Innovatives Industriedesign

19.10.2022

Durch die erneut erfolgreiche Teilnahme an der Initiative German Design Graduates (GDG) kann sich der Bachelorstudiengang Industriedesign bundesweit profilieren.

„applic-aid" von Katharina Rottner ist eine Spritzenkonstruktion, die einer Tipp-Ex-Maus ähnelt und Kleinkindern die Angst vor dem Piks beim Arztbesuch nehmen soll. Foto: Katharina Rottner

„applic-aid" von Katharina Rottner ist eine Spritzenkonstruktion, die einer Tipp-Ex-Maus ähnelt und Kleinkindern die Angst vor dem Piks beim Arztbesuch nehmen soll. Foto: Katharina Rottner

Bei Air-Craft von Johannes Schmidtner handelt es sich um eine Sicherheitsweste, die auf der Technik druckstabilisierter, stoßsicherer Membranstrukturen basiert. Foto: Johannes Schmidtner 

Bei Air-Craft von Johannes Schmidtner handelt es sich um eine Sicherheitsweste, die auf der Technik druckstabilisierter, stoßsicherer Membranstrukturen basiert. Foto: Johannes Schmidtner 

Universität der Künste Berlin, Bauhaus-Universität Weimar, OTH Regensburg – in einer Reihe mit  Deutschlands Top-Ausbildungsstätten im Bereich Design zu stehen; genau das ist mit dem Bachelorstudiengang Industriedesign gelungen und zwar durch die erneut erfolgreiche Teilnahme an der Initiative German Design Graduates (GDG). Bereits im vergangenen Jahr hatten drei Absolventinnen des Studiengangs ihre Arbeiten in der GDG-Ausstellung vor großem Publikum zeigen können; nun sind mit Katharina Rottner und Johannes Schmidtner wieder zwei Bachelor in der Ausstellung vertreten. Diese findet heuer auf dem Design Campus/Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Wasserpalais auf Schloss Pillnitz statt. Und: Auch zwei Industriedesign-Alumni von der OTH Regensburg haben sich einen Platz in der Ausstellung gesichert, nämlich Matthias Gschwendtner, nunmehr Masterabsolvent der Universität der Künste Berlin, und Milena Huber,  jetzige Masterabsolventin der Bauhaus-Universität Weimar.

Blick aus Design-Fachkreisen nach Regensburg

Für Prof. Jakob Timpe, der das Lehrgebiet Produktgestaltung an der Fakultät Architektur vertritt, ist die Teilnahme an der GDG-Initiative eine gute Gelegenheit, die bundesweite Sichtbarkeit des Regensburger Studiengangs zu steigern: „Es muss unser Ziel sein, unseren Studiengang attraktiv für Studierende aus ganz Deutschland zu machen“. Durch die Teilnahme an der GDG-Initiative gehe der Blick auch in Design-Fachkreisen einmal mehr nach Regensburg.

Katharina Rottner hatte bereits im Juni 2022 für ihre Abschlussarbeit „applic-aid – Umgestaltung einer Injektionserfahrung“ den Innovationspreis der Josef-Stanglmeier-Stiftung erhalten. Ihre Spritzenkonstruktion, die einer Tipp-Ex-Maus ähnelt, soll Kleinkindern die Angst vor dem Piks beim Arztbesuch nehmen. Johannes Schmidtner ist in der GDG-Ausstellung mit seinem Abschlussprojekt Air Craft zu sehen, ein Projekt, bei dem er eine Sicherheitsweste entwickelte, die auf der Technik druckstabilisierter, stoßsicherer Membranstrukturen basiert. 

19 Abschlussarbeiten eingereicht

Für einen GDG-Award hat es bei beiden zwar nicht gereicht, doch Johannes Schmidtner hat sich einen der begehrten Nebenpreise gesichert: Alle eingereichten Abschlussarbeiten eines GDG-Jahrgangs werden nämlich in ein Netzwerk von Akteur*innen aus Kultur und Industrie gespielt. Ausgewählte Botschafter*innen wählen daraus nach eigenen Kriterien spezifische Projekte aus; im Fall von Schmidtner war es das Unternehmen BASF, das auf ihn aufmerksam wurde und ihm einen Aufenthalt im BASF-Lab Ludwigshafen inklusive Mentoring zukommen ließ. 

Insgesamt haben in diesem Jahr 19 Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Industriedesign ihre Arbeiten bei den German Design Graduates eingereicht. Betreut wurden sie von den Professor*innen Matthew Burger, Rosan Chow und Jakob Timpe. Die Arbeiten sind im Rahmen der GDG-Ausstellung noch bis zum 31. Oktober 2022 zu sehen. 

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