Klimawandel und Belastungen auf die Bauwerke

05.03.2018

Internationale Konferenz über Klimawandel in Colombo, Sri Lanka: Forschungsarbeiten über Klimawandel und extreme Belastungen auf die Bauwerke präsentiert. Prof. Dr. Dimitris Diamantidis wurde für seinen Beitrag ausgezeichnet.

Präsentation auf der Konferenz in Colombo: Prof. Dr. Dimitris Diamantidis. Foto: TIIKM (The International Institute of Knowledge Management)

Präsentation auf der Konferenz in Colombo: Prof. Dr. Dimitris Diamantidis. Foto: TIIKM (The International Institute of Knowledge Management)

Peradeniya Universität mit dem typisch für Kandy abgeknickten Dach. Foto: Prof. Dr. Dimitris Diamantidis

Peradeniya Universität mit dem typisch für Kandy abgeknickten Dach. Foto: Prof. Dr. Dimitris Diamantidis

Der Klimawandel ist ein globales Problem mit Auswirkungen auf die Häufigkeit, Intensität und Verweildauer von Naturereignissen wie z.B. von Windstürmen, von Sturmfluten und von extremer Trockenheit. Die Forschungsergebnisse von Klimawissenschaftler/innen belegen, dass bereits geringe Temperaturänderungen eine außerordentlich große Wirkung bei den Extremwerten von Umwelteinwirkungen entfalten und z.B. starke Niederschläge oder Hitzewellen verursachen. Beispiele für solche extreme Umwelteinwirkungen sind das Elbehochwasser von 2002 oder der Hurrikan Katrina von New Orleans in 2005. Dadurch ändern sich die hervorgerufenen Belastungen auf die Bauwerke und müssen überprüft werden, da die Infrastruktur auf solche Extreme nicht immer ausreichend sicher geschützt ist. 

In Zusammenarbeit mit der Universität in Stellenbosch, Südafrika, und mit dem Klokner Institut der Technischen Universität in Prag forscht Prof. Dr. Dimitris Diamantidis seit etwa fünf Jahren im Gebiet des Klimawandels und dessen Einfluss auf die Bauwerkseinwirkungen. Er ist seit 2017 Mitglied der IABSE (Internationaler Verein für Brücken und für den konstruktiven Ingenieurbau) Arbeitsgruppe „Effects of Climate Change on Infrastructures“. Im Februar 2018 hat Prof. Dr. Diamantidis die neuesten Forschungsergebnisse auf der zweiten Internationalen Konferenz über Klimawandel in Colombo, Sri Lanka präsentiert.

„Risk based Assessment of Structures subjected to Environmental Actions in a Changing Climate"

Unter dem Titel „Risk based Assessment of Structures subjected to Environmental Actions in a Changing Climate" hat er risikobasierte Ansätze und Bemessungsverfahren für den Nachweis neuer und bestehender Infrastruktur vorgetragen. Prof. Dr. Diamantidis wurde von den Organisatoren für seinen Beitrag als „best overall presenter“ ausgezeichnet. Während der Konferenz hatte er die Gelegenheit gehabt, nützliche Kontakte besonders aus dem asiatischen Raum für die Fakultät zu knüpfen, über seine Forschungsergebnisse zu berichten und Erfahrungen auszutauschen. 

Im Anschluss hat er die Peradeniya Universität in der Nähe von Kandy besucht. Sie ist die älteste und renommierteste Universität in Sri Lanka und verfügt über einen wunderschönen Campus. Sie grenzt den "Royal Botanical Gardens" an und liegt somit in einer Flussschleife des Mahaweli Ganga. Die Universität wurde im Jahr 1942 gegründet und hat über 12.000 Studierende. Prof. Diamantidis hat unter Führung des Ex-Rektors der Universität Prof. Sarath Abayakoon den Campus besichtigt; Dr. S.K. Navaratnarajah hat ihm die Labore des Department of Civil Engineering gezeigt.

Prof. Dr. Diamantidis hat außerdem einen Vortrag über die Anwendung von risikobasierten Methoden bei der die Planung von besonderen Infrastrukturprojekten in Europa gehalten. Der Vortrag wurde von CES (Civil Engineering Society) in Sri Lanka organisiert, von vielen Studierenden, Dozenten und Ingenieuren aus der Praxis besucht und mit besonderem und lebhaftem Interesse von den Zuhörern aufgenommen. Insgesamt war es aufschlussreiche Reise, die besonders durch die außergewöhnliche Freundlichkeit der Leute und das Interesse der Kollegen an einem europäischen Gast gekennzeichnet wurde.

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