Kamingespräch mit BR-Intendantin

31.10.2022

Über ihren Werdegang und Beruf sprach die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Dr. Katja Wildermuth, beim Kamingespräch des Netzwerks RegensburgEXZELLENZ mit Studentinnen.

BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth (4.v.li.) beim Kamingespräch des Netzwerks RegensburgEXZELLENZ mit (v.li.) Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin OTH Regensburg, Verena Sommer, Frauenbeauftragte der HfKM, Prof. Dr. Nina Leffers, stellvertretende Frauenbeauftragte der OTH Regensburg, Prof. Dr. Birgit Scheuerer, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg, Prof. Dr. Miriam Banas, stellvertretende Frauenbeauftragte der Universität Regensburg und Prof. Dr. Isabella von Treskow, Frauenbeauftragte der Universität Regensburg. Foto: OTH Regensburg/Johanna Ertl

BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth (4.v.li.) beim Kamingespräch des Netzwerks RegensburgEXZELLENZ mit (v.li.) Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin OTH Regensburg, Verena Sommer, Frauenbeauftragte der HfKM, Prof. Dr. Nina Leffers, stellvertretende Frauenbeauftragte der OTH Regensburg, Prof. Dr. Birgit Scheuerer, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg, Prof. Dr. Miriam Banas, stellvertretende Frauenbeauftragte der Universität Regensburg und Prof. Dr. Isabella von Treskow, Frauenbeauftragte der Universität Regensburg. Foto: OTH Regensburg/Johanna Ertl

„Man muss bereit sein, in einen Pool zu springen, von dem man nicht weiß, wie tief er ist und ob es überhaupt einen Beckenrand gibt“, sagte Katja Wildermuth zu den jungen Frauen von von OTH Regensburg, Universität Regensburg und der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik. Das Kamingespräch fand statt im Gravenreuther Haus, dem „Haus der Begegnung“ der Universität Regensburg; am Ende der Veranstaltung wurden 19 Studentinnen neu in das Netzwerk aufgenommen. 

Dr. Katja Wildermuth zeichnen vor allem Mut und Lust auf Neues aus: Eine gesicherte Stelle an der Universität hat sie für mehr oder minder unbezahlte Praktika im Journalismus aufgegeben. Nach zahlreichen Stellen- und Bereichswechseln hat sie stets neue Herausforderungen und Möglichkeiten wahrgenommen. Genau das sei wesentlich für ihren Erfolg: „Man muss bereit sein, in einen Pool zu springen, von dem man nicht weiß, wie tief er ist und ob es überhaupt einen Beckenrand gibt“, sagte sie. 

"Mit sich selbst im Reinen sein"

Mit dem Sprung zur Intendantin – den Bewerbungs- und Auswahlprozess beschrieb sie eindrücklich und mit viel Humor – ist Dr. Wildermuth zu einer einflussreichen Medienfrau geworden. In dieser Rolle fühle sie sich sehr wohl: „Ich bin einfach gerne Führungskraft“, sagt die erfolgreiche Intendantin. Auch aus ihrem Privatleben berichtete die Mutter von zwei Kindern, die 1994 zum MDR nach Dresden wechselte und gerade dort auch als Mutter ganz selbstverständlich arbeiten konnte: Mentalität und Infrastruktur in den ostdeutschen Bundesländern seien familienfreundlicher und ließen Beruf und Familie gut vereinbaren. Karriere und Familie schließen sich in den Augen von Katja Wildermuth nicht aus, eine gute Balance ermögliche beides. „Am Ende des Tages geht es darum, mit sich selbst im Reinen zu sein.“ Geschlechtergerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und Diversität im Team seien für sie auch im Arbeitskontext und gerade im Journalismus wichtig: Nur so könne Berichterstattung vielfältig und kontrovers sein – folgerichtig wurden die Voraussetzungen für ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk angepasst, Bewerbungen sind jetzt auch ohne vorheriges Praktikum beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und ohne Hochschulabschluss möglich. 

Durch das Gespräch mit Dr. Katja Wildermuth führte Prof. Dr. Nina Leffers, Projektleitung von Seiten der OTH Regensburg und stellvertretende Hochschulfrauenbeauftragte. Die Projektleitung der Universität Regensburg und dortige stellvertretende Universitätsfrauenbeauftragte Prof. Dr. Miriam Banas begrüßte die Anwesenden. In den Grußworten von Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg, und von der Universitätsfrauenbeauftragten Prof. Dr. Isabella von Treskow wurde die Bedeutung von Kooperation und Austausch und besonders der fachübergreifende Charakter des Netzwerkes betont. 

19 Studentinnen neu aufgenommen

„Sie haben die Chance, in den Kamingesprächen Frauen kennenzulernen, die bereits wichtige Rollen in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft innehaben. Sie lernen Frauen kennen, die unterschiedlich ‚Frauenbilder‘ verkörpern, die ganz verschiedene Wege eingeschlagen haben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie daraus Anregungen für Ihr eigenes Leben mitnehmen können“, sagte Prof. Dr. Klaudia Winkler. Prof. Dr. Isabella von Treskow betonte, dass die Förderung von Frauen ein zentrales Anliegen sei, wenn es darum gehe, die Entfaltung von Talenten zu begleiten. Frauen sollten die Option einer Karriere und einer hohen Position überhaupt in Betracht ziehen und nicht von vorneherein ausschließen. Selbstunterschätzung dürfe nicht „im inneren Kino Regie führen“, erklärte sie. 

Im Anschluss an das Kamingespräch wurden die zum Wintersemester 2022/2023 neu aufgenommenen 19 Studentinnen offiziell im Netzwerk RegensburgEXZELLENZ begrüßt. Beschlossen wurde der Abend beim gemeinsamen Get-together. 

Über RegensburgEXZELLENZ

RegensburgEXZELLENZ ist ein hochschul- und fakultätsübergreifendes Netzwerk herausragender Studentinnen der OTH Regensburg, der Universität Regensburg und der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg. In Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten der Hochschulen wird das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Nina Leffers und Prof. Dr. Miriam Banas durchgeführt, um junge Frauen auf leitende Positionen in Wirtschaft, Wissenschaft und anderen beruflichen Feldern vorzubereiten. Weitere Informationen zu RegensburgEXZELLENZ sind auf der Seite der Servicestelle Gender und Diversity der OTH Regensburg und auf der Seite der Koordinationsstelle Chancengleichheit der Universität Regensburg verfügbar.

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