellen Service, der sich an alle ausländischen Vollzeitstudierenden der HS.R richtet. Neben einer wöchentlichen Kaffeestunde, die ein Forum zum Informationsaustausch und zum gegenseitigen Kennenlernen darstellt, möchte das AA den ausländischen Studierenden eine grundsätzliche Orientierungshilfe  für einen positiven Start an der HS.R anbieten. Denn gerade eine frühzeitige Integration in sozialer und fachlicher Hinsicht erleichtert die Einbindung in das deutsche Hochschulleben.

Ziel ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Vollzeitstudierenden aus dem Ausland ermöglicht, Ihr Studium hier erfolgreich abzuschließen. Ein Tutor, der selbst aus dem Ausland kommt und schon in einem höheren Semester ist, steht  dem AA bei der Betreuung vermittelnd zur Seite. So konnte das AA den Wünschen der vielen muslimischen Studierenden entgegenkommen, die sich eine gemeinsame Feier an einem ihrer höchsten Festtage, dem Opferfest, wünschten.

Das Opferfest basiert auf der alttestamentarischen Glaubensprobe des Ibrahim (Abrahams), die in die christliche, jüdische und islamische Religion  Eingang gefunden hat. Der Zeitpunkt wird nach dem islamischen Mondkalender errechnet und fiel dieses Jahr auf den 16. November 2010. Die gesamte Islamische Welt feiert dieses dreitägige Fest als große Familienfeier, bei der sich Verwandte und Freunde zu einem festlichen Essen treffen. Ursprünglich wurde ein Lamm geschlachtet und am offenen Feuer gebraten. Auch der karitative Gedanke ist ein wichtiger Bestandteil dabei. Man dankt Gott für seine Barmherzigkeit, indem man selbst großzügig sein Essen mit Ärmeren teilt.

Da die HS.R muslimische Studierende aus mehr als zehn Ländern beherbergt und sie den großen Festtag fern von der Heimat verbringen mussten, war der Andrang zu diesem hochschulinternen Treffen sehr rege. Der Sozialraum S 014 war bis zum letzten Platz gefüllt. In einer kurzen Begrüßung ging ein Student aus Niger auf die national etwas unterschiedlichen Bräuche beim Opferfest ein und erklärte sie besonders für die deutschen Teilnehmer. Nach einem gemeinsamen Essen mit traditionellem Lammfleisch und Süßigkeiten saßen  die Studierenden noch lange bei Gesprächen zusammen.

Finanziell unterstützt wurde die Feier mit Mitteln des DAAD, der dem Akademischen Auslandsamt für die Pflege interkultureller Beziehungen Geld zur Verfügung stellt.

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