HS.R-Studierende für Leistung und soziales Engagement "belohnt"

14.06.2013
Von: Diana Feuerer

Die Josef-Stanglmeier-Stiftung fördert Auslandsaufenthalte und Innovationen von Studierenden der Hochschule Regensburg (HS.R) mit insgesamt 21.500 Euro. Die HS.R ehrte ihre besten Absolventen und Absolventinnen.

HS.R-Präsident Prof. Dr.Wolfgang Baier (2. von rechts) und Johannes Paintl (links), Vorstandsvorsitzender der Josef-Stanglmeier-Stiftung überreichten den Studierenden der HS.R die Urkunden. Preisträger der Josef-Stanglmeier-Stiftung: Michael Pfau (2.v.l.), Maria Hollweck (3.v.l.), Josef Spinnler (4.v.l.), Svenja Wagner (5.v.l.), Matthias Amann (4.v.r), Milena Sofia Huber (3.v.r.) und Kathrin Waitzhofer (rechts).

Johannes Paintl, Vorstandsvorsitzender der Josef-Stanglmeier-Stiftung, sprach das Grußwort.

Dr. Andreas Kestler, Geschäftsführer Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, hielt den Festvortrag.

Josef-Stanglmeier-Preisträgerin 2013, Svenja Wagner, bedankte sich im Namen aller Preisträger und Preisträgerinnen.

Josef-Stanglmeier-Preisträgerin 2011, Tina Preisinger erzählte von ihren Erfahrungen aus dem Auslandspraktikum in Singapur.

Preisträger des Innovationspreises, Josef Spinnler, präsentierte den selbst entwickelten Sandplotter.

Beste HS.R-Absolventen: HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier (rechts) und Vizepräsidentin Prof. Dr. Sandra Hamella (links) würdigten die Leistungen der besten HS.R-Absolventen aus acht Fakultäten.

Für Musik sorgte die Band "Burn in" der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften unter Leitung von Prof. Dr. Christian Zürner. Fotos: Feuerer

"Die heutigen Preise belohnen zum einen die Leistung der Studierenden und sie sollen die Studierenden auch ermutigen, sich weiter zu engagieren", sagte Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der Hochschule Regensburg (HS.R) anlässlich der Verleihung der Josef-Stanglmeier- und des Innovationspreises am  Donnerstag, 13. Juni 2012.

Neben sehr guten Noten und Fremdsprachenkenntnissen ist bei den verliehenen Stanglmeier-Preisen das soziale Engagement der Studierenden eines der entscheidenden Kriterien. Deshalb sei auch bewusst ein Festredner aus dem sozialen Bereich gewählt worden, so HS.R-Präsident Prof. Dr. Baier.

Festredner war Dr. Andreas Kestler, Geschäftsführer des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg zum Thema "Zwischen Barmherzigkeit und Kommerz – gelebte Gastfreundschaft auf fünf Kontinenten". Mehr als 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung teil. 

Die Studenten Maria Hollweck, Michael Pfau und Svenja Wagner erhielten die diesjährigen drei Josef-Stanglmeier-Preise zu je 2.500 Euro, um damit ihr praktisches Studiensemester im Ausland zu realisieren.

Den mit 2.000 Euro dotierten Innovationspreis gewann der Absolvent Josef Spinnler für seinen Sandplotter. Anerkennungsprämien zu je 500,- Euro für ihre Innovationen erhielten Matthias Amann, Fakultät Elektro- und Informationstechnik, und die beiden Studentinnen Milena Sofia Huber und Kathrin Waitzhofer, Fakultät Architektur, für ihre gemeinsame Arbeit.

Des Weiteren unterstützt die Stiftung die Auslandsaufenthalte von 87 Studierenden mit insgesamt 11.000 Euro. HS.R-Präsident Prof. Dr. Baier bedankte sich für die Förderung der Stiftung von insgesamt 21.500 Euro. Die HS.R hat anlässlich der Veranstaltung auch insgesamt 32 beste Absolventen aus allen acht Fakultäten der Hochschule geehrt, von denen nicht alle anwesend sein konnten.

"Wir halten Bildung, Ausbildung und Fortbildung für das wichtigste Gut. Und gerade Erfahrung ist auch Bildung", sagte Johannes Paintl, Vorstandsvorsitzender der Josef-Stanglmeier-Stiftung, in seinem Grußwort. Deshalb fördere die Josef-Stanglmeier-Stiftung Studierende, die Erfahrungen im Ausland machen wollen.

Solch ein Auslandsaufenthalt sei die Chance, seinen eigenen Horizont zu erweitern, richtete Johannes Paintl sein Wort an die Studierenden. Abschließend bat er die Preisträger gute Botschafter für Deutschland zu sein.

Stellvertretend für alle Preisträger bedankte sich Svenja Wagner, Studentin der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, für die finanzielle Unterstützung der Josef-Stanglmeier-Stiftung. Interkulturelle Kompetenz sei heute nicht mehr wegzudenken, so Wagner.

Sie selbst verbrachte bereits ein halbes Jahr in Ecuador. Sozial engagiert sich Svenja Wagner unter anderem für die evangelische Jugendarbeit.  Von Preisträgerin Tina Preisinger erfuhren die Anwesenden, wie bereichernd ein solcher Auslandsaufenthalt sein kann. Sie hat mit Unterstützung der Josef-Stanglmeier-Stiftung ein Praktikum in Singapur absolviert, von dem sie berichtete.

Anschließend präsentierte Josef Spinnler, Fakultät Elektro- und Informationstechnik, seinen Sandplotter, für den er den Preis der besten studentischen Innovation des Jahres erhalten hat. Der Sandplotter generiert mittels einer durch einen elektrischen Motor angetriebenen Eisenkugel Muster in den Sand – ähnlich den Zen-Gärten.

Wie lässt sich "gelebte Gastfreundschaft" auf fünf Kontinenten realisieren? Davon berichtete Dr. Andreas Kestler vom Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg in seiner Festansprache. Er stellte den Orden der Barmherzigen Brüder vor, deren Leitsätze Armut, Keuschheit, Gehorsam und Hospitalität sind. Hospitalität lasse sich mit "gelebter Gastfreundschaft" übersetzen, so Dr. Kestler, daher auch der Titel seines Festvortrags "Zwischen Barmherzigkeit und Kommerz – gelebte Gastfreundschaft auf fünf Kontinenten", auf denen der Orden sich engagiere.

Er ging in seinem Vortrag auf verschiedene kontrovers diskutierte Themen des deutschen Gesundheitssystems ein, zum Beispiel auf das System der Pflegesätze der gesetzlichen Pflegeversicherung, die Zwei-Klassen-Medizin, auch auf das aktuelle Thema der Wasser-Privatisierung, immer die Grenzen von ethischem und kommerziellem Verhalten abtastend.

Natürlich müsse ein Krankenhaus Gewinn erwirtschaften, so Dr. Kestler. Jedoch diene der Gewinn seiner Meinung nach vorrangig dazu, die Zukunft eines Krankenhauses zu sichern. Dazu zitierte e § 51 der bayerischen Verfassung: "Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl".

Abschließend berichtete er von seinen eigenen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kollegen aus verschiedensten Ländern und deren "wirklichen" Probleme. Auch Dr. Kestler bezeichnete - an die Studierenden gerichtet - den Auslandsaufenthalt als die Chance, andere Länder und Kulturen kennenzulernen und dadurch sein Wissen und seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Für schwungvolle Musik während der Preisverleihung sorgte die Band "Burn in" des Seminars "Bandarbeit und Bandtechnik" der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften unter Leitung von Prof. Dr. Christian Zürner. 

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