Erster Platz für via WLAN weltweit steuerbare Türschilder

22.02.2018
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Ausgezeichnet. Platz eins bei der „Electrical Engineering Competition“ der Firma Texas Instruments belegten zwei Studierende der OTH Regensburg, die in ihrer Masterarbeit elektronische Türschilder auf Basis eines e-Paper-Displays entwickelt hatten.

Alexander Schmidt (links) und Tristan Schönfelder haben anderthalb Jahre an dem Prototyp für ein elektronisches Türschild gearbeitet.

Die beiden Preisträger Alexander Schmidt (links) und Tristan Schönfelder haben eineinhalb Jahre an dem Prototyp für ein elektronisches Türschild gearbeitet. Foto: OTH Regensburg

Ein mit Tesafilm an die Hörsaaltür geklebter Zettel, dass die Veranstaltung ausfällt: So ein Hinweis kann schon mal verschwinden, bevor ihn alle Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer überhaupt gelesen haben. Damit soll nun Schluss sein. Denn zwei Masterabsolventen der Fakultät Elektro- und Informationstechnik von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) haben ein Raumbeschilderungssystem auf Basis eines e-Paper-Displays entwickelt.

Wer an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik im Erdgeschoss und im ersten Stockwerk des Gebäudes Seybothstraße 2 entlanggeht, entdeckt bereits an neun Türen, wie eine smarte Lösung dieses Problems aussehen kann. In ihrer Masterarbeit aus dem Sommersemester 2017 haben Tristan Schönfelder und Alexander Schmidt ein Raumbeschilderungssystem auf Basis eines e-Paper-Displays entwickelt. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Hans Meier. Für preiswürdig befunden wurde sie auch schon: Bei der „Electrical Engineering Competition 2016“ der Firma Texas Instruments an der OTH Regensburg belegten Schönfelder und Schmidt den ersten Platz.

Geringere Kosten, direkte Steuerung

Was ist das Neue an dieser Art von elektronischen Türschildern? – „Jedes einzelne Schild kann direkt über WLAN angesteuert werden und benötigt dazu keine Basisstation mehr“, erklärt Tristan Schönfelder. Dadurch könnten die Kosten für ein Modul deutlich gesenkt werden. „Bei kleinen Bestellungen liegen wir bei 72 EUR für ein Türschild; vergleichbare Schilder kosten bis zu mehreren Tausend Euro“, so Tristan Schönfelder. Die in einem Acrylglas-Gehäuse geschützten E-Ink-Displays können zum Beispiel an Büros, Laboren oder Konferenzräumen angebracht werden und sollen Aufschluss über Raumbelegungen, Uhrzeiten oder Termine geben.

Via Internet lassen sich die Anzeigeinformationen vom Nutzerkreis, der über einen Login verfügt, einfach ändern. „Mit einem Smartphone zum Beispiel kann das weltweit geschehen“, sagt Schönfelder. Eine kleine Mikrocontrollerplatine im Inneren des Schildes ist der Schlüssel zum Geheimnis der Technologie: Die von der Nutzerin oder vom Nutzer über die Internetseite eingegebenen Daten werden über WiFi an den Mikrocontroller übertragen. Dieser verarbeitet die Informationen automatisch und zeigt sie anschließend auf dem Display an. Da es sich um einen Low-Power-Mikrocontroller handelt, der zudem nur Energie verbraucht, wenn die Anzeigeinfo geändert wird, hat der im Gehäuse integrierte Akku eine Laufzeit von über einem Jahr.

Anderthalb Jahre lang waren Tristan Schönfelder und Alexander Schmidt mit der Entwicklung des Prototyps beschäftigt. Soll das Produkt nun zur Marktreife gebracht werden? Dazu seien die Entwicklungen noch nicht weit genug gediehen, sagt Tristan Schönfelder. Denn: In dem elektronischen Türschild stecke noch Potenzial; insbesondere im Bereich der Einsatzmöglichkeiten.

Zurück