Hochschule Regensburg leistet Beitrag zu Klimaschutz

31.03.2009
Von: Schmalzl, Christian

Auftaktveranstaltung zum neuen Studiengang „Regenerative Energien und Energieeffizienz“

 

„Es ist ein erklärtes Ziel der Hochschule Regensburg ökologische Verantwortung zu übernehmen“, erklärte HS.R-Präsident Josef Eckstein bei der Einführungsveranstaltung zum neuen Bachelorstudiengang „Regenerative Energien und Energieeffizienz“ vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Stanglmeier-Hörsaal. Anhand konkreter Zahlen legte Professor Eckstein die wirtschaftliche Bedeutung erneuerbarer Energien dar und verwies auf den rasant steigenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in diesem Sektor, dem noch erheblich fehlende Ausbildungskapazitäten gegenüberstehen. Bereits bei der Konzeption des Studiengangs, der zum Wintersemester 2009/2010 starten wird, hatte die HS.R bei einschlägigen Unternehmen in der Region den Bedarf abgefragt, der demnach bei rund 50 Absolventinnen und Absolventen pro Jahr liegt. Eckstein verwies mit konkreten Beispielen aus den Fakultäten auf die interdisziplinären Kompetenzen, die den Studiengang auszeichnen: „Der Studiengang ist ein gewachsenes Produkt langjähriger Lehr- und Forschungsaktivitäten unserer Hochschule.“

„Von den Anfängen bis zum Erwachsenwerden - Erneuerbare Energien in Sachsen“ lautete der Titel des Vortrags von Dr. Wolfgang Daniels. Der frühere Grünen-Abgeorndete im Bundestag schilderte unterhaltsam die verschlungene Genese des heutigen Energieeinspeisegesetzes, bevor er auf die Entwicklung in Sachsen einging. Als Präsident der Vereinigung zur Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien in Sachsen und als Mitglied des „Beirat Energie“ gab er einen Einblick in die künftige Klimapolitik des bayerischen Nachbarn. Der Energieexperte zeigte die Vision auf, dass Sachsen bei einer stringenten Umsetzung der Ideen den Anteil erneuerbarer Energien bis in das Jahr 2020 auf 82 Prozent steigern könnte.

Wie der Studiengang organisatorisch und inhaltlich strukturiert ist, erklärte Professor Georg Scharfenberg den zahlreichen Besuchern. Der Dekan der Fakultät Elektro- und Informationstechnik legte dar, dass Ingenieurinnen und Ingenieure mit guten Basis- und breiten Fachkenntnissen in den verschiedenen Disziplinen der Energieformen, der Umwandlung und Speicherung von Energie ausgebildet werden sollen. Zudem soll im Studium eine fundierte Grundlage in Themen der Betriebsorganisation gelegt werden. Scharfenberg betonte, dass mit dem neuen Studiengang und den daraus resultierenden Absolventen die Energiewende mitgestaltet werden soll.

Mit drei Beiträgen früherer Absolventen untermauert die HS.R, dass sie diesem Anspruch schon seit geraumer Zeit gerecht wird. Dass die HS.R dabei auf ein gutes Netzwerk zu Firmen, Schulen und Universitäten zurückgreifen kann, bewies die Ausstellung im Foyer des Stanglmeier-Hörsaals, in der sich Firmen, Energieversorger, Vereine und schließlich die Hochschule selbst präsentierten.

Auch das Schlusswort von Ulrich Lenz ist ein Beleg für erfolgreiche Kooperationen in der Lehre. Der Unternehmensleiter der Ostwind-Gruppe  erläuterte den Beitrag der Windenergie zum Klimaschutz. Er freute sich dabei nicht nur über den neuen Studiengang, sondern bot zugleich die Zusammenarbeit an.

 

Bildtext: Erfahrungsaustausch in Energiefragen: Professor Georg Scharfenberg im Gespräch mit Dr. Wolfgang Daniels (von links)

 

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