Forschung und Praxis kommen zusammen

30.05.2017
Von: Magdalena Beslmeisl (M.A.)

Projektauftakt zur ressourcenorientierten Integrationsarbeit: Erstmalig kamen über 80 Akteure und Akteurinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Funktionen im Landkreis Kelheim zum Thema Integration zusammen, mit dabei Prof. Dr. Philip Anderson von der OTH Regensburg.

Auftakt einer ressourcenorientierten Integrationsarbeit im Landkreis Kelheim

Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Bereichen und Funktionen im Landkreis Kelheim bringen die Idee eines kommunalen Integrationskonzeptes zusammen. Foto: Magdalena Beslmeisl (M.A.)

Helferkreise, Schulen, Politiker, Bildungsträger, Vereinsvertreter, Wissenschaftler, Behörden und Verbände bringen gemeinsam die Idee eines kommunalen Integrationskonzeptes auf den Weg. Mit dem Impulsvortrag von Prof. Dr. Philip Anderson startete die Veranstaltung in den Tag. Der Migrationsforscher gab zunächst einen Überblick über die Migrationsgeschichte in Deutschland und verschiedene Formen von Migration.

Deutlich wurde dabei, dass das Thema der Migration und folglich der Integration keinesfalls neuartig ist. Stattdessen ändert sich der Umgang mit diesem immer dagewesenen Phänomen. Aufgrund struktureller und lebensweltbezogener Veränderungen in unserer Gesellschaft müssen Schwerpunkte in der Praxis neu gesetzt werden.

Best Practice Beispiele und Resultate seiner Studien gaben die Überleitung zu den am Nachmittag diskutierten Handlungsfeldern mit den Akteuren und Akteurinnen. Die Teilnehmenden bearbeiteten in heterogen zusammengestellten Gruppen Fragen zur Identifizierung vorhandener Ressourcen und offener Bedarfe. Die Gruppen konnten zu den bereits vorskizzierten Handlungsfeldern „Interkulturelle Öffnung“, „Arbeit und Ausbildung“, „Bildung“, „Sozialraum Wohnen/Gesundheit“ sowie „Kultur/Freizeit“ zusätzlich bereits bestehende und bewährte Netzwerke aufdecken. 

Perspektivisch wird ein kommunaler Integrationsplan auf Basis dieser Veranstaltung zur Umsetzung und Verstetigung von Integration unter der Leitung des Zentrums für Chancengleichheit des Landratsamtes Kelheim auf den Weg gebracht. Um nachhaltig ein gelingendes Miteinander gestalten zu können, müssen verstärkt migrationshintergründige Menschen am Konzeptionierungs- und Umsetzungsprozess beteiligt werden. 

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