Erfolgreiche Promotion mit neuartigen Menschmodellen

02.12.2020
Von: Prof. Dr. Sebastian Dendorfer

Die von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer am Labor für Biomechanik der Fakultät Maschinenbau betreute Promotion von Maximilian Aurbach wurde von der Universität Regensburg vergeben und konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Dr. Maximilian Aurbach, der im Rahmen seiner Dissertation ein Menschmodell im Labor für Biomechanik der OTH Regensburg entwickelte, ist seit November 2020 erfolgreich promoviert.

Dr. Maximilian Aurbach, der im Rahmen seiner Dissertation ein Menschmodell im Labor für Biomechanik der OTH Regensburg entwickelte, ist seit November 2020 erfolgreich promoviert. Foto: OTH Regensburg/Lukas Reinker

Mit den Menschmodellen lassen sich beispielsweise Belastungen in der Schulter ganz genau bestimmen.

Mit den Menschmodellen lassen sich beispielsweise Belastungen in der Schulter ganz genau bestimmen. Grafik: OTH Regensburg/Labor für Biomechanik

Mit der erfolgreichen Verteidigung seiner Doktorarbeit am 12. November 2020 hat Dr. Maximilian Aurbach seine Promotion im Bereich Biomechanik abgeschlossen. Die Promotion in den Humanwissenschaften (Dr. sc. hum.) wurde von der Universität Regensburg vergeben und von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer (Labor für Biomechanik) an der Fakultät Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) betreut. Als externe Gutachter konnten für die Arbeit Prof. Dr. Tobias Renkawitz von der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Heidelberg sowie Prof. Dr. John Rasmussen der Universität Aalborg in Dänemark gewonnen werden. 

Detaillierte Bestimmung von Belastungen

In seiner Arbeit hat Dr. Aurbach virtuelle Menschmodelle entwickelt und validiert, die in den Bereichen Orthopädie und Ergonomie eingesetzt werden. Mithilfe der entstandenen Modelle können die Belastungen in der Schulter detailliert bestimmt werden. Dadurch ist die Entwicklung von neuartigen Präventions-, Diagnose- und Rehabilitationsmethoden möglich. Beispielsweise berechnete Dr. Aurbach, wie operative Eingriffe bei Verletzungen der Muskulatur in der Schulter die Belastungen verändern. Somit konnten für die Patient*innen vorteilhafte Behandlungsmethoden definiert werden. 

Um die für die Entwicklung der Simulationen nötigen Daten zu generieren, wurden auch zahlreiche Experimente mit gesunden Proband*innen und Patient*innen durchgeführt. Dadurch konnte die Validität der Simulationen nachgewiesen werden. 

Entwicklung und Anwendung weiterer Modelle

Die Studie war größtenteils in das von der Europäischen Union geförderte Projekt "Virtuelle Menschmodelle für die Prävention, Therapie und Rehabilitation von Schulterverletzungen" (EFRE, Ziel ETZ, CZ-BY) eingebunden. Die Hauptergebnisse der Promotion wurden zudem bereits in hochkarätigen Journals publiziert und auf mehreren internationalen Kongressen vorgestellt. Aufbauend auf die erfolgreiche Arbeit von Dr. Aurbach werden derzeit weitere Modelle des menschlichen Körpers entwickelt und zusammen mit Mediziner*innen für die Anwendung bei klinisch relevanten Fragestellungen eingesetzt.

Das Labor für Biomechanik ist Mitglied im Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE), welches die Promotion mit unterstützte.

 

Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE)

Das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) ist eine fakultäts- und hochschulübergreifende Forschungseinrichtung zur Koordination und Förderung der interdisziplinären Forschung im Bereich Healthcare Technology, insbesondere auf den Gebieten Medizinische Informatik und Medizintechnik. Seit seiner Gründung 2012 bündelt es die biomedizinische Kompetenz der Universität Regensburg und die ingenieurwissenschaftliche sowie die medizininformatische Kompetenz der OTH Regensburg. Dabei steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie die Weiterbildung im Fokus.

Das RCBE wird von einem wissenschaftlichen Direktorium geleitet, unterstützt von der RCBE Geschäftsstelle. Für Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an das RCBE.

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