Innovation in der Software-Technologie

10.07.2007
Von: Prof. Dr. Athanassios Tsakpinis

Universität und Fachhochschule kooperieren mit Micron Electronic Devices

Regensburg/Neutraubling: Die „Software-Offensive Bayern“ macht auch vor der Firma Micron in Neutraubling nicht halt und fördert ein Projekt, dessen zentrales Problem sich der Verbesserung von Software widmet. Träger der Software-Offensive Bayern ist das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, welches auf seiner Internetplattform kräftig für den Software-Standort Bayern wirbt: „Softwaretechnik ist eine Schlüsseltechnologie und bildet die notwendige Voraussetzung für die Innovationsführerschaft einer modernen Wirtschaftsregion wie Bayern. Der Erfolg des Softwarestandortes Bayern ist getragen vom engen Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ziele des Programms der Bayerischen Staatsregierung sind die Unterstützung neuer, innovativer Zukunftsunternehmen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, sowie die Verbesserung der Zusammen-arbeit von Unternehmen und Hochschulen.
Genau an diesem Punkt setzt eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Firma Micron Electronic Devices AG in Neutraubling, der Universität und der Hochschule Regensburg an.

Micron ist ein führender Systempartner in der Automobilindustrie, wobei das Hauptaugenmerk der Firma auf den Bereichen Komfort, Sicherheit und Fahrerentlastung liegt. Besonders in der Nische der Kleinserien und der Luxusautomobilhersteller konnte sich die Micron AG einen exklusiven Ruf erarbeiten.

Der zweite starke Partner ist Prof. Dr. Christian Wolff von der Universität Regensburg, der  am Institut für Medien-, Informations-und Kulturwissenschaft lehrt.

Als Dritter im Bunde fungiert das Competence Center Software Engineering (CCSE)  mit ihrem Leiter Prof. Dr. Athanassios Tsakpinis von der Hochschule Regensburg.

Komplett wird das Team Micron-Uni-FH aber erst durch Bernhard Turban, einem jungen Informatiker, der dem Projekt Leben einhaucht und dessen Aufgabe darin besteht, im Rahmen der Software-Offensive ein neues Tool zu entwickeln. „Anforderungstraceability“ ist das Schlagwort, um das sich seine Arbeit rankt. Die Grundlage dafür ist die Tatsache, dass in modernen Autos immer komplexere Softwaresysteme benötigt werden und immer mehr Steuergeräte miteinander verbunden werden müssen, die dann auch noch in kürzester Reaktionszeit zuverlässig und sicher zu arbeiten haben. Die Automobilindustrie gibt die Anforderungen an die Software-Architekten vor und diese setzen die Kundenwünsche dann in jahrelanger Arbeit um. Um Änderungswünschen während der Entwicklungsphasen leichter nachkommen zu können, darum bemüht sich gerade Bernhard Turban. Sein neues Werkzeug soll die Software-Architekten bei ihrer Tätigkeit unterstützen. Sie können besser und optimiert arbeiten, da das neue Tool die vorhandenen Softwareentwicklungswerkzeuge verbindet und Änderungen durch alle Schritte nachvollziehbar bleiben. Das Tool orientiert sich an den typischen Arbeitsprozessen der Softwareentwickler und passt sich deren Arbeitsweise an. Turban dazu: „Mein Tool ist sehr anwenderfreundlich. Es macht Änderungswünsche transparenter und kostengünstiger, da wir nun alle davon betroffenen Punkte schneller auffinden können.“

Prof. Dr. Christian Wolff von der Universität Regensburg meint: „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier drei Partner ihre spezifischen Stärken und ihr Wissen einbringen,“ und erklärt:“ Das CC-SE hat seinen Schwerpunkt im Bereich der Arbeitsprozesse der Softwareentwicklung, die Medieninformatik an der Universität trägt auf dem Gebiet benutzerfreundliche Gestaltung und Bewertung von Software zu dem Projekt bei.“

Das Projekt-Kickoff „Werkzeuggestützte Methodik zur anforderungs-zentrierten Architekturentwicklung für embedded Echtzeitsysteme“ findet am 16. Juli 2007, 15.00 Uhr im Raum PT 3.0.79 (großer Sitzungssaal der Philosophischen Fakultät) in der Universität statt.

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