HS.R legt erste Ergebnisse zum Integrationsbericht für Regensburg vor

18.06.2013
Von: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Regensburg

Die Integrationsstelle der Stadt Regensburg kooperiert mit der Hochschule Regensburg (HS.R) im Projekt "Integrationsbericht und Integrationskonzept für Regensburg", das vom Europäischen Integrationsfonds (EIF) gefördert wird.

Ein Projektteam unter der Leitung von Prof. Dr. Sonja Haug von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften arbeitet seit März 2012 daran, einen Integrationsbericht für Regensburg zu erstellen. Außerdem übernimmt das Team die notwendigen Vorarbeiten und erarbeitet Planungsgrundlagen, damit die Stadt Regensburg ihr Integrationskonzept entwickeln kann. Zu diesem Zweck haben die Wissenschaftler vorhandene Daten ausgewertet und eine Reihe von Erhebungen durchgeführt.

Um diese unbefriedigende Datenlage zu verbessern, hat die Stadt Regensburg beim Amt für Stadtentwicklung ein spezielles Verfahren zur Ableitung des Migrationshintergrunds aus Meldedaten eingeführt. Zielsetzung war, Datengrundlagen für den Integrationsbericht zu gewinnen, dauerhaft mit methodisch gut fundierten, tief gegliederten Zahlen zur konzeptionellen Arbeit der Integrationsstelle beizutragen und schließlich die aufbereiteten Statistiken der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Die fachlich interessierte Öffentlichkeit brachte sich intensiv ein, um bei den Vorarbeiten für ein Integrationskonzept mitzuwirken. Eine Informationsveranstaltung an der HS.R war gut besucht. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Fachbereichen und mit unterschiedlicher Expertise kamen am 13. April 2013 an der Hochschule Regensburg zusammen, um Ziele und Maßnahmen für eine noch bessere Integrationsarbeit in Regensburg zu entwickeln.

Zahlreiche konstruktive Vorschläge wurden in den einzelnen thematischen Arbeitsgruppen am Workshop-Tag gemacht. Diskutiert wurde zu den Handlungsfeldern Bildung, (bildungs-) sprachliche Förderung; (inter-)kulturelle Öffnung, Diversität und Mehrsprachigkeit; Beratung und Informationsgewinnung; (politische) Partizipation, Öffentlichkeit, Vernetzung und Kommunikation; Engagement, Freizeit und Zusammenleben. So wurden Themen festgehalten und zusammengefasst, die für die künftige Integrationspolitik in Regensburg besonders wichtig sind.

Es besteht derzeit noch die Möglichkeit für Teilnehmende ebenso wie für Interessierte, die neu hinzukommen, die gesammelten Ideen zu kommentieren und zu diskutieren, sowie weitere konkrete Vorschläge einzubringen. Dabei können die bereits durch die Arbeitsgruppen formulierten Themen ergänzt, an der jeweiligen Problem- und Zielvorstellung sowie den Lösungsvorschlägen gefeilt oder Handlungsempfehlungen priorisiert werden.

Bis zum Ende des Projekts im Frühjahr 2014 stehen weitere Datenauswertungen für den Integrationsbericht an, zum Beispiel zum schulischen Bereich, zur sozialen Lage und zur Einbürgerung. Zu Planungszwecken führen Studierende der Hochschule Regensburg weitere spezielle Bedarfserhebungen durch, beispielsweise zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen aus dem Ausland oder zum Bedarf an Sprachmittlern in Beratungssituationen. Bis dahin wird auch der Leitzielkatalog mit Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Regensburger Integrationsaktivitäten vorliegen.

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